Kirche Schorrentin bei Neukalen   (Radfahrerkirche)

 


Außenansicht

Am Rande des Landkreises Demmin zwischen Neukalen und Altkalen liegt Schorrentin. Sie ist den beiden Märtyrern Mauritius und Dionysius geweiht.
Zwei Anbauten befinden sich an der Kirche. Am Fachwerkanbau finden wir ein Brettchen einer Sonnenuhr.  Neben dem kleinen verschlossenen  Pforte wurden Ziegel mit einer Inschrift eingefügt.
Nahe der kleinen Pforte sehen wir im Fundamentbereich einen eingefügten Mahlstein einer Mühle.
Der Chorgiebel wird gehalten durch zwei sehr starke Stützpfeiler. Oben befindet sich auf weißem Grund eine Rosette.
Dieser Chorteil wurde um 1255 erbaut, das Langhaus um 1305. 
Wir sehen am Chor  Elemente romanischen Ursprungs. Um das Chor sehen wir ein weißes Rundbogenband nahe des Daches.
Die einfachen schmalen Fenster sind romanisch. Die Giebelwand wird gestützt durch zwei sehr starke Stützpfeiler.
Oben sehen wir eine Rosette auf weißen Grund.
Das Langhaus hat aber schon spitze gotische Fenster.
Das Langhaus und das Chor hatten ein Bienenkorbgewölbe. Dieses wurde bei der Renovierung 1890 durch eine flache Holzdecke ersetzt.

Der Kirchturm wurde erst 1767 gebaut und die offene Laterne kam erst 1811 hinzu. Der Turm kann auf eigene Gefahr bestiegen werden und bietet einen herrlichen Blick. Dieser Turm ersetzte einen  Holzturm. 1977 wurde die Laterne zerstört, 1978 brannte es dort. 1988 begann die Sanierung. Der Turm ist erst seit 1995 wieder vollständig.
Der Eingang am Turm hat drei Bögen und ist  der Gotik nachempfunden. 

Die Kirche hat eine Winzer- Orgel aus dem Jahre 1860. Die Orgel wurde Firma Mecklenburger Orgelbau Plau erneuert  und am Karsamstag der Kirchengemeinde übergeben. Der Orgelprospekt war stark durch Wurmbefall angegriffen und wurde wie die ganze Kirche vom Holzwurm befreit. Die Kosten beliefen sich auf ca. 6000 Euro. 

Das Altarbild zeigt Jesus im Garten Gethsemane, wo er von einem Engel seinen schweren Weg erfährt. Umrahmt wird das Altarbild von vier goldenen Säulen, im Kämpfer sind jeweils Engelsköpfe. Oben befinden sich links und rechts je ein Engel.
Die Altarschranke ist vollständig.  Es war das Geschenk eines Ministers von Levetzow aus Lelkendorf. 

Links wurde um 1960 das Christusmonogramm P und X angebracht umrahmt von  den griechischen Buchstaben Alpha und Omega. Darunter steht :
Jesus Christus gestern und heute + 
und derselbe auch in Ewigkeit.

Am Chorbogen steht die helle mit Blumenornamenten geschmückte Kanzel.
Sie hat einen Fuß mit vier Säulen und eine gusseiserne Treppe. Die Kanzel ist ohne Schalldeckel. Die Kanzel stammt aus dem Jahre 1890.
Der mit Ornamenten verzierte Taufständer ist aus dem gleichen Jahr.
Sehr schön ist der Bogen zum Chor ausgemalt. Wir sehen unter anderem Kreuze und Ranken

Der Raum des Turmes finden wir mehrere Tafel für die Opfer der Kriege.  Über der Eingangstür zum Langhaus steht folgender Spruch: Selig sind die, die Gottes Wort hören und bewahren.

Ein Glockenseil hängt bis in den Raum zum Läuten des Gottesdienstes. Zwei weitere Glocken sind auf dem Boden. Der Boden ist durch eine steile Holztreppe erreichbar.

Das Pfarrhaus nahe der Kirche wurde verkauft.
Nahe der Kirche steht eine baufällige Gruft. 

Schorrentin gehört  zur Pfarre Neukalen. Es findet einmal im Monat ein Gottesdienst statt.

2. Radfahrerkirche in Mecklenburg-Vorpommern

Für Radfahrer und Wanderer besteht die Möglichkeit an der Kirche zu zelten. Sie können Toilette und Teeküche benutzen. Natürlich besteht die Möglichkeit der Einkehr und Besinnung in der Kirche. Die Kirche ist von Ostern bis zum Reformationstag täglich von Ostern bis zum Reformationstag geöffnet.

Ev. - luth. Pfarrhaus
ab 15.12.2011
Pastorin Kathrin Fenner

Am Markt 9
17154 Neukalen

Telefon:039956-20311

Homepage: www.kirchgemeinde-neukalen.de


Chorseite mit starken Stützpfeilern



Chorseite
Rosette mit Kreuz



Turm


Beschriftung der Kirche



Neben Seiteneingang eingemauerter
Mahlstein einer Mühle


Eingang


Eingang zum Langhaus
mit Inschrift


Innenansicht


Altar


Kanzel


Taufständer


Ornamente des Chorbogens


Beschriftung im Chor


Blick zu Orgelempore


Orgelprospekt 2007


Blick von der Orgelempore