Kirche Schwandt bei Penzlin / Gemeinde Mölln

 


Außenansicht
Straßenseite

Das Dorf Schwandt wurde erstmals in einer Urkunde von 1273 erwähnt. Die heutige Kirche in Schwandt um 1750 erbaut, strahlt in gelben Ton. Die Kirche ist verputzt. Dadurch ist der Feld-Backstein-Bau nicht erkennbar. 

Der Hinterteil mit dem Rundbogenfenster ist ein angefügtes Mausoleum für die Patronatsfamilie von Voss. Der Anbau erfolgte im klassizistischen Stiel in der ersten Hälfe des 19.Jh. . Der derzeitige Zustand ist innen sehr schlecht. Es befinden sich mehrere weiße Grabplatten an den Wänden, gegenüber der Kirchentür ein Wappen. 

Die Apsis besitzt drei Fenster davon zwei Buntglasfenster.
Der Turm ist viereckig und trägt eine Welsche Haube mit einen achteckigen offenen Leuchter. Die Spitze trägt eine Kugel, eine Wetterfahne und einen Stern. Der Turm ist neu mit Schiefer eingedeckt.

Die Kirche betreten wir durch einen südlichen kleinen Anbau.
Im Anbau ist links eine Nische , mit einem Bild eines Knienden vor dem Kreuz. Links und rechts haben wir weiterhin zwei sehr schmale Schlitze.
Betreten wir nun die Kirche, haben wir rechts den Kanzelaltar, der mit zwei  Logen verbunden ist. Die linke und rechte Loge haben hehrere quadratische Felder mit schleierartigen Verzierungen.

Das linke Fenster besitzt ein sehr schönes Buntglasfenster.
Es zeigt Jesus am Kreuz , links Maria mit Johannes und rechts wohl Philomena mit einem Anker. Interessant ist der Kopf von Johannes,  den  er als Sohn Marias bezeichnete, hat einen Kopf eines Erwachsenen . Das Kind trägt Maria im Arm.
dazwischen finden wir die Worte Glaube, Liebe, Hoffnung.
Rechts unten steht der Name des Künstlers E. Stritf Freiburg/B 
Im den Fenstern darüber  finden wir die Inschrift 23. Sept. AD 1887-1912.
In dem rechten Fenstern darunter das Wappen der
Familie von Örtzen 1887-1928. Das Wappen links  hat im Mittelteil einen Man mit einer Mütze, wahrscheinlich gehört es der Familie von Schleifen. Der Text ist kaum erkennbar. 

Das rechte Fenster ist einfacher gestaltet und hat oben einen Rundbogen aus farbigen Feldern. Darunter zwei Fenster mit einem Kreuz  und  Rauten.
Die unteren Fenster haben verschiedenfarbige Rauten.

Ein sehr schöner und interessanten Kanzelaltar mit einer Altarschranke schmückt diese Kirche seit etwa 1750.
Einzelne Plaketten sind innen an der Altarschranke noch zu finden.
Wir haben unter der Kanzel von rechts nach links drei Bilder.
Links Jesuskind in der Krippe mit Maria und Joseph. Ein Strahl geht vom Himmel auf Jesus. Der Strahl beginnt mit einer Taube den Heiligen Geist darstellend.
Unter der Kanzel finden wir das Abendmahl, links leider kaum erkennbar handelt es sich wohl um die Auferstehung.
Die drei Bilder sind trotz Restaurierung 2002-03 kaum erkennbar.
Der Kanzelunterteil ist mit vergoldeten Mustern verziert, die Spitze unten ist ebenfalls vergoldet.
Die Kanzel hat vier Flächen, die mit Kreuzen in einem Rahmen bemalt sind. Die Kanzeltür zeigt Jesus am Kreuz und nur Maria kniend. Die Kanzeltür wird oben umrahmt von einer vergoldeten Girlande. Links und rechts haben wir je drei Säulen. Fuß und Kämpfer sind vergoldet. Die dritte Säule ist seitlich angebracht.
Über jeder Säule finden wir ein vergoldetes Blatt.
Über der Kanzel  sehen wir links und rechts einen ganzen Engel mit Flügel etwas liegend. Der linke Engel trägt eine Fackel, der rechte trägt ein Weinglas. Mittig über der Kanzel sehen wir einen Strahlenkranz mit der Taube. Die weiße Taube wird umrahmt von Wolken und drei Engelsköpfen mit Flügel.
Aufmerksam muss auf die Deckenbemalung mit einem Wolkengebilde machen das den Altar an der Holzdecke fortsetzt und das Himmelsreich darstellt. Eine wohl hebräische Inschrift aus vier Zeichen finden wir fast mittig.

Gegenüber der Kanzel finden wir die große Empore. Diese führt links  und rechts zu zwei geschlossenen Hochlogen. Die rechte Loge trägt zwei Wappen der Familie von Voss. Diese Logen sind geschlossen. Eine Orgel ist nicht vorhanden. Eine Glocke läutet den Gottesdienst ein.
Unter der rechten Hochloge finden wir eine Tafel die an die Familie von Voss erinnert, etwa 1670-1770. Unten steht die Grabstätte der Familie wurde 1912 geschlossen.

Das Gestühl stammt wohl aus dem 18. Jh. und ist sehr einfach.

Ev. -Luth. Kirchgemeinde Breesen verbunden mit 
der Kirchgemeinde Mölln

Dorfstr. 05
17091   Mölln
Telefon  039604/20280
Fax  039604/26528

 
E-Mail:
breesen@elkm.de

Weitere Informationen erhalten sie auf www.dreikirch.de. Dort werden die Kirchen Rosenow, Tarnow und Schwandt vorgestellt.




Eingangsseite



Turmspitz


Mausoleum der Familie von Voss


Bild im Eingangsbereich


Kanzelaltar


Kanzel


Oberteil des Altares


Rechts unten Jesus in der Krippe

 


Mittig das Abendmahl


Links die Auferstehung
Leider sehr schlecht erkennbar !


Kanzeltürbild


Empore


Linkes Apsisfenster


Rechtes Apsisfenster


Wappen unter dem rechten Apsisfenster


Linke Hochloge


Freigelegte Bemalung an der linken Loge


Einfaches Gestühl


Blick in das Mausoleum 2007


Blick in das Mausoleum 2013


Blick in das Mausoleum 2013
Grablegung über dem Eingang Mausoleum