Kirche  Cammin bei Burg Stargard

 


Außenansicht

Der Ort Cammin wurde 1170 erstmals urkundlich erwähnt. 

Die Kirche wurde um 1300 im romanischen Stil (breite Mauern, runde Fenster) erbaut. Die Kirche besteht aus Feldsteinen. Das Dach ist ziegelgedeckt. Auf der vom Eingang befindlichen Seite haben wir einen Anbau. Auf dieser Seite befindet sich ein romanisches Rundbogenfenster. 
Auf der Chorseite sehen wir in einem gotischen weißen Spitzbogenblende ein romanisches Fenster. Über dem Fenster sehen wir drei weiß getünchte Blenden, 
die mit dem Fenster auf den Übergang von der Romanik zur Gotik darstellen.  
An den Fenstern kann man noch die markante Breite des Kirchenbaus aus der Romanik erkennen. Die breite Umrandung ist weiß gestrichen.
Links vor dem Eingang stehen zwei unleserliche Grabplatten.
Markant ist der voll aus Holz bestehende Kirchturm. Der Kirchturm ist voll senkrecht verbrettert. Die Spitze ist achteckig. Ein Vergleich mit dem Kirchturm in Zachow drängt sich in Form und Aussehen förmlich auf.  Dieser Turm wurde wohl nach dem 30jährigen Krieg oder später angefügt. In dem Turm hängt eine Glocke, die per Hand geläutet wird.

Betreten wir nun die Kirche. Am Eingang  sehen wir links in etwa 1,20 m höhe eine kleine tiefe Niesche. Wozu könnte diese Niesche verwendet werden. Sie erinnert an die Nische am Seiteneingang in der Kirche Zahren. In diese Niesche wude Nahrung  an die in der Kirche übergeben. Dies geschah bei Säuchen wie der Pest.
Aber es kann auch eine Tabernakelniesche für Brot und Wein aus katholischer Zeit sein. Die Tür ist wohl aus dem 19.Jh. Oben wurde der Rundbogen durch eine einen Spitzbogen passend zur Tür ergänzt.

Vor uns steht nun ein heller Kanzelaltar ohne Altarschranke , der durch zwei flache Ziegel erhöht wurde.  Links an der Wand führt eine Treppe auf der etwa einen Meter entfenten  Kanzel mit einem flachen und schlichten Schalldeckel ohne eine Verzierung. Der Übergang von Treppe zur Altarkanzel wird durch einen geschlossenen hellen Treppenlauf vollständig verdeckt.
Der Kanzelkörper befindet sich zwischen zwei weiße Säulen, die durch je eine je eine vergoldete Krone in Kopfhöhe einer Person auf der Kanzel verziert sind.
Der Duchgang ist wir das Fenster oben  bogenartig und passt zu den romanische halbrunden Fenster.
Betrachten wir nun den Kanzelkörper von unten. Im unteren Bereich des Kanzelkörpers haben wir vier Felder . In deiesen Felder sehen wir den breiten Buchstaben "H"  mit sehr kurzen senkrechten H-Armen. Der Querbalken von H ist sehr breit. Die drei H-Flächen werden jeweils  durch eine vergoldete Linie umrahmt.
Darüber sehen wir auf jeder der drei Flächen links und rechts je einen Engel oder Mann mit den beiden Armen vor der Brust verschränkt , die einen vergoldeten Fächer tragen. Diese sechs Figuren sind wie der Altar weiß und nur leicht erhaben herausgearbeitet. Der Fächer hat zwei kleine Arme die auf den Köpfen der tragenden Figuren liegen. Die drei Fächer, andere würden halbbogenartig geformte Gardinen sagen,  und die Standlinie für die sechs tragenden Figuren sind vergoldet. Die vier die Flächen teilenden Säulen beginnen an der vergoldeten Grundlinie des Kanzelkörpers und gehen bis zum Rand am Rednerpult .
Im unteren Bereich sind die Säulen rechteckig . Dann folgt ein erhabener Absatz der die drei unteren Flächen  nach oben begrenzt.  Jetzt wird die Säule rund. Am Fuß hat jede Säule eine  etwa 2 cm breite
vergoldete Linie.  Die Säule bleibt rund bis zum unteren Rand des Kämpers. Die Höhe der Säule schließt mit der oberen Kante der fläche für die Figuren mit dem Fächer ab. In dieser Höhe befindet sich je Säule ein etwa 3 cm  vergoldeter Ring .  Im oberen Teil sehen wir je als  einen vergoldeten Kämpfer .
Unter dem Übergang zur Kanzel befindet sich eine Nische mit Bank für den Pastor.

