Kirche Wokuhl bei Neustrelitz / Gemeinde Wokuhl-Dabelow

 

Außenansicht mit Trockenmauer


Markant für die  barocke Kirche in Wokuhl, die im 18.Jahrhundert erbaut wurde, ist der schiefergedeckte Kirchturm. Der Kirchturm ragt etwa einen Meter aus dem Giebel des Kirchenschiffes heraus. Der Turm ist rechteckig. Auf dieser Seite ist die Schieferdeckung bis in Höhe der Seitenmauer des Langhauses herabgezogen, ähnlich der Nachbarkirche in Fürstensee. Der Giebel wurde ebenfalls bis in diese Höhe mit Schiefer gedeckt  Jede Seite des Kirchturmes hat ein Fenster, das durch eine Holzschalosien geschlossen ist. Dadurch wir der Klang der einzigen Glocke in das Dorf getragen.
Die schiefergedeckte Turmspitze ist etwa auf halber Höhe geteilt. Die Teilung ist etwa 20 cm breit. Der  zeltartige Kirchturm trägt ein vergoldetes Kreuz, darunter eine goldene Kugel. Das gesamte Dach der Kirche wurde erneuert, der Turm neu mit Schiefer gedeckt, das Langhaus mit Ziegel gedeckt.
Die Kirche wurde neu weiß gestrichen. Die um die rundbogenartigen Fenster und beiden um die rundbogenartigen Pforten im Turm und auf der Südseite haben eine gelbe breite Linie.

Betreten wir durch die Pforte auf der Südseite der Kirche, so stehen wir unter dem linken Teil der Orgelempore. Gegenüber befindet sich der rechte Teil der Empore. Unser Blick geht nach rechts in Richtung des barocken Kanzelaltares. 
Links sehen wir die Treppe zur Kanzel, die durch einen Bogen betretbar ist. Links und rechts haben wir je zwei Säulen. Die Kapitelle sind vergoldet und fein verziert. Diese Säulen gehen nicht bis unter die Decke sondern enden etwa 30 cm unterhalb der Oberkante des Altares, etwa in Kopfhöhe eines stehenden Priesters. Diese Höhe haben auch die beiden dunkelgrünen  seitlichen senkrechten Rocaien. Oberhalb haben wir das Symbol des Heiligen Geistes mit dem Strahlenkranz und den Wolken darin. Mittig hat der Heilige Geist ein menschliches Gesicht, das einen silbernen Hintergrund hat.  Dieser Teil ist hausartig aufgebaut . Die Darstellung des Heiligen Geistes füllt vollständig  das Haus aus. Links und rechts grenzt diesen Teil eine schmale fast senkrechtstehende Rocaien- Gruppe ab.  Das dreieckartige Dach wird durch versilberte Rocaien abgeschlossen. Oben stehen links und rechts je eine Vase mit einer Flamme. Diese Teile sind ebenfalls vergoldet.
Der Kanzelkörper wir durch vier Säulen geteilt, dabei ist die Mittelfläche die größte. Schauen wir uns nur die wunderschöne Darstellung im Mittelteil des Kanzelkörpers an. Sie zeigt Jesus im rötlichen Mantel  mit dem Heiligenschein. Vor ihn kniend ein alter Mann mit weißen Bart. Jesus legt seine rechte Hand auf das Haupt . Über das Haupt des alten Mannes schwebt senkrecht mit dem Kopf nach unten eine weiße Taube, die Darstellung des Heiligen Geistes.
Über dem Bild sehen wir unterhalb des Pultes des Kanzelaltares einen rötlichen Fächer. Die Flächen des Kanzelaltares haben die bekannten barocken Schlieren.
Unter dem Bild sehen wir auf silbernen Grund einen Puttenkopf.
Die beiden schmalen Flächen haben ein silbernes senkrechtes Blumengebinde, das zwei fünfblättrige Blumen, die unter einander einzeln stehen. Die Blumenblätter sind rot.
Die Treppe hat drei rechteckige dunkelgrünliche schlierenartige Flächen die durch eine bräunliche Linie umrahmt sind. Die Treppe ist selbst hat einen gelbgrünen Ton.
Der Kanzelaltar hat eine vollständige Altarschranke.

Rechts steht der passende Taufständer . Der Deckel etwa 30 cm im Durchmesser wird durch eine Eule, die die Schwingen weit geöffnet hat als wollte sie fliegen, verziert. Der fast runde blumenartige markante Deckel mit der Eule sind versilbert.
Der Taufständer steht auf drei filigran gearbeitete vergoldete Füße. Der kugelartige Mittelteil ist rötlich und mit vergoldete Blumen filigran verziert. Die Taufschale wird durch eine sehr breite runde glatte Fläche , die mit vergoldete Weinblätter verziert. Diese Fläche hat einen Durchmesser von etwa 80 cm.
Dieser barocke Taufständer gehört zu den  schönsten Taufständer der Region.

Daneben steht ein Holzkreuz , das aus trockenen Zweigen gebaut wurde.

Schauen wir nun in Richtung Orgelempore, die sich je teilweise an den Seiten in Richtung Kanzelaltar erstreckt. Die Flächen er Empore entsprechen den Flächen der Treppe am Kanzelaltar.
Wir sehen das einige Flächen durch Rocaien gefüllt sind. Schaut man genau hin , so sehen wir Prüfmarkierungen, die zur Ermittlung von Fassungen durch den Denkmalschutz dienen.
Auf der Empore steht eine spielbare Orgel aus der Orgelfirma die Sauer in Frankfurt an der Oder gründete. Die Orgel stammt aus dem Jahre 1963.

Die Kirche wird umrahmt von einer Trockenmauer.
Auf der anderen Seite steht das Pfarrhaus wohl auch aus 
dem 18. Jahrhundert.

Die Kirche wurde vollständig ausgemalt. Die Empore wartet auf die Restaurierung.

Die Bankreihen sind bis auf zwei Bänke neu.

Die Kirche hat eine Glocke die wie die barocke Kirche wohl auch aus dem 17.Jh. stammt.

Vor der Kirche stehen alte gusseiserne Grabfiguren.

Die Kirche gehört seit dem 1.1.2009 zur Pfarre II der Kirchgemeinde Strelitzer Land

Ev. - luth. Kirchgemeinde Alt Strelitz

J. Jakubowski-Str. 36
17235 Neustrelitz


Telefon: 03981-447342

Homepage: www.kirche-neustrelitz.de


Turmseitige Außenansicht

Südseite mit Kirchturm

Turmspitze

Eingang

Innenansicht

Altar

Altar

Altarbild

seitliche Zierde der Kanzel

Oberteil des Altares

Taufständer

Holzkreuz

Orgelempore

Orgel

Linke Seitenempore
über dem Eingang

Rechte Seitenempore
mit neuen Bankreihen

Alte Bankreihen