Kirche Ihlenfeld Gemeinde Nneuenkirchen
bei Neubrandenburg

 


Außenansicht - Chorseite

Die heutige Feldsteinkirche wurde nach 1300 ohne Turm erbaut.
Die Fenster zeigen den Übergang von der Romanik, mit ihren tiefen Fenstern, aber auch schon spitzbogenartige Fenster.

Das heutige Aussehen erhielt die Kirche zwischen 1860 bis 1900 mit den Türmchen und dem Turm unter Hofbaumeister Buttel. Bauherr und Patron war die Familie von Michael ,
die in Ihlenfeld eine Pferdezuchtbetrieb.
Im Jahr 1908 zerstörte ein Blitz den Kirchturm und es kam zu einem Brand in der Kirche. Die Spur des Blitzes ist noch heute unter dem Blitzableiter als schwarze Spur sichtbar.
Im Jahr 1910 erhielt die Kirche, den glockenartigen Turm mit der langen Turmspitze.
Auf der Turmspitze sehen über der Kugel wir eine Wetterfahne

mit der Jahreszahl 1910 und einem Kreuz, das im Mittelpunkt ein kleines Andreaskreuz in einem Kreis hat. Die Turmspitze ist schiefergedeckt.
Dach und Kirchturm wurden nach 1990 restauriert.

Betrachten wir zuerst die südliche Eingangsseite.  Die Familie von Michael benutzte diesen sepraten Eingang zu ihrer Loge. Der Eingang hat zwei spitzbogenartige Bögen um diesen Eingang.

Auf der Südseite wurden drei eher rundfbogenartige Fenster zugemauert.
Die anderen Fenster zeigen den frühgotischen Übergang zum Spitzbogenfenster.
Wir sehen folgende Reihenfolge:
Fenster- Blende-Fenster- Große Blende- Fenster-Fenster-Blende-Fenster in Richtung Turm. Alle Fenster bestehen aus rautenartige mit Bleistegen verbundenen klare Butzescheiben.

Das südliche  Kirchenschiff, mit roten Ziegel neugedeckt, hat drei dreieckartige kleine Vorbauten (Mansarden). Diese sind wie eine halbe Sonne mit Sonnenstrahlen geschlossen und erinnern an das Dreieck mit Strahlenkranz,  dass den Heiligen Geist darstellt.
Eine Zierleiste unter dem Dach des Kirchenschiffes begrenzt die nördliche und südliche Feldsteinwand. Auf der Nordseite sehen wir drei weitere dreieckige Mansarden. Sie dienen ebenfalls als Oberlicht in der tonnenartigen Decke.

Schauen wir uns nun Kirchturm und diesen Giebel an.
Der Kirchturm wurde in das Dach des Kirchenschiffes aufgesetzt und reicht etwa zwei Meter in das Kirchendach. Diese Arbeiten an der Kirche erfolgten unter Hofbaumeister Friedrich Buttel aus Neustrelitz. Auch die anderen sechs Türmchen aus Ziegel stammen von Buttel.

Die Westseite wurde aus Feldsteinen gemeinsam mit dem Kirchturm gemauert.
Oben haben wir unter dem Kirchendach drei schmale mit ziegelgemauerte Schallluken.
Die Turmseiten haben auf der Nord- und Südseite drei weitere Schallluken.
Über dieser Schallukengruppe befindet sich eine weitere Schallluke.
eine Schallluke befindet sich in gleicher Höhe auf der  Seite des Kirchenschiffes.
Unter dem schiefergedeckten Dach des Kirchturmes haben wir um den Turm ein Zierband  aus rechteckigen Ziegeln. Der Kirchturm ist quadratisch.
Der Kirchturm beginnt unten als Glockendach, es folgt ein Absatz und führt in eine langgezogene  sechseckige Spitze. 

