Kirche Jürgenstorf bei Stavenhagen

 


Außenansicht

Die erste Kirche wurde im 14.Jah. erbaut .Geblieben ist nach dem 30jährigen Krieg nur der Turmunterteil . Die Kirche wurde um 1700. wieder aufgebaut. Im Jahre 2006 ierfolgte eine Restaurierung der fachwerkkirche  mit seinen gotischen Fensternischen auf beiden Seiten.
Der Oberteil des Turmes ist Fachwerk. Bemerkenswert ist das der Oberteil etwas schmaler gehalten ist als der alte Unterteil aus dem 14.Jh. Eine Turmuhr ist vorhanden. Das Uhrwerk steht derzeit im Bereich des Turmes.
Das Langhaus aus Fachwerk steht auf ein Fundament aus Feldsteinen, das zirka 80 cm hoch ist.

Betreten wir die Kirche.
Es spricht sofort der wunderschöne Altar  aus dem 15.Jh. an.
Er besitzt zwei Flügel und einen Mittelteil, der die Kreuzigungsgruppe zeigt. Jesus Kreuzigung ist gegenüber den weiteren Kreuzigungen größer dargestellt.
Die Haltung und die Art der Kreuze ist anders.
Unter der Kreuzigungsgruppe finden wir eine Gruppe von Menschen, 17 Personen, vorne Maria Magdalena, Maria und ein Soldat mit einer Lanze. Die anderen Personen sind unterschiedlich ausgearbeitet.
Links von der Kreuzigung:
Jacobus Minor oben,  Bartholomäus unten,
Linker Flügel: Oben Petrus und Andreas
                          Unten Johannes und Philipus
Rechter Flügel: Oben Thomas und Simon
                              Unten Mathias und Thadeus

Jeder Dargestellte trägt ein weißes Namensfähnchen.
Interessant ist die Rückseite der Flügel. Sicher wurden sie zu Karfreitag wie z.B. in der Kirche Stuer geschlossen. Wir sehen an beiden Flügel Reste einer Bemalung.

Über dem Altar befindet sich eine Dreiergruppe.
Mitte Jesus am Kreuz, links ist es wohl Joseph und rechts Maria.
Diese drei Figuren sind sicher so alt wie der Altar.
Die Altarschranke ist wohl neugotisch und Ende des 19.Jh.
angefügt worden.

Links steht eine weiße Kanzel mit Schalldeckel aus dem Jahre 1718. Die vier Evangelisten werden mit Namen  in einer sehr feinen Bemalung gezeigt. Der Schaldecke zeigt den Strahlenkranz mit Dreieck. Darin befindet sich eine Taube.

Auf der  Seite des Seiteneingangs steht eine weiße Jesusfigur.
Es ist wohl die gleiche Figur wir auf dem Altar in Zahren. Die Gestik ist die Selbe. Daneben steht ein kleines Bild der Kirche in Jürgenstorf.
Die Tür führt zur kleinen Winterkirche im Fachwerkanbau.

Die Logen sind offen.

Vor dem Altar liegt eine Grabplatte.

Das Gestühl ist neugotisch und stammt wie die Altarschranke aus einer Zeit kurz vor 1900.

Betrachten wir uns nochmals den Eingangsbereich im Turm.
Links und rechts haben wir je ein Bild  das verschiedene Formen von Kreuzen darstellt. Über dem Eingang zum Gottesdienstraum
sehen wir auf einem Bild etwa 20 mal 30 cm  einen Engels sitzend und eine Posaune spielen. Der Engel sitzt vor einem Glockenspiel. 

Die Glocken sind über einen separaten Eingang von Außen erreichbar. Der Eingang führt über eine schmale Wendeltreppe zu den beiden mittelalterlichen Glocken. Beide Glocken erhielten 1999 neue Klöppel . Die Glocken werden elektrisch von unten geläutet. Beide Glocken haben mittelalterliche Texte im oberen Bereich. Der Text ist an der großen Glocke zweireihig, die Sprache ist nicht hochdeutsch wahrscheinlich in Latein.
Der Text ist wegen der eigenwilligen Schrift für einen Laien kaum verstehbar. 
Bei der großen Glocke :
Obere Zeile : (Ein kleiner Priester mit Mitra)
... help Got ( verschränkte Bergbauhämmer) ... 
Untere Zeile:  . enoa Cum ... (Kreuz) .... maria ....

In der Mitte steht Jürgenstorf.
Die Beschriftung  wurde im II. Weltkrieg durchgeführt. Beide alte Glocken wurden für Kriegszwecke eingezogen und zum Glück noch nicht eingeschmolzen und kamen nach Jürgenstorf zurück.

Bei der kleinen Glocke:
... vem evin ...
  
Beide Glocken erhielten neue Klöppel und wurden neubefestigt im Glockenstuhl. Die alten Klöppel liegen unten neben dem aus dem Turm entnommenen Uhrwerk.
Im Eingangsbereich des Glockenstuhles haben wir das Datum 14.12.1999 und mehrere Abkürzungen die mit der Installation der Glocken zusammenhängt.

Auf dem Friedhof liegt das Grab von J. F, Schecker. 
Schecker war Gutsverwalter auf Guts Jürgensdorf .
Er diente für Fritz Reuter als Vorlage für das Buch Onkel Bräsing.
Schecker wurde am 20.09.1775 geboren und starb am 18.10.1848 in Jürgenstorf. 

Die Kirche Jürgenstorf gehört zum Pfarramt Stavenhagen.

Kirchgemeinde Stavenhagen
Pastorin Melanie Dango
Ivenacker Straße 11
17153 Stavenhagen
Telefon: 039954-21813

E-Mail: stavenhagen@kirchenkreis-stargard.de



Außenansicht
Eingangsbereich


Chorfenster
außen


Kirchturm


Unterer Teil des Turmes
mit Grabkreuzen


Anbau,
darin befindet sich die Winterkirche


Altar


Mittel Teil des Altares


Linker Flügel


Rechter Flügel


Über dem Altar


Kanzel

Schalldeckel
Kanzel

Mattheus mit Engel

Kanzel 
Marcus mit Löwe

Kanzel
Lucas mit Stier

Kanzel
Johannes mit Adler

Gestühl

Empore

Jesusfigur

Grabplatte der Familie von Hobe

Opferstock

Handmühle

Altartisch mit Kreuz in der
Winterkirche


Kreuzbild rechts im Kirchturm


Kreuzbild links im Kirchturm

Bild über dem Eingang 
im Kirchturm

Große Glocke

Kleine Glocke

Uhrwerk 
und alte Klöppel der Glocken

Blick in den Turm

Grab von  J. F. Schecker

Grab von  J. F. Schecker