Kirche  Liepen bei Neustrelitz / Gemeinde Klein Vielen

 


Seitenansicht

Die erste urkundliche Erwähnung Liepen  erfolgte im Jahre 1247. Liepen lag damals an einem Teil der Salzstraße. Die Vorgängerkirche wurde im 30jährigen Krieg stark zerstört und laufend nur notdürftig repariert. Das Patronat lag in der Hand von Baron von Kappberg, der diese Kirche finanzierte und bauen ließ. Die Kirche im neugotischen Stil wurde 1888 geweiht.

Der untere Teil der Kirche besteht aus geschlagenen Feldsteinen. Ein Zierband ist der Rand zum aus ziegelgemauerten Turm und dem mit Ziegel gedeckten Dach. Turm und der Eingang wurden etwa 1.20 m herausgezogen. 
Wir haben im unteren Turmbereich vorne ein Rundfenster, darüber auf drei Seiten zwei neugotische Spitzbogenfenster. Darüber umrahmen vier dreieckigen Spitzen  mit Rundfenster den viereckigen schiefergedeckten Turm.  Die vier Spitzen tragen ein Kreuz. Das Kreuz an der Turmspitzen hat innen einen Ring also ein keltisches Kreuz. Darunter befindet sich eine Kugel.
Die Kirche hat auf der Rückseite eine rechteckige Apsis, die wie das Langhaus aus geschlagenen Feldsteinen besteht.
Die Apsis trägt links und rechts ein Kreuz. Das aus Ziegeln bestehende Kreuz finden wir ebenfalls an den Seiten neben dem Eingang. Das Langhaus trägt ein kleines Kreuz.
Die neugotischen Fenster sind gemauert, unten zwei Spitzbogenfenster mit gemeinsamen Innensteg. Das gemauerte runde Oberlicht liegt zwischen den beiden Spitzbogen. Dieser obere Gesamtspitzbogen beginnt im Knick der beiden Spitzbogenfenster. Die Scheiben bestehen aus kleinen rautenartigen Scheiben, die durch Bleistege verbunden sind.
Im einen Spitzbogenfenster befindet sich je ein Kreuz. Die Farben sind pro Fenster grün oder blau. Teilweise sind die Kreuze unvollständig. Im Oberlicht sehen wir drei blaue sich berührende Kreise bei grünen Kreuzen, bei blauen Kreuzen grüne Kreise. Das Außenfenster wird durch zwei weitere Spitzbogenummauerungen mit roten Backsteinen  verziert. 
Der äußere Spitzbogen ist im senkrechte Teil schmaler als im Spitzbogen, so dass das Fenster oben breiter erscheint.

Betreten wir die Kirche durch die Spitzbogenpforte so betreten wir den schlichten Raum unter dem Kirchturm. 
Eine zweite Tür öffnet zum Kirchraum.
Markant ist als erstes der Altar mit dem segnenden Jesus im Chorraum und die ummauerte Spitzbogenumrahmung des Chores.

Schauen wir uns den schlichten neugotischen Altar mit der Altarschranke an, so ist der segnende Jesus eines der schönsten Altarbilder. Links und rechts finden wir einen Spruch auf aufgeschrieben. Rechts, Wetterseite,  ist der Text kaum lesbar. Der Text beginnt mit: "Selig sind... ".  Die linke Seite ist wesentlich besser lesbar . Sie lautet: " Selig sind die reines Herzens sind, denn Sie werden Gott schauen !
Ev. M Cap.  v. 8. Die Texte stehen in eine Spitzbogen, der nach oben mit einem Kleeblatt abgeschlossen sind. Die Schrift besteht aus schwarzer Farbe. Drei Spitzen mit einem Kreuz
befinden sich über den Texten, ein größeres Kreuz befindet sich über dem Altarbild. Sonstige Verzierungen sind nicht vorhanden.

Links steht die sehr schlichte neugotische Kanzel ohne Schalldeckel. Jedes der Felder des Kanzelkörpers hat zwei Spitzbogen. Der Eingang zu Kanzel zieren drei Türmchen mit Kreuz. 

Auf der Empore steht eine Grüneberg - Orgel aus dem Jahre 1912 mit der Nummer 569. Die Orgel ist leider Defekt.
Die Bankreihen sind schlicht neugotisch verziert. Im Wechsel haben wir am Gang einen Spitzbogen mit Dreipass und einen
Kreis mit Vierpass als Bankverzierung. Die Bankreihen tragen Kreise an der Wand.

Sehr interessant ist dass das Langhaus eine Holzkonstruktion
als tragende Spitzdecke hat. Wir sehen dort viele Spitzbogen in den tragenden Teilen. Die Winkel haben Vierpässe als Verzierung.

Noch viel Arbeit steht vor der Kirchgemeinde, das Dach wurde wohl neu eingedeckt. Trotz der Lage verdient auch diese Kirche, der Ort war bestimmt früher wichtiger und verkehrsgünstiger,
erhalten zu werden.

Bitte spenden Sie für die Erhaltung dieser neugotische Kirche
aus dem Jahre 1888. 
Bitte wenden Sie sich an die


Evangelisch - lutherische Kirchgemeinde Peckatel - Prillwitz
Seit dem 11. Januar  2017
Pastor Moritz Menacher 
Dorfstr.46
17237 Peckatel

Telefon: 039824-20262
E-Mail: peckatel-prillwitz@gmx.de


Apsis mit Kreuz


Neugotisches Fenster


Kirchturm


Kirchturm über dem Eingang


Eingang


Innenansicht

Innenansicht

Altar mit Schranke

Altar

Altarbild

Text links

Text rechts

Taufständer

Taufständer

Kreuzgratgewölbe

Kanzel und Altar

Kanzel

Kanzel

Empore mit Grüneberg-Orgel

Empore mit Grüneberg-Orgel

Grüneberg-Orgel

Blick von der Empore

Blick von der Empore

Deckenkonstruktion Langhaus

Winkel der Deckenkonstruktion

Bankreihen

Neugotisches Fenster-
Spitzbogenfenster mit
vollständigen Kreuz

Spitzbogenfenster mit
 unvollständigen Kreuz

Neugotisches Fenster-
Spitzbogenfenster mit
vollständigen Kreuz