Kirche Roga bei Friedland/Mecklenburg / Gemeinde Datzetal

 


Eingang zum Friedhof mit Mauer

Erstmals wurde Roga urkundlich im Jahre 1366 erwähnt.

Die  Kirche aus der Zeit im 1300 steht auf dem Friedhof, der durch eine gemauerte Feldsteinmauer umgeben ist . Der große Eingang  ais dem Jahre 1846 im Osten wurde aus Ziegel gemauert und hat ein vierstufiges Tor mit zwei kleinen Toren links und rechts. Die mittlere hohe Stufe hat eine Spitzbogenblende. Die beeiden Seiteneingänge wurden zu 2/3-tel zugemauert. Auf der Spitze sehen wir ein Kreuz. 
Weiterhin befindet sich an der Straße ein kleiner Eingang aus dem selben Zeitraum. 
Nehmen wir den großen Eingang so sehen wir zuerst den Chorgiebel mit den drei schmalen tiefen Spitzbogenfenstern. Diese Fenster erinnern an den Übergang von der Romanik zur Gotik, schon Spitzbogenfenster aber noch die tiefen Fenster der Romanik. Der Rahmen des Fensters wird durch vier Streben gestützt. Die Fenster sind durch kleine rautenartige Butzescheiben verbunden. Es gibt nur klare Scheiben, die durch Bleistege verbunden sind. Das mittlere Fenster befindet sich etwa einen Meter höher als die beiden Nachbarfenster.  Der Giebel hat fünf kleine mit Ziegel gemauerte Türmchen. Der Giebel ist oben weiß gestrichen. Mittig sehen wir ein kleines Spitzbogenfenster. 
An der Südseite des Chorhauses sehen wir eine Sakristei, die mit Feldsteinen errichtet wurde. Das Satteldach ist mit roten Dachziegel wie fast die gesamte Kirche neu gedeckt. der Anbau hat ein schlichtes  rundbogenartiges kleines Fenster. Das Fenster ist durch ein stabiles Metallkreuz geschlossen. Eine Tür und ein Rundbogenfenster  knapp unter dem Dach wurde geschlossen.  Am südlichen Anbau haben wir links und rechts ein kleines spitzbogenartiges Fenster, das eine gemauerte Ziegelrahmung hat.
Auf der Nordseite haben wir am Chorhaus einen kleinen pultartigen Anbau aus Feldsteinen. Die Fenster des Chorhauses haben den gleichen Aufbau wie die drei Giebelfenster.  
Blicken wir über das Chorhaus so sehen wir am  mit Ziegel gemauerten Giebel des Kirchenschiffes von unten nach oben ein zweiteiliges Spitzbogenfenster mit gemeinsamen Spitzbogenrahmen. Beide Fenster sind mit kleinen rautenartige Butzescheiben gefüllt. Darüber befindet sich im großen Rahmen eine Rundblende zwischen den Fenstern. Zwischen zwei kleinen Türmchen sehen wir an das Dach angepasst drei Spitzbogenblenden, die in gleicher Höhe beginnen.  Hinter dem nächsten  Türmchen sehen wir eine weitere Spitzbogenblende, die nun höher beginnt. An der Spitze des Daches haben wir am Giebel drei Türmchen. Das mittlere Türmchen hat eine Spitzbogenblende und ist stärker ausgeführt als die beiden Türmchen zur rechten und linken Seite.
Der Giebel des Langhauses hat fünf Türmchen. Nur der achteckige Turm ist direkt mit dem Giebel  verbunden. 

Gehen wir weiter auf der Südseite so sehen wir das das Langhaus rundbogenartige Fenster hat, die wesentlich breiter als die Chorfenster sind. Die Fenster bestehen aus sechs quadratische klare Scheiben. Das Fenster hat senkrecht drei Scheiben und waagerecht zwei Scheiben 
Wir haben im Langhaus auf jeder Seite drei Fenster.

