Kirche Pinnow bei Neubrandenburg / Gemeinde Breesen

 


Außenansicht

Der Ort Pinnow (heute ein Ortsteil von Breesen) wurde erstmals im Zusammenhang mit der Holzgewinnung und dem Holzhandel im Jahre 1236 erwähnt. Bis in das Jahr 1863 war Pinnow ein Teil des Ortes Chemnitz.

 Um 1730 wurde die Fachwerkkirche mit dreiseitigem Ostschluss und zwei Fachwerkanbauten errichtet. Der Unterteil des pyramidenartigen Westturm besteht aus Feldsteinen, das quadratische Obergeschoss von 1907 aus Backsteinen errichtet. Eine Tafel im oberen Bereich der Feldsteine trägt eine kaum lesbare Inschrift. Drei Jahreszahlen werden genannt, das Jahr 1709, das Jahr 1730 oder 1739 ?, wahrscheinlich das Baujahr der Kirche und die Jahreszahl 1907 das Baujahres des heutigen Kirchturmes. 
Interessant sind die beiden unteren Fenster. Sie bestehen aus industriell geschliffenen Feldsteinen. Diese Feldsteine wurden zu einem Rundbogen verarbeitet. Der obere Schlussstein trägt ein erhabenes Kreuz in einem Trapez das die Größe von über 60 mal 40 cm hat. Die Steine des Bogens sind etwas kleiner. 
Aus dem Fenstersims wachsen zwei Säulen heraus. Der Fuß ist rechteckig, die Säulen sind rund. Unten und oben sind die Säulen durch einen Ring begrenzt. Der Kämpfer, der direkt den Bogen trägt ist durch je ein fünfblättriges erhabenen Weinblatt verziert . 
Über dem Fenster befinden sich zwei recht schmale und kleine Rundbogenfenster. Die gegenüberliegende Seite des unteren Teiles des Turmes haben die gleichen Fenster. Über der Turmpforte befinden sich ebenfalls zwei kleine Rundbogenfenster. Drei  Seiten des Turmes haben Rundbogenfenster mit einer Säulen in der Mitte.
Das Fenster zum Langhaus hat zwei Säulen und damit drei Rundbogenfenster. Auf der Nordseite wurde rechts oben eine Turmuhr eingebaut, die heute nicht mehr funktioniert. Diese Uhr wird wohl bei der Errichtung des Turmes im Jahre 1907 eingebaut worden  sein. Im Turm läutet eine Glocke aus dem Jahre 1855. Das Dach der Kirche ist mit Dachziegel gedeckt.

Wir betreten sicherlich die Kirche durch eine Pforte im vorderen Fachwerkanbau. Das Fachwerk der Kirche ist schwarz, die Fächer sind mit Backsteinen gefüllt. Die seitlichen Fenster des Langhauses sind oben rund und haben  zwei mal vier Glasflächen. Die beiden oben Fenster sind immer leicht halbrund. Der hintere Anbaut der Fachwerkkirche haben unten  zwei Fenster mit je zwei mal drei Felder. Der Eingang hat im vierten  Feld von unten links und rechts je ein Fenster mit zwei mal zwei Felder. Im oberen Dachteil der Anbauten befindet sich ein Fenster mit zwei Flügel. Alle Fensterrahmen der Kirche sind als Kontrast zu den schwarzen Fachwerkbalken weiß gestrichen.
Treten wir doch ein in die Kirche aus dem 18. Jh. Vielleicht stimmt die Zahl 1706 oder 1739 . Diese finden wir an der Seite des Kirchturmes über den Eingang.

