Kirche Leppin / Gemeinde Lindetal

 


Außenansicht - Turmseite

Die Feldsteinkirche wurde ursprünglichals gotischer Feldsteinbau ohne Turm
im 13. Jahrhundert errichtet.  Zu sehen ist dies an den spitzbogenartigen Blenden
im oberen Teil des Chorgiebels.

Die Kirche brannte 1755 beim Großbrand , der alle Gebäude des Ortes Leppin zerstörte, aus.
Die rundbogenartigen Fenster mit den runden Butzescheiben , Seitenfenster des Langhauses und die farbigen Chorfenster wurden in dieser Zeit eingebaut.

Auf der Nordseite wurde eine Sakristei aus geschlagenen Feldsteinen angefügt, die heute als Winterkirche genutzt wird.
Ein Jesuskopf aus der Zeit um 1900 ziert den südlichen Anbau. Gleiche Porzellanteller mit dem Jesuskopf wurden auch an andere Kirchen wie z.B. Peckatel angebracht. Sie wurden von fliegenden Händlern zu dieser Zeit verkauft. 

Der Turmanbau erfolgte 1843 unter Leitung des Hofbaumeisters
Baurat Buttel, der auch die Holzkirche in Alt Gaarz bei Rechlin schuf. Der Unterteil des Kirchturmes besteht aus Feldsteinen. 
Links und rechts vom  Turm haben wir in etwa 6m Höhe links und rechts ein aufgesetztes quadratisches aus roten Ziegel bestehendes Haus. Jedes der beiden Häuser hat je vier mit Holzfenster geschlossene Schallluken Zwei Doppel-Schalluken befinden sich auf der Breiten Süd- bzw. Nordseite. Zwei einzelne schmale Schallluken sehen wir auf der West-  bzw. Ostseite. Auf diesen Dächern sehen wir einen Umgang aus Metall, der durch fünf keine gemauerte  mit Spitzen  versehenen Pfeiler gehalten wird. Eine Rundbogentür ermöglicht das Betreten vom Turm aus. Der gesamte mit roten Ziegel gemauerte Mittelteil des Turmes wurde noch etwa 20 cm  weiter herausgezogen.
Die Rundbogenpforte hat zwei runde Bögen in der Farbe weiß.
Die dunkle zweiteilige Tür hat ein Rundbogen-Oberlicht. Das Oberlicht ist wie eine geschnittene Torte in Segmente unterteilt.
Der Feldsteinteil und die beiden aufgesetzten Hauser werden durch Zick-Zack-Bänder begrenzt. Über der Pforte begrenzt ebenfalls ein Band die Fläche. Die Verbindung zum unteren Mittelteil des Turmes ist glatt und abgesetzt. 
Der Mittelteil hat eine passende hölzerne zweiteilige Schallluke
zu den anderen Schallluken der aufgesetzten Häuser.
Darüber haben wir ein rundes Fenster Darüber sehen wir als obere Abgrenzung der leicht eingesenkten Fläche wieder ein Zick-Zack-Band. Dies gilt für alle drei Seiten dieses Turmteiles. Im oberen Mittelteil des Turmes haben wir zwei verbretterte Rundbogenfenster. Alle Fenster haben einen kleinen Schutz über den Fenstern. Fenster und Blenden wurden leicht hervorgezogen. Die Seiten zeigen nur zwei gemauerte Blenden in gleicher Form wie die Fenster. Darüber haben wir auf drei Seiten das Zifferblatt einer funktionieren den Turmuhr. Die Turmuhr wurde im Jahr 1998 restauriert. An der Turmuhr steht "Anno 1998".
Die Familie  Scheidt förderte dabei umfangreich die Restaurierung des Turmes und der Uhr.
Auch diese Flächen wurden leicht eingezogen und sind oben mit einem Zick-Zack-Band verziert. Darauf ist dann der Kirchturm aufgesetzt.
Die Turmspitze wird durch eine Balustrade umrahmt.
Zehn Pfeiler ebenfalls mit Spitzen umrahmen den Kirchturm,
Größe etwa 1m mal 30 cm, umrahmen den Kirchturm. Zwei Metallrohre verbinden die Pfeiler. Die Turmspitze ist langgezogen, sie trägt ein Kreuz.
Der Kirchturm wurde laut der Tafel an der Pforte, für die jeder Besucher dankbar ist, 1993 saniert. Die Turmsanierung wurde mit 90000 DM Landesmittel gefördert.