Der Kirchturm  im romanischen Stil aus dem Jahre 1836 steht auf einem fast quadratischen Würfel aus Feldsteinen. Über dem Feldsteinquader sehen wir einen rechteckigen Ziegelwürfel als einen Untersatz, der den achteckigen Turm trägt. Betrachten wir nun den Turm von unten nach oben. Ein einsames rechteckige Fenster sehen wir fast neben dem Giebel des Langhauses etwa in acht Meter Höhe. Ein weiteres Fenster sehen wir etwa in gleicher Höhe in der Fläche über dem Spitzbogeneingang im Turm. Dann sehen  wir auf sechs der acht Turmflächen je zwei rundbogenartige Schallluken mit Jalousien . Unter der Teilung  des Turmes die mit einem Zickzackband markiert ist, sehen wir auf drei Flächen quadratische Bretter, vielleicht Reste von Turmuhren oder Sonnenuhren.
Zwischen dem Zickzackband und dem Dach des Turmes sehen wir in den acht Feldern je drei Blenden. Bei genauerem Hinsehen erkennen wir das die mittlere Blende keine Blende ist sondern eine Tür. Ein Rundbogenband um den Kirchturm dient als oberer Abschluss des mit roten Ziegel gemauerten Turmes. Das schiefergedeckte Dach ist achteckig, beginnt erst leicht als Zeltdach anzusteigen, dann steigt es steil in eine etwa fünf Meter hohe Spitze an. Auf der Spitze sehen wir eine Kugel und einen goldenen Hahn. Flächen , die durch die Struktur dieses Turmes am Fuß des Turmes entstehen, wurden als Dach mit roten Ziegel gestaltet. Dies gilt besonders für den Übergang zwischen Feldsteinsockel und achteckigen Ziegelturm. Die spitzbogenartigen Pforte aus dem Jahre 1846 wurde mit den gleichen roten Ziegel wir der Turm gemauert.
Ein kurzes Zickzackband verziert über der Pforte den Turmfuß.
Nun stehen wir vor dem Eingang . Gehen wir hinein. So sehen wir zuerst zwei lichtdurchflutete Räume mit einem neugotischen Dach ohne Zwischendecke.
Fern im Chorraum sehen wir einen Altar aus der Renecaince, etwa um 1600. Dieser Altar erinnert , wenn Sie die Kirche Kittendorf kennen, an diesen Altar. Unter einem großen Chorgiegel der den Chorraum abtrennt sehen wir einen kleinen zusätzlichen Tisch mit einem Kreuz und Leuchter mit Kerzen,
Der Pastor mpöchte nah bei seinen Menschen sein. Gehen wir nun zum Altar . Von unten nach oben sehen wir das Abendmahl in einem Bogen, darüber die Kreuzigung  von Jesus Christus. Maria und Johannes stehen zur Seite. daneben steht hinter einer Säule rechts Paulus mit dem Schwert und links Petrus mit dem Schlüssel.
Ganz oben sehen wir wir Jesus in den Himmel aufsteigt. Neben dem Altar steht rechts eine Grabplatte mit einem Hahn, an die Familie Hahn erinnert , links eine Grabplatte mit zwei Personenbildnisse. Teile der Chorwände wurde freigelegt und zeigen Reste eines Freskos. Rechts vom Chorbogen steht ein bespielbares Harmonium. Über dem Harmonium sehen wir eine weitere Freskofreilegung. 
Die Empore zeigt in 14 Bildern die Geschichte von Adam und Eva  bis zur Kreuzigung Jesus Christus.
Unter der Empore haben wir ein Lager mit Teilen der Kirche. Links neben den schlichten Bänken sehen wir Teile  aus der Kirche, die hoffentlich bald ihren Platz finden.


Vereinigte Kirchgemeinde Sankt Marien Friedland / Mecklenburg

Pastorin Ruthild Pell-John
Müjhlenstraße 89
17098 Friedland

Tel. 039601-20480


Homepage: www.st.marien-friedland.de 


Liegt auf dem Pilgerweg !


