Kirche Gielow bei Malchin

 


Pforte zum Kirchhof

Der Ort Gielow gehörte im 13.Jh. als Lehen dem Kloster Dargun.
Später hatte die Familie von Moltzahn das Patronat über Kirche und den Ort Gielow. Das  Patronat endete 1618 mit dem Kauf des Ortes durch den Herzog und kam damit in Landesbesitz.
Die erste erwähnte Kirche wurde um 1320 erbaut, die bedeutet das der schöne Taufstein älter ist als die Kirche, dieser soll aus dem 13.Jh. sein. Der Taufstein ist mit Reliefköpfen und Blattformen geschmückt.
Der älteste Teil der Kirche ist wohl das Chor und das Langhaus.
Chor und Langhaus besaßen bis 1896 Kreuzrippengewölbe.
Diese wurden beim großen Umbau und der Erweiterung mit den beiden Seitenschiffen entfernt und durch die heutige direkte Holzdecke im Dach ersetzt. So haben heute die Schiffe diese sehr interessante großteils einfach mit je zwei Weinblättern bemalten Bretter als decke. Teile der Decke und der Trageteile wurden in den letzten Jahren ersetzt und sind deutlich an ihrer helleren Färbung ohne Bemalung zu erkennen. Im Deckenbereich erkennen wir im Langhaus einen schmalen Streifen einer Bemalung mit Weinreben. Die neugotischen Fenster haben eine einfache Linie  mit einfachen Lindenblätter
als Zierde.
Im 15/16jh. wurde der Kirchturm angefügt. Die Seitenschiffe, die bereits beschriebene Holzdecke, wahrscheinlich auch das Gestühl, Altar und Kanzel sind 1898 nach der großen Rekonstruktion der Kirche eingebaut worden. Teile der Seitenwände haben eine Bemalung bis in die Höhe von etwa 1,50 m. Es sind einfache recht große Ziegel zusehen. Diese sind innen weiß, nur an jeder linken oberen Ecke sehen wir einen keinen Vierpass. Diese Bemalung im Chor und im Langhaus sind unvollständig. In den Seitenschiffen bewinden sich Emporen die durch vier Pfeiler getragen werden. Diese Emporen sind in braun gehalten und haben neun neugotische Spitzbögen. Jedes Seitenschiff hat um diesen Eingang ein Eingangshäuschen. Die Einganghäuschen haben Türen mit 
Fenster , die aus rautenartigen Butzescheiben bestehen. Drei Spitzbogenfenster mit rautenartigen Scheiben befinden sich über der Tür.

Betrachten wir uns nur den Altar im Chor. Er steht vor dem dreiteiligen Spitzbogenfenster im Osten. Dadurch wird der Altar von hinten wunderschön angestrahlt, was eine schöne Stimmung ergibt. Der Altartisch ist gemauert. Auf dem Altartisch befindet sich das Altarbild. Es zeigt Jesus bei einem Schwur, einen Eid. Seine Rechte Hand ist erhoben mit gestreckten Mittel- und Zeigefinger. Sein Haupt umstrahlt ein goldener Lichtschein.
Vor ihm kniend ein alter Mann mit grauem vollen Haar und ergrauten Bart. Die linke Hand greift die rechte Hand des knienden Mannes und will ihn heben. Die linke Hand des alten Mannes will Jesus seine helle Stola ergreifen.

Über dem Altarbild befindet sich ein großes Kreuz daneben verschieden große Wimpecks.

Die Kanzel steht rechts am Eingang zum Chor. Diese Kanzel ist seht schlicht und ohne Schalldeckel. 

Etwas links steht der bereits beschriebene Taufstein aus 
dem 13. Jh. Das Gestühl teilt sich in das Langhaus und in die beiden Seitenschiffe. Es ist ohne Zierde.

