Kirche Kittendorf bei Stavenhagen

 


Außenansicht
Turmseite

Die Kirche in Kittendorf wurde um 1250 errichtet. Dies betrifft Langhaus und den Chorraum . Der mit Holzschindeln aus Eiche gedeckte Turm ist 200 Jahre jünger, also um 1450. Die Kirche wurde im gotischen Stil errichtet. Die Turmspitze trägt ein Kreuz, darauf steht ein Hahn, darunter eine Kugel. Jede der vier Turmseiten hat zwei Fenster, daneben links und recht zwei Blenden.
Apsis und Langhaus ist ziegelgedeckt.  Weiße Blenden am Kirchturm oder der Kirche sollten weithin leuchten, damit die Menschen den Ort fanden.
Das Langhaus hatte eine Pforte. Heute ist die Pforte geschlossen und ein rechteckiges einfaches Fenster befindet sich in der Mitte. .  
Die Apsis trägt am Giebel ein großes Kreuz. Das Chorfenster verweist auf die Dreifaltigkeit hin, es besteht aus drei Teilen.
Eine weitere genutzte Pforte befindet sich in der Apsis.
Auf dem Friedhof stehen mehrere Kreuze der Patronatsfamilie von Oertzen.
Interessant ist das Grab mit dem Frauenkopf auf der Amphore.

Betreten wir die Kirche durch den Turm fällt sofort die Tiefe der Pforte auf. Wir betreten einen großen Turmraum. Von dort aus können die beiden Glocken im Turm geläutet werden.
Seitlich führt eine Treppe zum Turm. Die ältere Glocke stammt aus dem Jahre 1288 und ist die älteste Glocke in Nordeuropa. Sie wurde vor Ort gegossen.

Blicken wir über die Pforte zum Langhaus sehen wir einen alten Altar. Er wird wohl der ursprüngliche Altar bis 1609 gewesen sein. Dort sehen wir Jesus am Kreuz und Maria und Johannes.

Betreten wir das Langhaus fallen gleich der filigrane Altar aus dem Jahre 1603 , die Kanzel aus dem Jahre 1596, die Empore im Chor und die Säule, die das Kreuzgratgewölbe der das zweischiffige und vierjochige Gewölbe des Langhauses trägt. Alle Rippen wurden hellblau bemalt. Die Apsis hat ein rechteckiges Kreuzgratgewölbe. Das Langhaus hat rechts ein neugotisches Fenster mit drei kleinen Wappen. Nahe der Empore ist ein schmales gotisches Fenster, in der Mitte die geschlossene Pforte. 
Das Kastengestühl rechts vor dem Chorbogen neben der Kanzel wurde entfernt. Dort steht jetzt der Taufstander mit einer neuen Taufschale. Über der Taufschale sehen wir ein zweiteiliges Bildnis dass zwei musikspielende Engel zeigt. Ein Engel spielt ein gedrehtes Horn der andere Engel spielt eine ungerade Fanfare.
Ein großes Plakat das Wasser und Inseln zeigt, trägt den lateinischen Text " ECO VOBUCUM SUM OMNIBUS DIEBUS " Links fällt ein Wasserstrahl (blauer Strahl) aus einem diskusartigen Objekt über einer weißen Wolke. Links neben dem Chorbogen haben wir etwas besondere. Die runde Bankecke könnte man das Diskussionsecke bezeichnen.
Die Empore im Langhaus geht von links am Chorbogen bis über dem Eingang am Turm. Das Harmonium steht links vor dem Chorbogen und wird im Gottesdienst genutzt.

Vor dem  Chorbogen finden wir eine Malerei, leider kaum erkennbar.

Lernen Sie schauen wenn Sie den Chorraum besuchen und staunen Sie über die Kunst der Meister, die die Kanzel, den Altar und die Chorempore schufen.
Die Kanzel besteht hat einen Kanzelfuß und einen Schalldeckel. 
Schauen wir uns den Kanzelkörper an.  So sehen wir fünf Personen, darunter die Namen: S. Matheus, S. Lucas, Salvador, S. Johannes und S. Marcus, über dem Heiligen S. Salvador die Jahreszahl 1596.
Der Schalldeckel ist separat befestigt. Er trägt folgenden Text: Dat Wort wordt was a Gnade und Godt was dat. (?)
Darüber sind vier Häuschen mit Spitze, die vier Evangelien darstellend.