Ansicht Chorgiebel


Chorgiebel - Sakristei


Kirchturm südliche Ansicht


Kirchturm


Nordseite


Innenansicht


Kleiner Altar am Chorbogen


Altar

Unteres Bild
Abendmahl
 


Mittleres Hauptbild
Kreuzigung Jesus Christus
Rechts Maria , links Johannes


Oberes Bild
Auferstehung Jesus Christus


Paulus mit Schwert
 


Grabplatte rechts
mit Hahn


Figur Petrus mit Schlüssel
 


Grabplatte links
mit zwei Personenbildnisse


Freilegung im Chorraum


Kleiner Altar


Harmonium

Freigelegte Bemalung über dem Harmonium


Rundbogenfenster im Langhaus


Empore und Decke


Empore linke Seite


Empore mittlere Teil


Empore  Teil rechts

Neugotische Decke


Bankreihen


Figurengruppe

Teile wohl einer Empore


Teile wohl einer Empore


Teile wohl einer Empore


Archiv von Teilen der Kirche


Archiv von Teilen der Kirche

Gottesdienst zum Abschluß der Restaurierungsarbeiten der Kirche Roga am 15.07.2017
Mit dem Gottesdienst fand die Restaurierung der Kirche in Roga ihren vorläufigen Abschluß.
Die Kirche erhielt bisher ein neues Dach einschließlich der sichtbaren Dachträger.
Vor dem Eingang steht nun eine alte steinerne Taufe.

Die beiden Steinepitaphe im Chorraum erhielten wieder ihren Platz.
Rechts hängt ein Epitah aus dem Jahre 1659 mit den markanten vier knienden Personen.
Es wird sich wohl um die Stifter des Epitaphes handeln.
Links hängt ein steinerner Epitah aus dem Jahre 1609.

Linker Epitaph: Links und rechts kniend  ein Mann und eine Frau in guter Kleidung.
Hierbei handelt es sich wohl um die Patronatsfamilie dieser Kirche und Stifter des Epitahes.
in der Mitte halten zwei Engel die blaue Erdkugel.
unter den Figuren sehen wir eine Reihe von Wappen.
Zwischen vier Säulen  in einem Rundbogen sind kaum erkennbare Figuren vorhanden.
Links und rechts sehen wir je eine Tafel mit Inschriften.
Oben sehen wir zwei Engel über einem Rundbogen.
Weitere Figuren sind kaum erkennbar.

Links neben dem Chorbogen hängt ein holzerne Epitaph.
Das Mittelbild zeigt einen weiblichen Engel und wohl Maria.
Maria erfährt die Botschaft das sie Gottessohn gebären wird.
Unten sehen wir vier Personen kniend links die männliche,
rechts die weiblichen Personen in schwarz.

Rechts steht die restaurierte Kanzel mit Schalldeckel.
Beim genauen Betrachten erkennen wir welche Teile ergänzt wurden.


Die Empoe hat 14 Bilder. Leider sind viele Szenen schlecht erkennbar. Schön wäre eine Reinigung der Bilder.
Die Bilder zeigen Szenen von der Geburt Adam, über die Kreuzigung von Jesus bis  zur Bundeslade.


Der Pastor  dankte allen für die Hilfe bei der Restaurierung der Kirche,
insbesondere der frühreren Patronatsfamilie von Hahn.
Nach dem Gottesdienst gang es von den Kindern ein Spiel .
Abschließend wurde gemeinsam Kaffee und Kuchen gegessen.

Eingang mit Kreuz und Inschrift

Inschrift über dem Eingang

Kirche vom Chorgiebel gesehen

Kirchturm

Steinerne Taufe

Innenansicht
,
Chorraum
mit Altar und Epitaphe

Unten in der Nische
Das Abendmahl

Hauptbild
Kreuzigunsszene

Oberes Bild
Auferstehung

Rechter großer Epitaph
mit vier Figuren

Jesus am Kreuz mit
Inschrift

Männliche Personen
links kniend

Weibliche Personen
rechts kniend

Untere
Inschrift

Linker Epitaph

Epitaph

Oberer Teil des Epitaphes

Linke Inschrift

Kleiner hölzerne Epitaph

Mittelbild Maria erfährt vom Engel
die frohe Botschaft

Kniende männliche Patrone

Kniende weibliche Patrone

Barocke Kanzel
mit Schalldeckel

Evangelist Mattheus

Evbangelist Marcus

Evangeist Lucas

Evangelist Johannes

Schallkörper und Zwischenbrett

Schalldeckel mit Sternenhimmel

Am Fuß des Kanzelkörpers

Treppe der Kanzel

Detail an der Treppe

Decke des Chorraumes

Reste einer Bemalung neben der Kanzel

Blick zur Empore

Empore mit14 Bilder Altes Testament

Bilder an der Empore

Bild Erschaffung Adam

Bild Opferung Isaks

Bild Traum Jacobs

Bild

Bild
Bundeslade

Decke Langhaus

Gedenktafel 1870-71
Frankreich

Gottesdienst zur Beendigung der Restaurierungsarbeiten