Kirche Sülten bei Stavenhagen / Gemeinde Briggow

 


Außenansicht
Turmseite

Die neugotische Backsteinkirche wurde von 1870 bis 1873  erbaut.  Der quadratische Westturm trägt eine schiefergedeckte Bischofsmützen. Unterhalb der schiefergedeckten Turmspitze finden wir auf jeder Seite einen gemauerten  Stern mit sechs Zacken. Die Turmspitze trägt eine Kugel und einen Hahn.
Das Langhaus trägt  den geschwungenen Buchstaben E. Dort beginnt auch ein Blitzableiter. 
Die Apsis trägt eine Kugel und einen Stern.
Die Kirche hat an der rechten Seite einen kleinen Treppenturm, der schiefergedeckt ist. Langhaus, Apsis und Sakristei sind ziegelgedeckt.
Die Glocke stammt von 1494.

Endlich war es möglich die selten genutzte mit einem gusseisernen Ofen beheizbare Kirche zu besuchen.
Wir betreten die Kirche durch den Raum des Turmes.
Von weiten sehen wir das strahlende Altarbild. 
Der erste Gedanke ist Johannes mit der Standarte, die im Wind weht.
Aber schnell nähern wir uns dem abgeteilten Chorraum, der ein Kreuzrippengewölbe hat , dem Altar. Der Altar hat eine neugotische Schranke mit vier kleinen Türmchen an den Ecken.
Was wir nun auf dem Altarbild sehen ist eindeutig. Es ist Jesus, 
aber Jesus ist doch gekreuzigt und trug eine Dornenkrone, die sein Gesicht doch eigentlich entstellen müsste mit Narben.
Wir sehen eher einen strahlenden zufriedenen Jesus, die Narbe links neben dem Zwerchfell ist noch ganz schwach zu sehen, die Narben an den Füßen schon sehr klein, fest trägt er den Hirtenstab mit Kreuz und einem Fähnchen, auf dem nur noch ein schwarzes Kreuz an seiner Kreuzigung erinnern. Die Standarte haben wir auch bei Johannes den Täufer, stimmt Jesus wurde von Johannes getauft. Die rechte Hand zum Gruß.
Schauen wir uns den Raum um die nackten Füße, Jesus trägt leicht wehenden losen Stoff um den Unterkörper, sehen wir Wolken des Himmels. Wir sehen also den Moment des Sieges Jesus über den Tod, die Wunden sind fast verheilt. So stelle ich mir die Auferstehung vor. 
Unter dem Altarbild Größe etwa 1,00 m mal 1,40 m befindet sich eine reihe Vierpässe.
Das Altarbild wir von je einen neugotischen Türmchen, das aus zwei Spitzbögen mit Kleeblatt und  zwei aufgesetzten Türmchen mit Kreuz ähnlich einem Seitenflügel umrahmt. Über dem Altarbild haben wir links und rechts einen weiteren kleinen Turm mit Kreuz
Direkt über dem Altarbild befindet sich ein Dreipass mit vielen Verzierungen. Ganz oben befindet sich das größte Türmchen mit Kreuz.
Im Chorraum befindet sich links eine einfache Bankreihe.

Das Chor hat fünf farbige neugotische Fenster mit Rauten, Kreise, Drei- und Vierpässe.
Der Chorbogen trägt zwei Reihen vierblättrige Weinblätter.
Über dem Chorbogen haben wir links und rechts ein großes Blindfenster (Spitzbogen) Größe etwa 1,30 mal 0.80 m.
Die Blindfenster sind mit vielen Vierpässen in Rechtecken ausgemalt. Über dem Chorbogen haben wir weitere dreizehn kleinere Blindfenster, die ebenfalls mit Vierpässen bemalt sind.

Neben dem Chorbogen haben wir links und rechts je ein mit vierblättrigen Weinblättern an einer nach oben senkrecht laufenden Weinrebe bemalte neugotische Blindfenster.
Die restlichen sechs Fenster des Langhauses bestehen aus bleiverglasten rautenartigen etwa 10mal 20 cm große kleine Scheiben. Besonderheit die beiden Fenster zum Chor haben im oberen Teil einen Stern. Diese beiden Fenster haben blaue schmale Umrahmungen über die einzelnen Fensterflächen.
Die restlichen vier neugotischen Fenster des Langhauses sind schmucklos. Das Holzdach  wird durch sechs mit einer Fischblase versehenen in das Seitenmauerwerk eingefügten Winkel getragen. Von Winkel zu Winkel führt ein Balken. Diese Balken trägt mittig einen senkrechten Balken, der das Dach trägt.
Diese Balken beginnt genau im Winkel des Daches. Es gibt keinen Dachboden, sondern die Verbretterung erfolgte direkt unter den Dachbalken, so entsteht ein sehr hoher spitzer Raum.

Neben der Sakristei, die genutzt wird, steht die neugotische Kanzel mit einem mit fünf Türmchen verzierten achteckigen Schalldeckel. Der Kanzelkörper wird durch einen etwa einen Meter hohen Fuß mit Spitzbögen getragen. Spitzbögen und Vierpasse verzieren die den Kanzelkörper.
Neben dem Aufstieg zur Kanzel befindet sich eine Gedenktafel  der Familie von Bölchow aus dem Jahre 1874.

Links im Eingangsbereich des Chores steht ein Taufständer aus dem 19.Jahrhundert aus Stein.

Auf der neugotisch verzierten Orgelempore finden wir die gutklingende sicher restaurierte Lütgemüllerorgel.

Die erste Bankreihe trägt ein Türmchen mit Kreuz, die restlichen ein dreiblättriges Weinblatt. Alle bankreinen haben Dreipässe (hohl) und  Vierpässe an den Seiten.

Die Kirche ist durch eine alten gusseisernen Ofen beheizbar.

Im Jahr 2014 wurde der Kirchturm eingerüstet und es begannen Reparaturen am Kirchturm.



Die Gemeine Sülten gehört zum Pfarramt Kittendorf

Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Kittendorf
Pastorin z.A. Rita Wegner

17153 Kittendorf
Dorfstraße 25
Telefon: 039955/ 20832 o. 0173/ 8583408
Telefax: 039955/ 2 08 32


Kirchturm


Kirchturm seitlich


Seitenansicht


Seitlich mit Anbau


Chorseite

Turmspitze

Eingang zur Kirche

Innenansicht


Chorraum


Altar


Altarbild "Jesus ist auferstanden"


Chordecke

Taufständer


Linkes Chorfenster


rechtes Chorfenster


Kanzel


Schalldecker


Erstes rechte Langhausfenster

Wandmalerei unten


Ehrentafel


Ausmalung des geschlossenen Fenster
am Chorbogen


Deckenhalterung links


Chorbogen und Langhausdecke


Neugotische Gestühl


Orgelempore mit Lüthgemüllerorgel

Blick unter der Orgelempore

Eingerüstester
Turm September 2014

Eingerüstester
Turm September 2014