Kirche Quandenschönfeld bei Neustrelitz / Gemeinde Möllenbeck

 


Außenansicht
Chorseite

Die Kirche in Quandenschönfeld aus dem 15.Jh.wurde über 
500 Jahre durch Warbende verwaltet. Damals gab es noch keinen Turm und der hässliche nördliche verputzte Anbau, die Gruft. Der Turm wurde 1847 angefügt. Der untere Teil besteht aus Feldsteinen, der obere Teil
besteht aus gemauerten Ziegel.
Im Jahre 1960 erhielt der Turm sein heutiges Pyramidendach.
Der Turm hatte zwei Bronzeglocken, die wurden im II. Weltkrieg eingeschmolzen. So hat der Turm heute keine Glocken mehr. 

Der Kirchturm ist klar gotisch mit Spitzbogenfenster ausgeführt.
Die quadratische  Turmspitze aus Ziegel hat auf jeder Seite ein Spitzbogenfenster  und darüber auf jeder Seite eine Uhr.
Leider sind die Zeiger stark verrostet bzw. nicht mehr vorhanden.
Die ziegelgedeckte einfache Turmspitze trägt ein Holzkreuz.
Die mit Ziegel gemauerte Turmspitze wird durch mehrere Reihen von Ziegelbänder zum Dach und zum aus Feldsteinen bestehenden unteren Teil des Turmes abgegrenzt.
Der Unterteil des Turmes wurde bis zur Dachhöhe  des Langhauses aus Feldsteinen gemauert. Es besteht die Vermutung das die Kirche Quandenschönfeld wie viele Kirchen im 30igen Krieg beschädigt wurde und die Turmspitze aus dem 18.Jh. stammt. Gleiches gilt wohl für die Umbauten am Langhaus.

Schauen wir uns nur das feldsteingemauerte Langhaus an, so haben wir auf der Giebelseite zwei Rundbogenfenster mit  zwei mal drei Scheiben im Holzrahmen. Diese Fenster waren sicherlich nicht die ursprünglichen Fenster aus dem 15. Jahrhundert.
Sie wurden die weitere zwei Rundbogenfenster zur gleichen Zeit wie der verputzte Anbau mit Rundbogenfenster eingefügt.
Der Anbau mit der heutigen Winterkirche war warscheinlich eine Sakristei aus dem 19.Jh..

Die Glocke im neuen Glockenstuhl stammt aus der
Kirche Rollenhagen, die 1997 entweiht wurde. 
Die Inneneinrichtung der ehemaligen Kirche befinden sich in Rödlin. 
Diese Glocke wurde 1670 von Jacob Schultz aus Rostock gegossen. Sie trägt die lange Inschrift:
" H. Joachims Rentz Pastor - Joachim Reineke und Peter Zinow Vorstehers - Anno 1670 - Durch Hitz und Feuer bin ich geflossen Jacob Schultz hat sie gegossen im - Namen der Heiligen Dreifaltigkeit - Gott sei gelobt in Ewigkeit."

Betreten wir nun die Kirche durch den Haupteingang , so fällt sofort der Kanzelaltar aus dem 18. Jh. mit den barocken Seiten.
Diese tragen je ein Wappen von Patronatsfamilien.

Am Kanzelkörper sehen wir eine einmalige wohl volkstümliche und schlichte Darstellung der Taufe durch Jesus Christus als Hauptbild. 
Jesus mit einem Hirtenstab steht über dem Wasser.
Links neben einem Baum knieed ein kleinerer Mann im Wasser mit freiem Oberkörper .
Jesus hält sein rechte Hand über den Kopf des Täufling"s.
Das Wasser aus dem See, Fluss (unten Wasserpflanzen, Wasserwellen) dient als Taufwasser. Eine kleine Taube, die den Heiligen Geist verkörpert,
fliegt neben dem Baum auf.
Am Fuß des Kanzelkörpers sehen wir einen Engelskopf mit Flügel.
Links und rechts von der Kanzel sehen wir je drei flache rechteckige Säulen
mit Kämpfer.
Über dem Eingangsbogen sehen wir einen Heiligen Geist.
Er besteht aus einem Kopf, direkt um den Kopf einen Wolkenring
und viele Strahlen.
Links und recht sehen wir als Abschluß je eine Vase mit einer Flamme.
Es gibt keine Farben außer dass sehr helle grau am ganzen Altar.

Der Zugang zur Kanzel befindet sich links.

Rechts steht ein passender Taufständer aus dem 18.Jh..
Der Fuß ist gedreht.

Das Gestühl ist dagegen dunkel und schlicht.

Auf der Empore steht eine bespielbare Sauerorgel aus dem Jahre 1897.
Im Jahr 1997 wurde die Orgel durch Christian Scheffler bespielbar gemacht.
Viele Teile sind nicht mehr orginal.

Links neben dem Altar geht es hinauf zur Winterkirche, der gleichzeitig für Feierlichkeiten genutzt wird.


Besonderen Dank gilt der Kirchgemeinde für die Beschreibung der Kirche in deutsch und englisch. Lobenswert.


Weitere Informationen erhalten Sie auf den Seiten:

www.quandenschönfeld.de
und
www.gemeinde-moellenbeck.de


Quandenschönfeld gehört zur
Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Rödlin- Warbende

 Blankenseer Str. 34
17237 Rödlin 

Tel: 039826/ 76844

Fax: 039826/ 76845 

Fax: 039826/ 76845 


Chorseite mit Anbau


Giebel mit 3 Blenden


Kirchturm
mit Resten einer Uhr


Turm von Süden


Turm von Westen


Blick zum Turm und Glockenstuhl


Langhaus südlich

Zugemauerte Spitzbogenpforte


Fenster


Chorgiebel und Sakristei


Fenster am Chorgiebel


Glockenstuhl


Glockenstuhl mit Glocke

Glocke


Glocke


Teil der Inschrift

Sakristei, warscheinllich 19.Jh.
 heute Gemeinderaum


Haupteingang

Innenansicht

Linke Seite mit Zugang zur Kanzel


Rechts von dem Altar


Kanzelaltar

Kanzelkörper
 


Hauptbild
(anklicken vergrößern)

 


Hauptbild Detail

Kanzelkörper
seitlich

Engel mit Flügel

Linke Barockseite mit Wappen
Akantusblätter

Rechte Barockseite mit Wappen
Akantusblätter

Schmuckelement

Detail rechten Kämpfer

Oberteil

Darstellung des Heiligen Geistes

Taufständer

Taufständer Fuß

Harmonium

Empore mit Sauerorgel

Sauerorgel

Spieltisch Sauerorgel

Blick von der Empore

Fenster und Empore

Altar Winterkirche

Grabplatte