Kirche Göhren / Mühlenstadt Woldegk

 


Kirche mit Zugang

Die Kirche in Göhren stammt aus dem 15 Jh. und wurde aus geschlagenen Feldsteinen errichtet. Patron der Göhrener Kirche war die Familie von Schwerin. Ihre Gruft befindet sich hinter der Kirche unterhalb
des Chorgiebels . Bekanntestes Mitglied war Ulrich Wilhelm Graf von Schwerin, der aktiv  Widerstand  gegen Hiltler leistete  und dem Kreisauer Kreis nahe stand. Er stand 1944 von dem Freislerschen Gerichtshof und wurde zum Tode verurteilt und 1944 hingerichtet.
Die Kirche hat auf der Westseite einen kleinen Anbau mit Kreuz, der als Eingang dient.
Auf der Nord- und Südseite haben wir drei Rundbogenfenster.
Sehr interessant ist die östliche Chorseite über der Gruft der Familie von Schwerin. Auffallend ist der kleine weißgestrichene Raum .
Im Mittelteil sehen wir ein Kreuz. Das Kreuz hat oben, links und rechts als Abschluß je einen Dreipass. Nach unten ist der langgezogene Balken ohne Zierde.  Das Kreuz befindet sich in einer Spitzbogenblende. Die Blenden links und rechts sind rechteckig. Der Bereich ist scheinbar 50 cm  von der Außenwand wie ein geschlossenes Rundbogentor nach innen gesetzt.
Dieser untere Bereich um das Kreuz wurde aus Feldsteinen gemauert.

Darüber haben wir einen mit Ziegel gemauerten Staffelgiebel.
Wir sehen am Giebel 5 Gruppen von mehr oder weniger rechteckige Blenden Die Blendenlänge ist dem Giebeldreieck angepasst. Die beiden äußeren Blenden links und rechts sind zweiteilig. Die mittlere Blende ist jedoch dreiteilig. Die mittlere der dreiteiligen Blende hat als einzige eine Spitze. Weiterhin sehen wir im unteren Bereich kleine Kreuze und Muster.
Diese vielleicht später angefügte Apsis ist etwa 1m breit und 
der Nord- und Südseite ein kleines Fenster mit einem Buntglasteil.
Wurde dieser Giebel vielleicht nachträglich angefügt oder umfangreich
verändert ? Wir sehen hinter der Apsis einen weiteren Giebel mit Resten eines Stafelgiebels. Auch hier gibt es die kleinen rechteckigen Blenden aber zusätzliche Rundblenden. Dieser große Giebel trägt das große Kreuz.
Auf der südlichen Seite sehen wir eine geschlossene Spitzbogenpforte mit drei Bögen.

Der Glockenstuhl mit den zwei leicht verzierten
Glocken ohne Text  steht etwas abseits.
Die etwas kleinere Glocke trägt zusätzlich "Göhren" auf der Glocke.
Diese Glocke war schon in Hamburg auf dem Glockenfriedhof und sollte im II.Weltkrieg für Kanonen eingeschmolzen werden.

Betreten wir nun die Kirche , so steht rechts ein alter durchgebrochener Grabstein.
Die Ausstattung ist einheitlich dunkel und schlicht.
Im Chorraum befindet sich links die Pastorenloge  mit der einfachen Kanzel, die mit der Loge verbunden ist. Zugang ist über den separaten Raum rechts. Außerdem können wir auf neun Schildern acht Namen lesen. Es handelt es sich um Namen von Pastoren, die eine bestimmte Zeit hier gearbeitet haben, denn es stehen Jahreszahlen für einen Arbeitszeitraum darunter.
Links sehen wir die Loge der Familie von Schwerin.
Dort sehen wir mindistens 12 Wappen.
An der Wand hängt die Gedenktafel für Ulrich-Wilhelm Graf von Schwerin und Schwanenfeld geboren am 21.12.1902
hingerichtet in Plötzensee am 08.09.1944.
In der Chornische steht der Altartisch mit einem großen Kreuz. An der Wand sehen wir einen segnenden wohl restaurierten Jesus Christus.
Links und rechts und unter dem Bild sehen wir auf dunklen Grund Texte aus der Bibel.
Auf der Empore steht eine seltene Wittigorgel (Berin) aus dem Jahre 1860.
Die Orgel wurde  im Jahr 2004 durch die Firma W. Sauer aus Frankfurt/oder restauriert. Hinter der Orgel sehen wir zwei Griffe mit Seil zu 2 Glocken.
Dann müßte diese Kirche vier Glocken haben ? !
Links   an der Wand sehen wir eine hölzerne Figur einer Heiligen,
gegenüber rechts  Maria mit dem Jesuskind . Beide Figuren könnten von einem alten Altar stammen. Weiterhin gibt es zwei kleine Stuckteller,
etwa 15 cm groß, die Engelsköpfe mit Flügel zeigen.
Interessant sind die rundbogenartigen Fenster  mit den Wappen der Familie von Schwerin. bei dieser Kiche kann ruhig von einer Saalkirche gesprochen werden, denn die Kirche ist sehr hoch. An der Decke sehen wir große Stuckkreise , die durch Linien verbunden sind.


Pastorin Manuela Markowsky

Anschrift: Goldberg 1, 17348 Woldegk

Tel.:/Fax: 03963 210326

Homepage der Kirchengemeinde: www.ev-kirche-woldegk.de

Homepage Kirche-MV: Sankt Petrikirche Woldegk

E-Mail: woldegk@elkm.de


Kirche


Fenstergruppe nördliche Seite


Kreuz an der Kirche


Apsis


Beide Chorgiebel mit Kreuz


Choranbau


Kreuz auf dem großen Giebel

Stufengiebel kleiner Giebel 


Kreuz  im Choranbau


Kirche von Süden


Fenster am Choranbau


Rundbogenartige Fenster


Geschlossener Eingang


Kirche seitlich


Glockenstuhl mit 2 Glocken

Stahlglocken im Glockenstuhl

Glocke

Glocke

Glockenstuhl und Kirche

Eingang

Innenansicht

Chorraum

Chorraum


Altar

Altarbild

Alte Altarfigur

Maria mit Jesuskind

Maria mit Jesuskind

Loge Familie von Schwerin
rechts

Gedenktafel
an Ulrich Wilhelm Graf Schwerin

Pastorenloge
und Kanzel


Engelskopf  links
Stuck

Fenster und Engelskopf rechts
Stuck

Empore mit Wittigorgel

Orgel

Orgel, restariert Sauer 2004

Orgel mit Engel

Griffe zum Ziehen von zwei Glocken (?)

Blick von der Empore

Blick von der Empore

Blick von der Empore

Kronleuchter

Stuckdecke

Stuckdecke



Gruft hinter  der Kirche

Eingang zur Gruft

Gruftplatte der Familie von Schwerin