Kirche Woggersin bei Neubrandenburg

 


Vorderseite

Der Ort Woggersin wurde erstmalig am 20.12.1346  urkundlich erwähnt.
Die Region gehörte aber bereits 1170 durch eine Schenkung des Fürsten Kasimir zum Kloster Broda. Die Dorfkirche in Woggersin ist ein rechteckiger Fachwerkbau  etwa 8 m mal 15 m mit quadratischem, westlichen Dachturm. 
Die Kirche soll ihren Ursprung im 14.Jh. haben. Das Datum 1788 auf der Wetterfahne und die Reste einer Empore, die heute ein Teil der Treppe ist die auf den Boden führt, weisen auf eine große Instandsetzung der Kirche hin. Die Kirche wurde im siebenjährigen Krieg 1756-63 stark beschädigt.  Der Kirchturm wurde restauriert. Der Fuß des Kirchturmes besteht aus Fachwerk  mit gemauerten Ziegel. Der untere Teil der Turmes ist eine viereckige leicht nach innen gewölbte Haube, darauf etwas abgesetzt befindet sich die sechseckige Spitze.
Die Deckung des Turmes besteht aus Schiefer, das Haus selbst wurde mit Dachziegel gedeckt. Die Spitze trägt eine Wetterfahne mit der Jahreszahl 1788, darüber ein Stern. Die Altarwand, Kanzel, Pastorenstuhl und Patronatsloge sind aus der Erbauungszeit um 1788. 

Die Gemeinde Woggersin ist seit 1756 mit der Gemeinde Breesen verbunden.

Schauen wir uns den Altar an, so haben wir im unteren Teil 
Jesus am Kreuz in einer Landschaft mit Bäumen.
Darüber befindet sich ein Spruch von Jesiaja 53 V.5
Aber er ist unserer MisSethat verwundet und unserer Sünden willen zerschlagen.

Darunter der Spruch ... br 5 v:6 Darum lasset uns hinzukommen mit Freundlichkeit zu den Gnadensthun.
Die linke Umrandung trägt den schlecht lesbaren Text: lebet....
Die rechte Umrandung  trägt den schlecht lesbaren Text: Alles was.... 
Zwischen dem unteren und dem oberen Bild finden wir weiteren Text: Jessaja  53 V:2 Wier sahen ihn, aber da war keine Gestalt die uns gefallen hätte.
Dieser Teil wird links und rechts von einer runden Säule mit oberer Vergoldung getragen. Neben diesen runden Säule befindet sich je eine viereckige Säule, dessen Kopf eher wie ein löffelartiger Fächer in Silber aussieht.
Das obere Bild umrahmen zwei runde Säulen .
Das ovale Bild zeigt einen Mann mit Bart sehr spärlich bekleidet ein großes Kreuz als Lanze nutzend, und gerade eine riesige Schlange tötend. Die Schlange reist das Maul mit ihren Zähnen weit auf. Zwischen dem langgewundenen Körper hin und her liegt ein Skelett. In Höhe des Kreuzes der Lanze, weht eine weiße Standarte mit einem Kreuz. Der Schlangentöter könnte der Heilige Georg sein,
die Standarte weist eher auf Johannes dem Täufer hin.
Darunter wieder in goldener Schrift:
Tod wo ist dein Stachel
Hölle wo ist Dein Sieg.
Über dem Bild oval angeordnet vier Zeilen mit folgenden Text:
1. Buch Mose 3 V. 15 
Des Weibes Saamen soll der Schlange den Kopf zertreten und sie wird ihn in die Fersen stechen.
Über dem Abschlussbogen,  der über den zwei Säulen fußt, befindet sich als Abschluss ein ovales Medalion mit der goldenen Inschrift Gloria in Exelsis Dev.
Der Altar ist etwa 4 m hoch ab Boden und hat eine Altarschranke.
Zwei Fenster mit vielen kleine gelblichen Scheiben umrahmen den Altar.
Die Scheiben sind durch Bleistege verbunden.

Gegen über dem Altar befindet sich eine defekte Orgel, dessen Erbauer geklärt werden müsste.

Vor dem Gestühl aus dem 18.Jh. befindet sich die Kanzel mit Schalldecke.
Die Kanzel ist schlicht. Vier Säulen zieren die Kanzel. Die Flächen zieren je ein hausartiges Fünfeck. Schalldecke und Kanzel sind durch ein Brett verbunden. 
Auf dem schlichten Schaldeckel befinden sich drei Wappenträger, jedoch ohne Wappen.

Gegenüber der Kanzel befindet sich eine große Loge.
Diese Loge ist oben sehr interessant durch eine Holzarbeit verziert und oben und seitlich vollständig geschlossen.
Letzter Kirchenpatron war ab 1930 die Familie von Wiecken.

Die im Jahr 1470 gegossenen Glocke wurde 1822 umgegossen.
Derzeit wartet die Glocke auf ihre Restaurierung neben dem Altar. Für die Gottesdienste läutet zurzeit eine kleine Glocke aus Breesen.



Ev. -Luth. Kirchgemeinde Breesen verbunden mit 
der Kirchgemeinde Mölln

Dorfstr. 05
17091   Mölln
Telefon  039604/20280
Fax  039604/26528

E-Mail: breesen@elkm.de


Vorderseite


Südseite


Chorgiebel


Kirchturm


Kirchturm


Versteckte Nordseite

Eingang

Altar

Altar unterer Teil

Altar oberer Teil

Defekte Orgel
Erbauer unbekannt


Kanzel


Loge


Glocke


Treppe mit Rest einer Empore