Auf der Empore steht eine Grünebergorgel , aus dem Jahre 1885, die 1992 restauriert und umdisponiert wurde.  Ende des  II.Weltkrieg 1945 wurden die Orgelpfeifen entnommen. Alle Orgelpfeifen mssten 1992 ergänzt werden.
Unter der Empore befindet sich die Winterkirche.  Sie fragen sich, kann der Organist fliegen ? Im Normalfall sehen wir keinen Weg auf die Empore.
Die Treppe liegt im Kirchturm. Eine Fallluke kann über dem Altar der Winterkirche geöffnet werden und die Treppe eingehängt werden.

Ein Taufständer muss mitgebracht werden. Das Gestühl ist modern einfach.
Der Fußboden besteht aus Steinplatten.
Unbedingt muss das  Fenster gegenüber dem Eingang beschrieben werden.
Es wird nach Außen von ein Schutzfenster gesichert.
Dieses Fenster  besteht aus zwei Flügel.
In drei von vier runden Scheiben sehen  wir je ein Wappen. Im rechten Fenster befindet sich zusätzlich eine etwa 40 mal 40 cm große Buntglasscheibe ist einer Szene aus dem Leben von Jesus Christus.
Schauen wir genau die farbige Szene an so stehen im Vordergrund  zwei Personen und rechts nach hinten weitere Personen, wohl Soldaten.
Vorne links steht eine Frau mit einer Haube um den Kopf . Ihre rechte Hand zeigt in das Bild. Irgend etwas ist passiert . Farblos fliegt im Himmel mindestens ein Engel . Ein Engel ist gut zu sehen mit seinen beiden Flügel.  Es könnte sich um den Moment der Auferstehung von Jesus Christus handeln. Dieser Teil ist fast vollständig farblos und schwer zu erkennen.

Über dem Fenster sehen wir den einzigen Rest einer Gewölbedecke .
Wohl seit dem 17. oder 18.Jh. hat diese Kirche eine flache Holzdecke.
Wie andere Kirchen wurde die diese Kirche im 30jährigen Krieg stark beschädigt.
Der weiße barocke Altar  stammt wohl aus dieser Zeit.

Unter dem Altar steht ein defektes Harmonium.


Kirche gehört zur 
 
Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Ballwitz-Teschendorf
Pastor Christian Rudolph 
Kastanienweg 7 
17094 Ballwitz

Tel: 039603-20983
 Fax: 039603-20984 


Homepage: 
Kirchengemeindeverband Burg Stargard und Ballwitz-Teschendorf


Außenansicht


Außenansicht


Kirchturm


Eingangsbereich

Romanisches Blindfenster


Fenster




Chorseite


Grabplatten

Eingang


Eingang mit Nische


Tabernakelnische ?

Kanzelaltar


Kanzelaltar


Kanzelkörper und Schalldeckel

Kanzelkörper seitlich

Schalldeckel einfach

Säule des Altares

Kapitell einer Säule

Krone links

Altartisch

Priesterstuhl

Blick in den Priesterstuhl

Empore mit Grüneberg-Orgel

Grüneberg-Orgel

Buntglasfenster

Detail Buntglasfenster

Defektes Harmonium

Gestühl

Romanisches Fenster

Holzdecke

Altar der Winterkirche

Holzkonstruktion des Glockenturms