Kirche Groß Methling bei Dargun

 


Seitenansicht der Kirche
mit Kirchturm

Nanu in Groß Methling steht der Kirchturm neben dem Chor bzw. ist teilweise in das Chor eingefügt. Der Baumeister Möckel war für die Gestaltung und den Bau der Kirche verantwortlich. Möckel kannte das Zusammenfügen von Chor und Kirchturm von seinen Reisen in Italien. Ein weiterer Grund könnte die Eiche sein, die beim Bau der Vorgängerkirche um 1368 gepflanzt wurde. Diese Kirche musste wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Möckel war außerdem für die interessante Innengestaltung zuständig.
Aber beginnen wir mit dem Alter des Ortes wo der Beifuss wächst. Groß Methling wurde erstmals am 20.Juni 1269 erwähnt als Ort mit Pastor und Kirche. Die Besiedlung mit Deutschen erfolgte im 12. und 13.Jh.
Die heutige Kirche stammt aus dem Jahre 1891. Diese Kirche hat zwei Vorgängerkirchen , die um 1250 und 1368 gebaut wurden.

Der Kirchturm, der neben dem Chor steht, stellt eine Bischofsmütze dar. Die vier Dreiecke haben je ein Rundfenster.
Das Dach ist im Gegensatz zum Kirchenschiff und Chor, die ziegelgedeckt sind, schiefergedeckt. Jede Seite des Turmes hat zwei Schallluken.
Starke Wasserspeicher bringen das Regenwasser weg vom Kirchturm. Der Kirchturm trägt eine Kugel und ein Kreuz
Ein halbrunder wohl Treppenaufgang schließt sich  in Richtung Kirchenschiff an . Die Fenster des Langhauses sind paarige Rundbogenfenster. Das Oberlicht ist rund. Die Restflächen (Fischblase) sind gemauert und waren weiß angestrichen.
Die Fenster bestehen aus kleinen rautenartigen Scheiben, die durch Bleistege verbunden sind.

Unterhalb des Kirchenschiffdach haben wir ein schmales Zierband.
An Ende des Langhauses haben wir als Eingang einen kleinen recht schmalen Anbau mit einer eher Spitzbogenpforte.
Die Apsis wird durch die kleinen Stützmauern in vier Flächen geteilt. Jede Fläche hat ein Rundbogenfenster. Auf der Spitze der Apsis befindet sich ein Kreuz.
Viele kleine Stützmauern teilen die Flächen der Kirche.
Betreten wir nun die Kirche durch den kleinen Anbau auf der Westseite. 
Markant wirkt auf einem im ersten Blick der Chorraum mit dem Altar. Wunderschön ist die Metallarbeit , die das Kreuz mit dem Corpus von Jesus Christus umrahmt. Hier zeigt Möckel wie er feinsinnig und filigran das Kreuz umrahmt. Der Kopf Jesus Christus wird durch einen freigelassenen Ring wie ein Strahlenkranz umrahmt. Blütenblätter und kleine Blumen schmücken das Ganze dezent und doch schön.
Fortsetzung findet dies in der Altarschranke. Oben je Feld eine goldenen große Blume unten links und rechts vom Stiel je eine kleine vergoldete Blume. Diese Element setzt sich fort im Handlauf zur  schlichten neugotischen Kanzel ohne Schalldeckel. Wieder diese Blumen in der schwarzen Metallarbeit. Ein gelungenes gemeinsames Kunstwerk Altar und Kanzel. 
Rechts im Chorbereich steht ja der Turm. Wir haben rechts damit eine kleine Empore, die separat von der Patronatsfamilie von Moltke erreichbar war.
Auf der schichten aber standfesten Empore steht die eine bespielbare Lütkemüllerorgel  aus dem Jahre 1859, die von der Vorgängerkirche übernommen wurde. Zwei Kronleuchter aus dem Jahre 1678 aus der Vorgängerkirche kamen ebenfalls in die neue Kirche.
Das Gestühl ist neugotisch schlicht nur mit vier kleinen Blumen, wie auch Kanzel und Altar, geschmückt. Jede Bankreihe hat eine Kerzenhalter.
Die Fenster haben als Unterlicht zwei Rundbodenfenster , die aus vielen kleinen rautenartigen Butzescheiben bestehen, die mit Bleistege verbunden sind. Das Oberlicht ist ein Rundfenster.
Die Fenster sind mit farbigen kleinen Ziegel in rot verblendet. 
Die Kirche hat wohl zwei Glocken. Ein gelbliches Rundbogenfarbband aus Glas ziert  fünf Zentimeter vom Rand innerhalb des Fensters die Innenflächen . Ausnahme bildet das Mittelfenster hinter dem Altar, das einen blauen Buntglasbogen hat.

Interessant sind die Decken von Chor und Kirchenschiff, Das Kircheschiff hat vier Joche, das Chor hat ein ganzes Joch. Direkt über dem Altar sehen wir ein halbes halbrundes Joch.
Die Stege der Kreuzrippengewölbe sind mit einer Linie bemalt. Die Jochmitte trägt eine Art von vergoldeten Teller, ein Schmuckelement.
Gottesdienste finden im Winter im Pfarrhaus unweit der Kirche statt.
Ein weißer Taufständer ist vorhanden. 
Der Pastor hat zwei Bänke für den Gottesdienst im Chor.
Ein Kerzenständer für Teelichter ist vorhanden. Ein kleines Modell der Kirche bittet Sie für die Erhaltung der Kirche zu spenden und dafür eine Kerze anzuzünden.

  • Ev.-Luth. Kirchengemeinde Dargun
  • Pfarrsprengel mit KG Brudersdorf, KG Groß Methling und KG Levin
    Pastor Alexander Uhlig
  • Burgstr. 9
  • 17159 Dargun
  • Tel.: 039959/20416
  • Fax: 039959/20416
  • E-Mail: dargun@elkm.de



Seitenansicht
Langhaus Chor


Kirchturm
Seitenansicht


Kirchturm und Apsis


Apsis


Paariges Rundbogenfenster
mit runden Oberlicht


Eingangsbereich

Innenansicht

Altar mt Schranke

Altarkreuz mit Korpus

Altarschranke

Seitenempore, im Kirchturm

Kanzel

Taufständer

Bankreihen

Detail Empore

Lütkemüllerorgel auf der Empore


Gewölbe im Chor

Stützstein für Das Gewölbe

Rundbogenfenster