Kirche Kratzeburg bei Neustrelitz

 


Außenansicht

Der Ort Kratzeburg wurde wie andere Heidedörfer in einer Urkunde aus dem Jahre 1256 erwähnt.  Die jetzige Fachwerkkirche ist aus dem Jahre 1786. Die Wetterfahne, die in einem Fenster am Altar liegt, zeigt dieses Datum. Dieses Datum 24.04.1786 finden wir rechts neben dem Eingang. Die Vorgängerkirche wie auch Kratzeburg wurden 1640 im 30jährigen Krieg zerstört.
Die Fenster haben kleine runde Scheiben, wobei oben Glasscheiben ein Kreuz bilden. Der Turm ist schiefergedeckt und verbrettert.
Die Kirche hat seit 1877 keinen Friedhof. Der Friedhof wurde im Ort verlagert.

Die Ausstattung  wie Kanzelaltar, Gestühl, Logen und Empore sind aus dieser Zeit um 1786. Der Kanzelaltar ist eine Arbeit eines Mirower Tischlermeisters und weist einige Besonderheiten auf. In seiner Farbenpracht, z.B. den beiden roten Feldern mit den acht Blumen, den beiden Feuern links und rechts oben, den goldenen Linien auf weißen Grund, blaue Elemente ist der Altar ein starker Blickfang.
Links und rechts finden wir zwei Halter für die Liednummern. Die Spender stehen darunter. Es sind Wilhelm Bock 1824 und Friedrich Bergholz 1868.
Der Kanzelaltar hat eine  Altarschranke.

Neben dem Altar hängt der alte Altar. Dieser Altar hat innen eine solide Schnitzarbeit nach 1450. Die Seiten zeigen gemalte Szenen nach dem Abendmahl wie die Gerichtsverhandlung, den Judaskuss, den Kreuzweg und Jesus betend, es möge dieser Kelch an ihm vorbei gehen. Innen sehen wir die Kreuzigungsszene. In den Ecken finden wir vier Heilige darunter Barbara mit dem Turm. Diese Altar wurde während des 30jährigen Krieges (1640) nach Schillersdorf gebracht und kehrte erst um 1935 nach Kratzeburg zurück.

Die Kirche hat eine Nußbücker - Orgel aus Plau 1992 erhalten.
Der Orgelprospekt ist der aus dem Jahre 1851. Damals wurde  eine Hollandorgel eingebaut. Ein Schild nennt den Stifter Caspar Herse 1851. Diese Orgel musste ersetzt werden.

Rechts neben dem Altar finden wir Ehrentafeln aus den Kriegen 1814, 1871 und 1914-1918. Die Ehrentafeln der Kriege 1871 und 1814 wurden in allen Kirchen um Neustrelitz auf Geheiß des Herzogs gefertigt.

Auf etwas Besonderes sei hingewiesen. Links neben dem Altar finden wir eine kleine geschlossene Loge. Schauen wir hinein, so lesen wir folgenden Text: 27 Novembr. 1785 sei dem Herrn entschlafen der be.... 36 Jahre hier gewesene Herr Pastor August Wilhelm Seyer und ist am 7. Dec. beim Altar zur linken Hand begraben.

Die Glocke stammt aus der Kirche Quassow.
Die alten Glocken von 1692 und 1789 wurden dem 2. Weltkrieg geopfert.

Die Kratzeburger Kirche war seit Ende des 17.Jh. bis 2010 mit der Kirche Schillersdorf  verbunden. 

Die Kirche Kratzeburg wurde der Kirchgemeinde 
Neustrelitz-Kiefernheide verbunden.


Homepage: www.kirche-neustrelitz.de


Turmansicht seitlich


Vorderansicht


Kirchturm


Fenster


Eingang


Innenansicht- Altar

Altar


Alter Altar


Emporen und Orgel

Orgel

Text in der linken Loge

Listen der Kriegsopfer
1871 und 1815
 gestiftet vom Herzog