Kirche Salow bei Friedland/Mecklenburg / Gemeinde Datzetal

 


Kirche Nordseite mit Eingang

Die Salower Feldsteinkirche heute ohne Turm wurde um 1300 erbaut. Die Kirche hat einen etwas schmaleren rechteckigen Choranbau mit ziegelgedeckten einseitigen Walmdach. Das Langhaus ist ebenfalls ziegelgedeckt. und hat heute auf der Westseite zwei herausgezogene pultartige ziegelgedeckte Schallluken. Auf dieser Seite sehen wir ein Kreuz , darunter die Kugel mit Zeitungen und Geld der Zeit.
Die Kirche hatte einen Kirchturm aus dem 18.Jahrhundert der 1968 wegen Baufälligkeit abgerissen wurde. Auf einem Foto sehen wir im Foyer ein Foto das den Fachwerkkirchturm zeigt. Ein Verein möchte das die Kirche wieder einen Fachwerkkirchturm erhält.

Betreten wir nun die Kirche. Markant ist der Altar und die Kanzel mit dem Schalldeckel. Wir befinden uns vollkommen im Rokoko dem Spätbarock. Alles ist verspielt mit goldenen Roccaien. der Chorraum hat ein Kreuzgratgewölbe. Die Grate wurden farbig bemalt.
Der Altar mit Altarschranke wurde im 18.Jh. gebaut. Auf der Rückseite steht eine Inschrift aus dem Jahre 1776, die besagt das der Maler Häbert das Altarbild schuf. Eine zweite Inschrift aus dem Jahre 1981 verweist auf Renovierungsarbeiten.

Das Altarbild zeigt die Geschichte im Gethsemane - Garten. Ein Engel reicht den knienden Jesus den Kelch des bevorstehenden Leidens. Weitere kleine Engelsköpfe sind zu sehen. Das Altarbild wurde mittels einem goldenen, teilweise roccaienartigen Band umrahmt. Im oberen Bereich des Altares sehen wir einen goldenen Strahlenkranz. Weitere vergoldete Roccaien verzieren den Oberteil des Altares.

Links neben dem Chorbogen steht die Kanzel mit Schalldeckel aus dem Jahre 1775. Die Kanzel ist senkrecht mit vielen vergoldeten Roccaien auf weißen Grund verziert. Eine Putte verziert den Kanzelkörper. Der Schalldeckel hat unten eine goldenen Sonne. Das Verbindungsbrett zwischen Kanzelkörper und Schalldeckel hat eine torartige goldenen mit Roccaien verzierte Bemalung. Die Kanzel ist mit einem bläulichen Vorhang umrahmt. Oben links und rechts hat der gemalte Vorhang eine gänseblumenartige runde Brosche. Bommel verzieren den Vorhang.

Auf der anderen Seite stehen im Chorraum eine Pieta wohl aus dem 15.Jahrhundert und die wohlklingende Schuke-Orgel aus der Zeit
nach 1960.
Diese Orgel baute Ernst Sauer,
der Vater von Wilhelm Sauer,  im August 1840. Eine kleine Bleistiftnotiz erinnert. daran. Ernst Sauer begann den Orgelbau als Autodidakt. Leider befindet sich die Orgel in einem schlechten Zustand, viele Orgelpfeifen fehlen und  Teile sind defekt.
Die Orgel ist in einem schlechten Zustand und es gehört zu den nächsten Aufgaben der Gemeinde diese Orgel zu restaurieren. Am Bogen der Empore sehen wir das Wappen der Familie von Oertzen, die wohl den Umbau der Kirche im 18.Jahrhundert finanzierte. 

Der Besucherraum hat eine hölzerne weiße Tonnendecke. 

Die Fenster der Kirche sind rundbogenartig. Das Fensterkreuz besteht aus zwei waagerechte und drei senkrechte Felder. Jedes Feld ist mit kleinen quadratischen Scheiben gefüllt, die mit Bleistege verbunden sind.



Vereinigte Kirchgemeinde Stankt Marien Friedland/ Mecklenburg
Pfarre II Kirchgemeinde Schwanbeck

Vakant

Friedländer Straße 26 
17099 Schwanbeck

Tel. 03969-510360
Fax: 03969-5569803


Homepage: www.st.marien-friedland.de 


Ansicht Südseite


Langhausgiebel


Turmseite, wo der Turm fehlt


Fenster


Innenansicht


Altar Barock mit Schranke

 


Altarbild

 


Altar Oberteil

Rückseite
 


Dank für Arbeiten


Kanzel mit Schalldeckel


Kanzel
 


Detail 


Schalldeckel
 


Kleine Schuke-Orgel


Pieta


Innenansicht


Innenansicht zur Empore

Orgel auf der Empore


Kämpfer an der Empore


Fenster 


Decke


Plakat zur Wiederherstellung
des Kirchturmes