Kirche Ivenack bei Stavenhagen

 


Außenansicht
Turmseite

Erste Erwähnung eines Zisterzienserinnen - Kloster 1252,
darauf verweist die Inschrift am Taufständer:
Text : 15.05.1252-1952
aus dem Jahre 1952. Sechs Jahre nach der Reformation wurde im Jahre 1555 das Kloster aufgelöst und ging in Landeseigentum über. Der 30jährige Krieg zerstörte das Kloster vollständig, die Kirche bis auf die Grundmauern.

Über dem Turmportal finden wir links und rechts je einen Kopf.
Das heute Aussehen der Kirche stammt aus dem Jahren 1867-68 und erinnert in seiner Fensterform eher an eine neuromanische als an eine neugotische Kirche..

1709 ging u.a. das Dorf Ivenack in den Besitz von Geheimrat  Ernst Christoph von Koppelow. Der Epitaph auf der linken Seite erinnert an von Koppelow und wurde von H. J. Bulle geschaffen.

Gehen wir die Treppe hinauf finden wir links eine große Empore
mit Wappen und Fensterverkleidung für die Familie von Plessen. Über der Empore  das Wappen. Die Empore hat viele Ornamente und erinnert an den Rokokostil. Die Empore lies Harald von Plessen aus Anlass seiner Ernennung zum Reichsgrafen 1740 bauen.

Die Kirche wurde auf den verbliebenen Grundmauern errichtet, der Einbau der Flachdecke erfolgt etwa 1709. Der Turm könnte auch aus dieser Zeit stammen. Die Fenster wurden unter  von Plessen eingebaut.  Von Plessen führte um 1752 eine größere Renovierung der Kirche durch. Die Sakristei und Gruft könnten ebenfalls aus dieser Zeit stammen. Die Gruft wurde 1932 geschlossen. Daran erinnert die Sammlung der Sargbeschläge über der Nordtür.
Der Text  an der Grufttafel: GRUFT WURDE GESCHLOSSEN 13.9.1932
In der Sakristei/ Gruft finden wir zwei Wappen.
1761 kam das Dorf Ivenack in den Besitz der Familie Helmut Burckhard Hartwig von Maltzahn. Die Familie von Koppelow,
die zweite Ehe seiner Frau mit von Plessen blieben kinderlos.
So erbte Neffe Burckhard von Maltzahn Ivenack. Sie besaßen Ivenack bis 1945. Der Neffe übernahm den Namen von Plessen.

Der Altar mit Altarschranke stammen aus der Zeit um 1752. Die farbige Altarschranke ziert mit vier Wappen den Altar und ist ein schönes Kleinod am Altar .
Das Altarbild zeigt Jesus betend am Ölberg. Das Bild schuf 1869 Franz August Schubert aus Berlin. Zu dieser Zeit kamen über dem Altarbild die Weinrebe und die beiden weiblichen Engel mit Flügel hinzu.
Hinter dem Altar befinden sich drei Fenster. das mittlere Fenster zeigt oben zwei Ähren, zwei Kleeblätter  und zwei Weintrauben. die Ecken zwei Kleeblätter. Alle Fenster haben Buntglaseinlagen.

An der Südseite steht die sehr interessante Kanzel.
Die Kanzel hat einen Schalldeckel ohne Kanzelfuß. Eine Tür verschließt die Treppe zur Kanzel. Viele Texte verzieren die Kanzel. Die Kanzel wurde erstmals 1716 unter dem
Pastor Franz Joachim Schultze restauriert.

Neben der Kanzel finden wird ein Kriegerdenkmal für den ersten Weltkrieg. Es wurde von vom Bildhauer Fritz Behn aus München  in den zwanziger Jahren geschaffen. Daneben hängt eine Tafel des Krieges um 1815.

Die Orgelempore zieren 16 Bilder aus dem 18.Jh.
Oben befindet sich eine klassizistische Orgel, die wahrscheinlich unter Mitwirkung von Joachim Trumpf (1687-1769) erbaut wurde. Dies ist leider nicht gesichert. Joachim Trumpf baute u.a. das größte Fernrohr zu dieser Zeit. Wahrscheinlich erlernte er auch das Handwerk des Orgelbauer.  das Trumpf der Orgelbaumeiter war. Diese Orgel ist leider seit 1945 defekt.

Die älteste Glocke  stammt aus dem Jahre 1555.
Weitere Glocken sind vorhanden.

Die Nordtür stammt vom Malchiner Tischlermeister Bremer und wurde 1907 aus Anlass der Goldenen Hochzeit
des Grafen Adolf von Plessen und Frau für den 28.August 1907 geschaffen.
Der Text lautet:
Tür vom 28.Aug. 1907 Die Gemeinde Der Grafschaft
Darunter zwei Wappen, das rechte Wappen  von Maltzahn,
das linke trägt ein Kreuz.



Links vor dem Nordeingang steht einsam ein Eisentor.
Hier befand sich bis 1780 der Friedhof.
Neben dem Eingang sehen wir mehrere alte Grabsteine.

Von 1996 bis 2004 wurde die Renovierung der Kirche von der Stiftung  für Denkmalschutz und der
Helmut und Eva Blümener - Stiftung mit 420000 Euro gefördert.
Am 22. August 2004 feiert die Gemeinde gemeinsam mit Landesbischof Hermann Beste die erfolgreiche Renovierung
der Kirche.
Die Renovierung der Orgel ist noch notwendig. Es wird um Spenden gebeten. Derzeit ist die Kirche täglich von 10-18 Uhr geöffnet.


Die Zuordnung der Kirche Ivenack  zu einer Pfarrgemeinde wurde neu geregelt. Weitere Informationen sind noch nicht bekannt.

Die Gemeine Ivenack gehört zum Pfarramt Ivenack.

Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Ivenack
ab 15.08.2011

Eckhard Gebser

17153 Ivenack


E-Mail: ivenack@kirchenkreis-stargard.de



Kirchturm


Chorseite


Seiteneingang


Innenansicht


Altar mit Altarschranke


Altarbild


Kanzel mit Eingang


Kanzel mit Schalldeckel


Epitaph


Taufständer
 aus dem Jahre 1952

Orgel mit Empore

Bilder an der Empore

Bilder an der Empore

Bilder an der Empore

Orgel


Seitenempore und Patronatsloge


Patronatsloge
oben Wappen


Nordtür, darüber
Sargbeschläge der Patronatsfamilie


Sargbeschläge

Stab

Gedenktafel 1808-1815


Tafel der im
1. Weltkrieg gefallenen


Nordeingang 


Grabplatte


EIngang Sakristei

Wappen im Nordeingang


Wappen in der Sakristei

Altes Friedhofstor