Auf der Chorseite haben wir drei  schmale Fenster. Auch diese Fenster haben den gleichen Aufbau wie alle übrigen frühgotischen Fenster.
Auf diesem östlichen  Giebel sehen wir drei Türmchen. Der mittlere Turm steht auf der Giebelspitze. Alle Türmchen sind etwa 1,50 m hoch. an der Spitze abgesetzt und tragen ein Kreuz. Auf der Rückseite haben wir an der Chorseite einen kleinen Anbau.
Auf der Nordost-Seite sehen wir die leere Gruft der Familie von Michael.
Die Gruft ist leer, denn die Särge wurden nach 1945 hinter dem Ostgiebel bestattet.
Die Gräber wurden in der DDR-Zeit für viele DM  durch die Familie Michael in die alten Bundesländer überführt. Nur ein kleiner rechteckiger Stein erinnert noch an die Patronatsfamilie der Kirche.

Die Westseite hat links und rechts je einen weiteren kleinen Turm, ein beliebtes Element des Hofbaumeisters Buttel..
Wir betreten durch die Westporte den einheitlichen bräunlichen  Kirchenraum aus der Zeit um 1910. Mittelpunkt ist der Altar mit der Schranke. Auf dem rundbogenartigen Altarbild sehen wir einen auf dem Wasser gehenden Jesus Christus. Mit der rechten Hand greift er den Arm von Petrus und zieht ihn hoch.
Es ist eine Metaffa auf das Leben von Petrus, der sich  manchmal
als Christ verleugnet. Links und rechts sehen wir eine Säule mit schmalen senkrechten Linien.
Oben sehen wir ein Holzkreuz mit kleinsten Ornamenten.

Rechts sehen wir neben dem südlichen Eingang eine Loge , die von der Familie Michael genutzt wurde. Heute sehen wir Plaketten der Spender, die bei der Erneuerung der Kirche halfen. Darunter befindet sich auch der Name einer Familie, deren Angehöriger auf dem Grabstein der Kriegsgefallenen genannt wird.

Über der südlichen Tür sehen wir ein Bild , das aus der  Kirche vor dem Brand stammt.
Es zeigt die Kreuzigungsszene.

Auf der Nordseite sehen wir die Kanzel ohne Schalldeckel sowie einen weißen runden Taufständer.

Auf der Empore steht die Grüneberg-Orgel Nr. 619 aus dem Jahre 1910.
Die Orgel wurde durch die Firma Beckmann aus Friesack im Jahr 2010 einschließlich des Ersatzes von fehlenden Pfeifen erneuert und ergänzt.
Im Jahr 1945 wurden viele Pfeifen entfernt.

Die Kirche hat heute eine Glocke. Eine zweite Glocke wurde im II.Weltkrieg für Kanonen eingeschmolzen.
Die Kirche hat zwei Gedenktafeln für die Befreiungskriege 1813-1815 und den I.Weltkrieg

Die Kirchgemeine Ihlenfeld gehörte zur Pfarre Neuenkirchen.
Die Pfarre Neuenkirchen ist seit 2003 mit der Pfarre und Kirchgemeinde Neddemin-Staven verbunden.

Evangelisch - lutherische Emmaus-Kirchgemeinde Neddemin-Staven

Pastor Martin Doß

Rossower Str. 25
17039 Staven

Tel.: 039608 - 20021
Fax: 039608 - 26193
E-Mail:  staven-emmaus@elkm.de


Seitenansicht


Turmansicht


Turm von Osten


Turmspitze


Ostgiebel mit Gruft


Giebelansicht


Ostgiebel mit Türmchen

Ostgiebel mit Türmchen

Chorfenster

Einzelfenster


Grabplatte der Familie von Michael

Gruft der Familie von Michael

Nordseite Details

Eingang

Innenansicht

Chorraum

Altar mit Schranke

Altarbild Jesus rettet
Petrus aus dem Wasser

Südlicher Eingang und Loge

Eingang

Kreuzigungsszene

Loge mit Spendertafeln

Wappen der Familie von Michael

Alter Gußofen

Blick zur Kanzel

Kanzel ohne Schalldeckel

Taufe

Blick zur Empore

Empore mit Grüneberg-Orgel

Grünebergorgel

Orgelpfeifen

Spieltisch

Gestühl

Oberlicht von Außen

Stuckdecke mit Oberlicht von Innen

Gedenktafel I.Weltkrieg

Gedenktafel 1813-15