Kirche Mölln bei Penzlin

 


Außenansicht
Vorderseite

Die Kirche Mölln ist ein sehr interessanter Bau und zeigt 
den 30jährigen Krieg als großen Zerstörer ähnlich der Kirche in Alt Schönau.
Betrachten wir die Kirche von außen sehen wir einen einfachen Backsteinbau mit Ziegeldach, einer Sakristei und auf der Rückseite mit einem weißen Fleck.
Die Sakristei an der Straße wurde sicherlich später angebaut.
Die Tür des Einganges führt direkt zur Empore für die Patronatsfamilie. Gleichzeitig ist sie Gruft für einen Kindersarg. Wahrscheinlich handelt es sich um ein Kind der Familie von Voss.
Gehen wir auf die Rückseite fällt dieser grässliche weiße Fleck auf. Hier stand angebaut die Leichenhalle. Sie musste auf Grund ihrer Baufälligkeit abgerissen werden. Dieser Bau war ein Fachwerkbau.
Betreten wir die Kirche fällt sofort der Kanzelaltar ins Auge. Der Kanzelaltar hat eine vollständiger Altarschranke.  Die Kanzel ist schlicht gehalten und ohne Schalldeckel. Jeweils zwei Säulen befinden sich links und rechts. Sie sind schwarz und haben goldene Kapitelle, die Evangelien darstellend. Die äußeren Säulen sind rund, die inneren Säulen sind eckig, und keine Säulen sondern gehören eher zum Altarkörper um die Kanzel.
Die Kreuzigung befindet sich über der Kanzel. 
Am Kreuz ist  die Tafel INRI gut zu lesen. Darüber finden wir den Heiligen Geist dargestellt durch den Strahlenkranz mit Dreieck und einem recht breiten schwarzen Ring. 
Die Kanzel ist über eine Treppe auf der Rückseite erreichbar.

Links hängt ein altes Kreuz mit Korpus.

Betrachten wir die Empore fällt als erstes die leider defekte Orgel von J. Schwarz Rostock auf.
Am Orgelpult steht J. Schwarz Rostock Orgelbauanstalt. Leider konnte das Baudatum der im 19Jh. gebauten Orgel, nicht ermittelt werden. 
An der Empore sehen wir 10 Tafeln mit verschiedenen Wappen und Namen der Patronatsfamilie. Sie weisen auf einen Zeitraum von 1697 bis 1870 hin.
Wichtig sind die beiden ersten Tafeln links. Dort steht die Jahreszahl 1697. Wappen und Text weisen auf Catarina von Schützen und Heinricus von Schuckmann hin.
Unter ihrem Patronat wurde die Kirche wieder aufgebaut.
Bekannt ist dass Mölln im 30jährigen Krieg vollständig zerstört wurde.
Dazu gehörte auch die Kirche. Diese Kirche war sicherlich
eine gotische Kirche aus dem 13 Jh..
Dies zeigen Bögen besonders in der rechten Wand der Kirche. 
Heute tragen Balken an den langen Wandseiten,
die durch Pfosten getragen werden, die Holzdecke.

Die Fenster sind weiß, rechteckig und sind irgendwann eingebaut
und sehr modern und wenig passend.

Vor dem Eingang steht ein neuer Glockenstuhl mit zwei Glocken.
Die kleine Glocke hat zwei Ornamentringe und ist ohne Beschriftung.
Die große Glocke ist  mit Ornament ringen versehen.
Oben finden wir folgende Inschrift:
GERT VON COLN   H H HAVEMAN   SOLI DEO GLORIA ANNO MDCXX

Zur Straße hin sehen wir hinter einer 1998 von ABM-Kräften errichteten Trockenmauer ein Denkmal für die Opfer 
des 1. Weltkrieges.

Ev. -Luth. Kirchgemeinde Breesen verbunden mit 
der Kirchgemeinde Mölln


Dorfstr. 05
17091   Mölln
Telefon  039604/20280
Fax  039604/26528


E-Mail:  breesen@elkm.de 


Sakristei


Eingangsbereich


Rückseite


Apsis


Eingang
 
Innenansicht

Altar


Oberteil des Altares


Orgel
 


Patronatstafeln,
Hintergrund Balkenkonstruktion


Blick von der Empore
Rechts Reste der alten Kirchenstruktur


Glockenstuhl


Glocken

Große Glocke

Kleine Glocke

Grablege Familie von Schuckmann

Pfarrhaus Mölln