Alte Synagoge Reuterstadt Stavenhagen
   


Außenansicht

Etwas versteckt  finden wir unweit des Marktes in der Malchiner Straße  die ehemalige Synagoge. Hierbei handelt es dich wie bei der Synagoge Röbel um einen Fachwerkbau der um 1820 errichtet wurde.  Im 18.Jh. konnte sich Juden in Mecklenburg ansiedeln.
Zu ihrem Schutz zahlten sie an den Herzog 12 Taler. Um die Zeit des Baus der Synagoge hatte die jüdische Gemeinde über  120  männliche Mitglieder. Nach 1867 zogen viele Juden in die großen Städte. Die Mitglieder der jüdischen Gemeinde sank. Die Synagoge wurde um 1920 letztmalig restauriert.  Der letzte Gottesdienst fand mit minimal
10 männlichen jüdischen Bürger 1935 statt.

Am 09.11.1938 wurde die Synagoge Opfer der Progromnacht.
Das Inventar wurde zerstört.  Die Synagoge wurde angesteckt.
Aus Angst, dass das Nachbarhaus einer deutsche Familie mit zerstört wird,
wurde der Brand wieder gelöscht.
Die Synagoge musste nun von der jüdischen Gemeinde verkauft werden.

Der neue Eigentümer Tischler Carl Dubbert nutzte das Gebäude als Werkstatt und Lager. 1942 wurden die letzten acht jüdischen Bewohner von Stavenhagen nach Auschwitz deportiert und vergast.

 Bis 1986 wurde das Gebäude als Werkstatt und Lager genutzt.
Die Synagoge wurde schon zu DDR-Zeiten unter Denkmalschutz auf dem Papier gestellt. Renovierungen fanden nicht statt.

Im Jahre 1994  erhielten die Erben von Carl Dubbert die Synagoge zurück.
Die jüdische Vereinigung verzichtete auf die Rückgabe der Synagoge.
Die letzte Eigentümerin von Vorhaus und der Synagoge ist
Frau Rosemarie Rieger. Das Vorhaus wurde durch sie restauriert.
Eine Lösung für die komplizierte Renovierung der Synagoge konnte sie nicht leisten.

Am 31.05.2011 gründete sich der Verein "Alte Synagoge Stavenhagen".
Zu den Gründungsmitglieder gehörte auch Frau Rosemarie Rieger.
In der ersten Phase musste das Fachwerk restauriert, da viel Mauerwerk aus den Gefachen bereits rausgefallen war. Die Balken der Gefache bestehen aus Eiche,
dem  Holz das bereits im Jahre 1820 genutzt wurde.

Außerdem wurde das Dach neu eingedeckt. 

Am 16.10.2015 wurde die erste Phase der Restaurierung in einem Konzert gefeiert.
Heute werden in der Phase zwei Innenarbeiten durchgeführt.
Der Boden wurde neu verlegt.
Die Fenster restauriert und die Synagoge erhielt  ihre blaue Decke, ihr Himmelszelt.  

Die Synagoge hat drei Eingänge im Süden, Osten und Norden.
Der nördliche Eingang führt direkt auf die Frauenempore.

Die Synogoge soll eine Begegnungsstätte mit dem Judentum
so wie eine kulturelle Einrichtung werden.
Ausführliche Informationen gibt es auf der Homepage:
www.synagoge-stavenhagen.de
   

Südlicher Eingang

Fenstergruppe im Osten

Rundfenster

Östlicher Eingang

Frauenempore

Auf der Frauenempore

An der Frauenempore