Markant beim betreten der Kirche sind die Altargruppe mit dem goldenen Jesus am Kreuz, links Petrus mit Kreuz  und rechts Paulus mit dem Schwert. Die Altarschranke ist vollständig. Goldene Kreuze tragen auf jeder Seite den Rundbogen. Aus dem Rundbogen führen zwei Bögen Richtung Mitte zu einem grünen Dreipass, im nächsten Feld weißen Dreipass mit grünen Rahmen, der Spitzbogen (Kleeblatt)  führt weiter zu den Füßen des Rundbogens unterhalb des goldenen Kreuzes.
Auf einem Podest hinter dem Altar steht Jesus der vergoldete, (gesalbte) am Holzkreuz. Der Kopf von Jesus und dieser Teil sind von einem goldenen Strahlenkranz umgeben. 
Links steht Petrus mit einem Kreuz, rechts steht Paulus mit einem Schwert nach oben in der Hand.
Rechts haben wir  eine Loge. Die Felder sind mit Blumen bemalt, was für alles Felder wie Logen und Bankreihen zutrifft.
Links steht eine wunderschöne Kanzel. Wir sehen die vier Evangelisten Mattheus, Marcus, Lucas und Johannes mit ihren Merkmalen. Johannes wird wie so oft als Jüngling dargestellt.
Markant ist das Johannes einen Kelch in der Hand hält das Merkmal für den Apostel Johannes.
Unter den Figuren befindet sich ein gemaltes Band aus Blumen.
Neben der Kanzel haben wir eine Doppeltür zur Gruft oder Sakristei. Früher wurden dort die Särge aufbewahrt. Über der Pforte haben wir eine kleine Pieta, Maria trägt auf den Knien Jesu der gerade vom Kreuz abgenommen wurde.
Links und rechts führt ein langer Zweig mit Rosen zur Mitte
Wir lesen darüber folgenden Text: "Sie gehen hin und weinen
und tragen edlen Samen"  Über der Pieta, die den Text trennt, befindet sich ein Kreuz.
Die Empore wurde ebenfalls mit Blumen bemalt. Die Treppe auf der Empore führt auf dem Boden. Eine Glocke von Illis Waren 1855  kann von der Empore geläutet werden. Eine zweite 
Glocke (1855),  ist ebenfalls von Illis. Auf der Empore steht ein defektes Harmonium.
Links und rechts steht auf einem kleinen Podest an der Emporenmauerung befestigt, je eine Bischofsfigur. Die linke Figur hält etwas (?) in der erhobenen  offenen Hand, die rechte Figur könnte Nikolaus mit dem gedrehten Bischofsstab sein.

Schauen wir nur zum Eingang. Über dem Eingang befindet sich die Patronatsloge der Familie (von) Klinggräff. Fünf Allianzwappen sind gezeichnet. Darunter stehen die Namen
der Eheleute. Darunter stehen die Namen der Eheleute

Die Decke wird durch stabile Balken getragen. 
Zur Sicherheit wird der Balken über dem Altar zusätzlich gestützt.
Die Einrichtung wurde einheitlich für alle Teile in dunkelgrün gehalten.
Die Flächen für die Blumen und Wappen sind in hellgrün.

Die Kirche Pinnow wurde im Frühjahr 2015 eingrüstet.  Eine kleine Andacht am 06.06.2015  leutet den Beginn der Bauarbeiten ein.

Ev. -Luth. Kirchgemeinde Breesen verbunden mit 
der Kirchgemeinde Mölln

Dorfstr. 05
17091   Mölln
Telefon  039604/20280
Fax  039604/26528

E-Mail:
breesen@elkm.de


Eingangsbereich


Hinterer Anbau
Rückseite


Turmansicht


Turmansicht seitlich


Tafel am Turm


Turmfenster


Innenansicht


Altar


Altar


Jesus am Kreuz mit Strahlenkranz


Petrus mit Kreuz


Paulus mit Schwert


Kanzel


Auf dem Schalldeckel
stehender Engel mit Feder


Unterseite des Schalldeckels
mit fliegender Taube


Evangelist Mattheus


Evangelist Marcus


Evangelist Lucas


Evangelist Johannes
gleichzeitig Johannes mit Kelch


Taufständer


Kronleuchter


Kastengestühl


Eingang zur Gruft


Pieta über der Gruft


Heiliger Nicolaus mit Bischofsstab


Bischof mit Herz in der Hand


Empore, davor links und rechts Bischofsfiguren


Empore für die Patronatsfamilie
von Klinggräff


Wetterfahne von 1780

Metallene Urkunde der Patronatsfamilie

Eingehauste Kirche 2015

Eingehauste Kirche 2015

Eingehauste Kirche 2015

Eingehauste Kirche 2015