Kirche Zirzow bei Neubrandenburg

 



Außenansicht

Der Ort Zirzow wurde erstmals  im Jahre 1230 erwähnt. Damals war Zirzow im Besitz des Klosters Broda.

Die Kirche in Zirzow ist ein rechteckiger Feldsteinbau. 
Der zweijochige Chor aus dem 15.Jh. mit Kreuzrippengewölbe öffnet sich durch einen spitzen Triumphbogen zum Schiff. Es ist mit einer geraden Decke geschlossen. Bei einer umfassenden Erneuerung um 1587 erhielt das Schiff (Langhaus) die Breite des Chores. Aus dieser Zeit stammt auch der quadratische Westturm aus Backstein mit Blendengliederung, der einen Holzaufsatz mit Pyramidenhelm im 17.Jh. erhielt. Der quadratische Turm 
zirka 15 m hoch  etwa 6 m breit wurde im Jahre 2007 vollständig erneuert und erhielt ein neues Schindeldach und eine neue Verbretterung die in einer Höhe von etwa 6 m beginnt.
Am 13.11.2007 war die Turmweihe. Dinge wie Kleingeld und Bauunterlagen wurden in die goldene Kugel  gegeben. Das restaurierte Kreuz und die goldene Kugel bekamen wieder Ihren Platz auf der Turmspitze.
 
Schauen wir uns den Kirchturm aus Feldsteinen  an so fällt als erstes das Eingangsportal ins Auge. Es hat eine Höhe von zirka 3,50 m  und vier Bögen, die spitzbogenartig auslaufen. Darüber befinden sich in Höhe von 2,60 m links und rechts drei Rundbogenblenden. Diese Rundbogenblenden sind ebenfalls an der linken und rechten Wand des Turmes nahe der Portalseite als Gruppe angebracht.
Über dem Portal sehen wir eine zirka 30 cm große runde Blende.
Links und rechts umrahmen  je eine etwa 50 cm große Spitzbogenblende die Rundblende. Der Turm hat somit Merkmale der Romanik als auch Merkmale der Gotik.

Das Langhaus etwa 7,50m mal 6,00 m hat links und rechts je drei Rundbogenfenster 0.80m mal 1,70 m.

Das Chor etwa 5 m mal 6 m hat auf jeder Seite zwei gotische Spitzbogenfenster die in einer Höhe von 2,20 m beginnen und nur etwa 0,70 mal 1,00 m sind.
Das Chor hat ein Dreifaltigkeitsfenster. Die sehr schmalen Fenster zirka 20 cm breit sind links und rechts etwa 1 m hoch.
das mittlere Fenster ist etwa 1,20 m hoch. Diese Fenster laufen als leichte Spitzbogen fast Rundbögen aus. Der große Rahmen 
1,50 m mal 1,80 m für diese drei Spitzbogenfenster ist dagegen ein Rundbogen. Alle vorhandenen Fenster bestehen aus kleinen  rautenartigen Butzescheiben, etwa 20 mal 10 cm, die durch Bleistege verbunden sind. Über Buntglasteile der Fenster kann erst etwas bei Besichtigung der Kirche gesagt werden. Die Kirche stellt einen Übergang von der Romanik zur Gotik dar.


Betreten wir nun die Kirche durch den Turm. Im Turm läutet eine Glocke aus dem Jahre 1905 von H. Collier Berlin umgegossen. Wahrscheinlich hatte die Kirche zwei Glocken, den ein zweiter Kanal für den Glockenstrick ist zu sehen. Die Glocke wird von hier aus geläutet. Betreten wir durch die Pforte die etwas tiefer liegende Kirche. 

Markant ist als erstes der Chorbogen und der Kanzelaltar. Der mit drei roten Linien versehene Chorbogen
begrenzt den Raum zwischen Chor und Langhaus. Das Chor ist mit dem einschiffigen, zweijochigen Kreuzgratgewölbe ursprünglich. Am Chorbogen sehen wir auf beiden Seiten
einen Zuganker. Das Langhaus um 1587 erhielt eine schlichte weiße Holzdecke, die durch starke Balken getragen wird.

Der Kanzelaltar aus dem Jahre 1820 hat eine Altarschranke.
Die Kanzel wird von links hinten betreten. Geschmückt ist der Kanzelkörper mit vier gedrehte Säulen, die auf die vier Säulen, den vier Evangelien verweisen. De Schalldeckel ist außen mit eine Borte geschmückt. Im Schalldeckel sehen wir eine achtstrahlige Himmelskompass. Im Zentrum dieses Himmelskompasses findet sich ein kleiner achtstrahliger Stern.
Über dem Schalldeckel stehen wir das Symbol des Heiligen Geistes das Dreieck mit 7 Strahlen.
Links steht ein Kreuz mit dem Korpus Jesus. Markant das die
Kreuzenden vergrößert sind und je vier weiße Steine tragen.

Rechts steht ein Taufständer aus dem Jahre 1957, der am Fuß beschriftet ist und den Spender nennt.
Das Gestühl aus der Zeit wohl um 1820 ist sehr schlicht. Die Loge rechts wurde wegen Wurmfraß und Zerfall nach 1960 entfernt. Der Eingang zur Kanzeltreppe links wurde an der Wand links befestigt. Links hinter dem Kanzelaltar und recht neben dem Kanzelaltar sehen wir zwei Nischen aus katholischer Zeit.

Das linke Fenster an der Orgelempore hat eine einzelne kleine Buntglasscheibe uns der Zeit um 1700.

Auf der Orgelempore steht eine Orgel des Baumeisters Barmin Grüneberg aus dem Jahre 1930 (?), die
wegen der Malerarbeiten geschützt ist. 

Am 30. 11.2008 wurde nach langer mehrjähriger Restaurierung unter Führung von Pastor Zobel und des Kirchenfördervereines die Kirche feierlich geweiht. 
Viel Arbeit hat noch zu geschehen. Dazu gehört  sicherlich die Orgel und anderes, dafür wird um Spenden gebeten.  


Ev. -Luth. Kirchgemeinde Breesen verbunden mit 
der Kirchgemeinde Mölln

Dorfstr. 05
17091   Mölln
Telefon  039604/20280
Fax  039604/26528

E-Mail:
breesen@elkm.de

Förderverein "Kirche Zirzow e.V.
Hauptstraße 40
17039 Zirzow

Ansprechpartner sind Günter Adebur und Hartmut Schüler

kirchezirzow@gmx.de


Kirchturm


Restaurierter Kirchturmspitze


Turmspitze


Dreifaltigkeitsfenster
Ostseite


Gotische Chorfenster nach Restaurierung


Romanische Langhausfenster Südseite
nach der Restaurierung


Drei Rundbogenblenden seitlich am Turm


Eingangsportal


Kanzelaltar


Kanzelkörper


Unterseite des Schalldeckels


Oberer Teil des Altares mit 7-teiligen
Strahlenkranz


Kreuz mit Korpus von Jesus


Einfaches Bankgestühl


Freigelegtes Wandkreuz


Teile einer geschlossenen Loge


Alte Nische aus katholischer Zeit


Fenster


Fenster mit Buntglasbild


Taufständer


Teile des Kreuzgratgewölbes im Chor


Rippe des Kreuzgratgewölbes


Bemalter Chorbogen


Langhausdecke


Bemalung im Langhaus