Die Kirche hat nach Ergänzung der Glocken seit2008 nun drei Glocken.

Betreten wir nun die Kirche durch den südlichen Anbau , so fällt sofort der Altarraum mir seiner gardinenartigen Bemalung, den beiden rundbogenartigen Fenster mit den Buntglasmotiven und der leicht erhöhte Altar auf.

Der Altat hat eine Altarschrianke , eine Schmiedeeisenarbeit mit hölzernem Handlauf mit barocken Elenten des 18.Jh. also nach 1755 dem Jahr des Großbrandes.
Der Altar hat in der Mitte zwei Bilder das untere kleine Bild zeigt
die Geburt Jesus Christus im Stall und darüber die  als  großes Hauptbild.
Im linken Feld sehen wir das Zeichen "Alpha", im rechten Feld sehen wir das Zeichen "Omega" . Ergänzt wird durch Weinrebenmotiven auf den Flügeln.
Darüber sehen wir im Dreieck zwei geschwungene offene  Kreuze.
Links und rechts sehen wir einen kleinen Turm.

Links steht eine Kanzel ohne Schalldeckel mit den Motiven der Evangelisten.
Passend zum Altar wurde mit Weinrebenmotiven die Kanzel ergänzt.
Die Kanzel steht mit vier verbundenen Füßen (Rechteck)
auf einem gemauerten Podest.
Neben der Kanzel steht der Taufständer mit dem hölzernen
sehr markanten Deckel.
Auf der rechten Seite befindet sich die Patronatsloge mit  sieben Stühlen.
Das Gestühl ist schlicht.

Auf  der Empore steht ein Buchholz-Orgel aus dem Jahre 1853 ,
die im Jahr 2008 restauriert wurde.
Am Zugang zur Empore links sehen wir die Reste der ursprünglichen
Belüftung der Orgel. Heute erhaltendie Pfeifen per Motor diem Luft, früher mussten die Stangen der Blasebälge getreten werden.  Funktionieren tut die Technik noch heute.

Die Decke ist fast schwarz. Sie wurde nach dem Brand  1755 eingebaut .
An der Decke hängt ein gusseiserne Kerzenchronleuchter
mit mindestens 12 Kerzen.
Alle Fenster haben eine interessante Bemalung .
Unterhalb der Decke läuft ein Band mit Blumenblätter.

Rechts neben der Pratonatsloge befindet sich  der Eingang zur Sakristei.
Über diesem Eingang steht der segnende Jesus in einer kleinen Nische.
Die Winterkirche wird eingerichtet.

Besonderen Dank bei der Restaurierung der Kirche gilt der Familie Georigine und Michael Scheidt, die die Erneuerung der Kirche umfangreich unterstützen.

Die Kirche wurde 1972 innen saniert.  

Evangelisch Lutherische Kirchgemeinde Alt Käbelich-Warlin

Pastor Thomas Moll ab 01.05.2013

Pfarrweg 1

17349 Alt Käbelich / Lindetal

 

Tel. u. Fax: 03966-210354

Mail: alt-kaebelich-warlin@elkm.de

Homepage: 
www.kirche-alt-kaebelich-warlin.de


Außenansicht Kirchturm
Anbau Südseite


Kirchturm von
Hofbaumeister Buttel


Eingang Kirchturm


Außenansicht Südseite


Rundbogenfenster
Langhaus


Chorseite mit Sakristei
 


Kirchturm

Turmuhr

Chorfenster

Chorfenster

Chorgiebel mit
spitzbogenartigen Blenden

Grabplatte

Südseite

Eingang


Jesuskopf


Innenansicht

Chorraum

Altar mit Schranke

Altar Mittelteil

Linker Flügel mit "Alpha"

Rerchter Flügel mit"Omega"

Altar Oberteil

Chorfenster

Loge mit 7 Stühlen

Kanzel und Taufe

Kanzelkörper

Detail

Stier für den
Evangelisten Lucas

Taufe mit Deckel

Gedenktafel von Oertzen

Blick zur Empore

Gestühl rechts

Gestühl links

Langhausfenster

Gedenktafel

Wandbemalung

Buchholz-Orgel

Handbedienung zur Belüftung
der Orgel

Kerzenkronleuchter

Decke und Orgel

Winterkirche

Altar in der WInterkirche