Kirche Duckow bei Malchin

 


Eingang zum Friedhof und Kirche

Die Kirche ist umgeben von einer losen Steinmauer. Zwei aus Ziegel gemauerte Tore dienen als Eingang zu Friedhof und Kirche. Auf dem Friedhof liegen an der Ostseite Mitglieder der Patronatsfamilie von Maltzahn. Die Kirche wurde aus Feldsteinen in nach 1250 im romanischen Stil erbaut. 
Schauen wir uns zuerst die Seite mit dem gotischen Eingangsportal an. Das Portal hat drei nach außen gewölbte gemauerte Rundbögen, die an die Dreifaltigkeit erinnern.
Links oben haben wir noch ein altes viereckiges Fenster mit Rundbogen umrahmt. Recht wurden um 1875 zwei neugotische Spitzbogenfenster mit zwei Spitzbögen mit runden Oberlicht eingefügt. Diese Bereiche wurden auffällig mit roten Ziegeln gemauert. Das Fenster nach Osten wurde um 1875 als neugotisches Spitzbogenfenster mit Dreispitzbögen mit rundem Oberlicht eingefügt. Auf der Rückseite treffen sich wieder die Gotik und die Neugotik in den Fenstern.
Markant sind dabei die Fenster in den Bereichen der Feldsteine. Diese Fenster haben außen immer Rundbögen aus der Romanik. Die innen Fenster deuten mit ihren schmalen Spitzbogenfenstern jedoch schon die Gotik an. Zwei kleine Spitzbogenblenden befinden sich links und rechts dieser Fenstergruppe.  
Der neugotische Mittelteil, der mit roten Feldsteinen eingefügt wurde hat zwei markante neugotische Fenster mit runden Oberlicht.


Die kleine Glocke im Glockenstuhl stammt wohl aus dem Mittelalter. Die neue Glocke trägt folgende Inschrift:
Gott zum Lobe,
 der Gemeinde zur Freude, 
... gegossen diese Glocke anno 1921,
... von Maltzahn.
Der Oberteil der Glocke trägt ein Zierband.

Die mittelalterliche recht schmale Glocke trägt nur zwei mal zwei Linien im Oberteil der Glocke.

Betreten wir nun die Kirche. Sofort fällt auf, das die Kirche  unterschiedliche Merkmale hat. Die Fenster wurden um 1875 im neugotischen Stil eingebaut. Bei den Wänden fällt auf das es Reste einer Gewölbedecke gab. Die Kirche wurde wohl im 30.jährigen Krieg zerstört. Andere Angaben behaupten, dass die Kirche bereits im 16. Jh. eingefallen war. Im 18.Jh. wurde die Kirche repariert.  Die Kirche wurde um 1875 im heutigen Aufbau restauriert. Zu dieser Zeit bekam die Kirche den heutigen Altar. Das Kreuz mit dem Korpus von Jesus und den zwei Leuchtern
kamen frühestens zu dieser Zeit auf den Altar. Links steht die neugotische Kanzel ohne Schalldeckel. Sehr interessant sind die 6 Bilder am Eingang zum Altar. Diese sind sicherlich älter als die Kanzel. Die Bilder mit dem Text über dem Bild sind sicherlich älter als die Kanzel. Sie stammen wohl aus dem 18.Jh.
Daneben steht das nicht bespielbare Harmonium. Rechts steht ein hölzerne Taufständer, eine kleine Tafel hängt an der Wand.

Gegenüber dem Eingang steht wohl der alte, aber unvollständige Altar aus dem 18.Jh nach 1709 . Unten sehen wir das Abendmahl, darüber die Kreuzigung von Jesus und oben die Auferstehung. Das Hauptbild zeigt neben Jesus am Kreuz links und rechts eine stehende Frau. Links wird wohl Maria als Mutter sein, rechts könnte Maria Magdalena sein. Oben haben wir die Auferstehung von Jesus. Um geben wird Jesus von Soldaten im Harnisch. Sie haben Angst vor dem was geschieht. Das Feld links vom Hauptbild der Kreuzigung ist leider leer. Dort stand der Evangelist Mattheus.  Der Evangelist Mattheus soll sich in Gielow befinden. Hoffentlich findet er nach einer Restaurierung des Altares wieder seinen Platz. Rechts sehen wir den Evangelisten Marcus mit dem Löwen. Oben haben wir links Lucas mit dem Stier und rechts Johannes mit dem Adler. Ganz oben steht Jesus mit dem Erdapfel. Bitte vergleichen Sie auch den Altar in der evangelischen Kirche zu Krakow am See.
Vom Aufbau gibt es Ähnlichkeiten. Der unbekannte Künstler hat wohl (?) beide Altäre geschaffen, wobei es kleine Unterschiede wie z.B. die Türme im Hintergrund des Hauptbildes gibt. Bei dem Altar in Krakow am See soll es sich um Türme von Güstrow handeln.

Das Gestühl ist ein schlichtes Kastengestühl mit Türen aber ohne jegliche Verzierung.
Auf der Empore steht eine defekte barocke Orgel. Die Orgel wurde von Matthias-Friese Orgel , der auch die Orgel in Zettemin im Jahre 1780 erbaute , um 1770 in der Kirche Duckow eingerichtet. Die Orgel könnte aber älter sein.
Mattias Friese war der Begründer der orgelbauenden Friese-Dynastie von Friese I bis III in Parchim und Schwerin.



Die Giebel wurden wohl nach dem 30jährigen Krieg mit dem damals üblichen Fachwerk erneuert. In den Jahren 1998 bis 1999 wurde die Kirche vollständig erneuert. Kompliziert war die Erneuerung der Fachwerkgiebel, da die Balken stark zerstört waren. Gleichzeitig wurde das Dach neu eingedeckt. Die nächsten Aufgaben des Kircheförderverein und der  Gemeinde sind die Restaurierung der defekten Orgel.


Zuständig für die Kirche ist:
Pastor Dr. Christian Burchard
Str. der Einheit 60
17139 Gielow

Telefon: 039957-20342
E-Mail: evkirchegielow@aol.com
           

 


Außenansicht

 


Außenansicht
Rückseite



Altes zweiteiliges Rundbogenfenster
mit zwei leichten Spitzbogenfenstern


Neugotisches Spitzbogenfenster


Neugotisches
Dreifachspitzbogenfenster


Eingangspforte


Neugotische Fenster


Fachwerkgiebel


Glockenstuhl


Glocke 1 mittelalterlich


Glocke 2


Innenansicht


Altar mit Altarschranke

Altartisch


Jesus am Kreuz


Leuchter

Beschriftung von ?


Taufständer


Rechte Seite

Kanzel und Harmonium


Eingangsseite zur Kanzel


Bilder am Kanzeleingang

Bild neben der Tür zur Kanzel


Bild an der Tür zur Kanzel


Bilder am Eingang zur Kanzel

Kanzelkörper


Harmonium


Tastatur Harmonium

Alter Altar

Obere Teil Altar Mitte Auferstehung


Figur Evangelist Marcus


Figur Evangelist Lucas

Figur Evangelist Johannes


Empore mit Orgel


Barocke Orgel

Barocker Prospekt


Tastatur Orgel


Gestühl

Freigelegte Deckenbemalung


Decken- und Wanddetail


Wanddetail romanischen Ursprung

Spendensammler am Eingang