Wenden wir uns nun der Patronatsempore auf der linken Seite zu, so sehen wir eine wundervolle Holzarbeit. Sie zeigt acht Frauen  und vierzehn Wappen. Darunter stehen die Namen der Patronatsfamilien. Diese Empore wir um 1600 entstanden sein.
Vorne links neben der Malerei unter dem Frauenbild  finden wir 
folgende Texte: links:
Renoviert 1878,1925 und rechts Renoviert im Jahre 1844
H. von Oertzen

Unter den sieben Frauenbildern finden wir zwei Wappen  und die Namen der Patrone. Die Tür zur Empore schmücken zwei Wappen, datiert 1862, die Familien von Oertzen und von Köthen gestaltet worden.
 
Gegenüber befindet sich das Chorfenster. hat im Mittelteil zwei Bildnisse unten die Kreuzigungsszene . Links und rechts stehen Maria und Johannes. Das Bild darüber zeigt die Auferstehung. Links kniend ein betender Engel mit weißen Flügel. Darüber ein zweiter Engel. Jesus hat seine rechte Hand zum Gruß erhoben. Seine Füße stehen auf einer Wolke. Ganz rechts flüchtet stolpernd ein Soldat mit einer Lanze in der rechten Hand. Je zwei runde kleine Fensterbildnisse etwa zehn Zentimeter mit Wappen wurden links und rechts in die rautenartigen Butzescheiben, die durch Bleistege verbunden sind, eingefügt. Im Oberlicht sehen wir ein weitere rundes Fensterbildnis in der Mitte.

Darunter befinden sich zwei offene Logen.

Nehmen wir uns Zeit um den Altar , gestiftet von der Familie von Moltzahn (Maltzahn), aus dem Jahre 1603 zu betrachten. Der Altar hat vier Etagen und zwei Flügel. Auf den Flügel sehen wir die Evangelisten links Mattheus und Marcus und rechts Lucas und Johannes. Die Namen stehen darunter. Weiterhin sind dort drei Wappen angebracht. Das zweite Wappen auf der linken Seite ist leider verloren gegangen.
Ganz unten wird das Abendmahl gezeigt. Darüber die Szene der Geburt Jesus mit Maria und Joseph. Darum mehrere Engel. Links und rechts zwei weitere Szenen übereinander. Zwei mal zwei Säulen umrahmen das Krippenbild. Texte ergänzen diese Ebene.
In der nächsthöheren  Ebene befindet sich die Kreuzigung Jesu.
Links und rechts zwei Bildnisse aus dem Leben Jesu. Ach diese tragen viel Text.
Je zwei Säulen sind jetzt außen.
Ganz oben sehen wir zwei Engel mit Stab. Mittig ist die Auferstehung Jesu mit dem heiligen Geist zu sehen. Über dem Auferstehungsbild wohl einen Engel. 
Oben grenzt ein Stern den Altar ab. Viele Verzierungen sind noch zu betrachten.

 Im Kirchturm hängt älteste Glocke in Mecklenburg aus dem Jahre 1288.
Glocke wurde um 2000 restauriert. 
Zweite Glocke mit Riss, Restaurierung geplant.

Evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Kittendorf, 
Pastorin  Rita Wegner

Dorfstraße 25
17153 Kittendorf
Telefon: 039955/ 20832 o. 0173/ 8583408
Telefax: 039955/ 2 08 32




Außenansicht
Seitenansicht


Ein alter ehemaliger Eingang,
heute darin ein kleines Fenster



Apsisgiebel
mit Kreuz und
dreiteiligem Chorfenster



Alter Altar im Turmraum 


Innenansicht 
Richtung Chorraum


Chorraum

 
Altar


Oberteil 
Altar
   


Rechten Flügel
Evangelisten 
Mattheus und Marcus


Linker Flügel
Evangelisten 
Lucas und Johannes


Mittelteil des Altares
Geburt Jesus Christi

Mittelteil 
Geburt Jesus 

Abendmahlszene von rechts

Abendmahlszene von links

Linke paarige untere Säulen
dazwischen Maria

Maria

Rechts zwischen den Säulen
Maria

Wappen der Familie von
Moltzan über Lucas und Johannes

Kniende Frau links unten

Knierolle vor der Altarschranke

Glasbildnisse im Chorfenster

Fenster im Langhaus

Eingang zur
Chorempore


Chorempore


Restaurierungshinweise
an der Chorempore

Chorempore

Wandbildnis links vor dem Chor

Neugestaltete rechte Seite vor dem Chor

Kanzelkörper
  

Kanzelfigur
 Evangelist Mattheus

Kanzelfigur
Evangelist Lucas
 


Kanzelfigur
Heilige Salvador
Mit Erdkugel und Kreuz

 
Kanzelbilder 
Johannes und Marcus

Schalldecke
  der Kanzel von unten

Engelsfiguren mit Musikinstrumente

Taufständer

Rückseite Taufschale mit Inschrift

Kreuzgratgewölbe im Langhaus

Bankreihen rechts

Blick zur Empore und Mittelsäule

Alter Turmhahn