Im Jahre 1828 wurde eine Orgel vom Orgelbauer Schmidt aus Malchin eingebaut.  Der Preis war auf 420 Taler festgelegt. 2/3 des Preises wurde bezahlt. Grund für die laufenden Reparaturen an dieser Orgel war u.a. die Feuchtigkeit. Im Jahre 1897 wurde die alte Kirche in großen Teilen umgebaut.  Der Hoforgelbaumeister Böger aus Rostock - Gehlsdorf sicherte intakte Teile der Schmidt-Orgel. Für den Betrag von 2302 M wollte  Böger die heutige Orgel errichten. Dabei baute Böger verwendbare Teile der Schmidt-Orgel ein und erweiterte wesentlich die Orgel. Heute steht an der Orgel Böger als Erbauer. Der Musikdirektor Waßmann aus Wismar lobte nach Prüfung der Orgel im Juni 1898 die Orgel und den günstigen Preis der Orgel. Pastor Albrecht bezifferte später den Preis der Orgel auf 2400 M.

Im Jahre 1917 wurden die Pfeifen zur Kriegsverwendung beschlagnahmt.
Nach dem Krieg wurde die Orgel wieder vervollständigt. 
Vom 15-17.12.1930 baute die Firma Böger einen elektrischen Orgelwinderzeuger ein.  Die dazugehörigen Elektroarbeiten führte die Firma Voß aus Neukalen durch.

 Diese Orgel wurde 2005 vollständig restauriert und begleitet heute den Gottesdienst.

Die Kirche hat zwei Glocken. Die große Glocke wird per Strick 
zum Gottesdienst geläutet. Die zweite Glocke wird elektrisch geläutet. 
Im Turmraum hängt
links ein alter Wetterhahn mit der Zahl  1689. 
Der Eingang zum Langhaus trägt folgende Überschrift: Der Herr behüte diesen Eingang und Ausgang.
Am Turm Richtung Straße ist eine Scheinuhr angebracht mit der Jahreszahl 1766. Der Kirchturm wurde wohl neu gedeckt.
Vor dem Turm steht zu der Friedhofsmauer gehörende Rundbogenpforte aus dem 15.Jh.

Nicht weit entfernt befindet sich das Pfarrhaus, das 1995 restauriert wurde.
Dies wird wohl ein Bau aus dem 18.Jh. sein.

Im Jahr 2016 ist die Kirchgemeine Rambow hinzugekommen.
Seit dem Jahr 2017 gibt es in der Kirchgemeinde Gielow/Rambow den Kapellenweg.  Mehr Informationen gibt es  unter der Kapelle und Glocke Moltzow.
Der Weg wird durch den ehemaligen Pastor Hübner aus Rambow betreut.

Zuständig für die Kirche ist:
Pastor Dr. Christian Burchard
Str. der Einheit 60
17139 Gielow

Telefon: 039957-20342
E-Mail: gielow@eklm.de
          


Kirchturm unfd Pforte


Kirchturm und Trockenmauer


Turmansicht


Außenansicht
Seitenansicht


Außenansicht
Chorseite

Kirchturm mit der Scheinuhr

Chorfenster

Fenster und Kreuze im linken Seitenschiff


Eingang


Verzierung der Blende über dem Turmeingang


Beschriftung über dem Eingang
zum Langhaus im Turm

Wetterhahn aus dem Jahre 1689

Innenansicht


Ansicht Chorbereich
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Altar

Altarbild "Schwur Jesus"


Kanzel


Kanzel mit Fuß

Kanzeldetail

Taufe aus dem 13.Jh.


Taufe aus dem 13.Jh.


Kronleuchter


Orgelempore mit Böger-Orgel


Böger-Orgel


Orgel-Prospekt

Seitenschiff links mit Empore

Unter der linken Empore


Empore im rechten Seitenschiff


Decke Mittelkreuz


Decke im Chor


Holzdecke

Alter Wetterhahn

Text über dem Eingang


Neugotisches Fenster ,
darunter Bemalung

 


Pfarrhaus