Kirche Brudersdorf bei Dargun

 


Seitenansicht Kirche

 

Die Kirche in Brudersdorf wurde vom Land Pommern im Jahre 1866 fertiggestellt. Der Kirchturm gehört zu den typische Bischofsmützen und ist wie auch das Kirchenschiff schiefergedeckt.
Der Kirchturm hat in allen Richtungen ein Turmuhr, die die Uhrzeit richtig anzeigt.
Jedes Fenster besteht aus drei Teilen. Unten haben wir die beiden Spitzbogenfenster, die mit rautenartigen kleinen Butzescheiben, die mit Bleistege verbunden sind, gefüllt.
An den Seiten laufen Buntglasscheiben wie eine Linie.
Im Oberlicht haben wir einen Vierpass, der durch ein Buntglaskreuz verziert ist.
Von außen wird der Oberteil des Fensters von einem spitzbogenartigen Formstein umrahmt. Der Spitzbogen trägt viel kleine Vierpasse.


Markant sind weiterhin die kleinen Stützpfeiler nach jedem neugotischen Fenster.

Unter dem Dach läuft ein Zierband bestehend aus kleinen Spitzbögen.
Auf der Rückseite der Kirche haben wir zwischen Apsis und Kirchenschiff einen Turm der kegelartig ist und mit Schiefer gedeckt wurde.
Der Fuß der Apsis wurde aus gehauenen Feldsteinen, errichtet, die Apsis und die dazu gehörenden Stützmauern wurden mit Ziegel gemauert.
Langhaus und Turm wurden mit fein gehauenen Feldsteinen errichtet.
Der Oberteil des Turmes wurde mit Ziegel errichtet.

Betreten wir die Kirche über den Eingang auf der Turmseite.
Der Eingang ist rundbogenartig, umrahmt von je drei Treppen mit einem Kreuz in der höchsten  siebenten Treppe.
Im Spitzbogen über dem Eingang sehen wir ein Dreipass
in einem Kreis. Der Dreipass ist glasgefüllt.
Der Spitzbogen hat fünf Reihen.
Dieser leichter Anbau am Kirchturm wurde aus roten Ziegel gemauert.

In der Turmdecke sehen wir ein Kreuzgratgewölbe. Mittig haben wir eine etwa ein Meter große runde Fläche die bemalt ist Wir sehen einen Kreis, darin einfeines Andreaskreuz, dies Flächen sind mit Weinreben bemalt. Mittig sehen wir im Andreaskreuz eine Raute , darin ein Vierpass. Grundfarbe ist grün. Die Rippen sind mit Weinranken verziert.
Über dem Eingang zum Kirchenraum sehen wir ein fein gemaltes Kreuz mit Verzierungen. Links und rechts sehen wir  im Fußbereich des Kreuzes ein Spruchband. Links steht: Ev: Math: XI, 28-30, rechts steht : Ev: Joh: XIV, 6 .
Der dreieckförmige Bereich ist hellbraun und mit einer braunen Linie umrandet.
Dieser Raum ist renoviert. Dieser Raum ist durch gemalte Ziegel verziert.
Der Eingang ist durch rote Rundziegel markiert. Das Eingangsportal ist zweitürig und neugotisch.

Als erstes fällt der renovierte Kirchenraum und das Chor mit dem Altar und dem Kreuzrippengewölbe auf. Also schauen wir uns den Altar an. Das Kreuz mit dem goldenen Korpus von Jesus Christus sind neu . Auch die vier Kronleuchter sind neu. Grund ist ein dreister Diebstahl .Hinter dem gemauerten Altar haben wir ein dreiteiliges hölzernen Abschluss .Das Mittelbrett ist durch zwei Spitzbögen, die als Kleeblatt auslaufen, getrennt.
Im Winkel sehen wir zwei Vierpasse übereinander. Der obere Vierpass ist etwas kleiner, damit er in das Dreieck passt. Beide Vierpasse sind leicht gestaucht.
Darüber sehen wir in der dreieckigen Spitze eine mit Ranken verzierten Vierpass.
Das Dreieck hat  je sechs gedrechselte vierpassartige Verzieren.
Die beiden quadratischen Flächen unten sind im Gegensatz zu den Quadraten in den Seiten leer. Das Mittelteil endet nach oben in einem Wimpeg.
Das linke und rechte Brett haben ebenfalls zwei Spitzbögen die ebenfalls als Kleeblatt ausgeführt sind. Darüber sehen wir  je einen Vierpass, Im Dreieck sieht es aus wie zwei gekreuzte Glocken, dies ist kaum zu erkennen.
Etwa 20 cm über dem Altar haben wir in den Spitzbogenflächen je ein Andreaskreuz. Die Außenseiten des Andreaskreuz sind als Kleeblatt ausgeführt.
Vier kleine Vierpasse schließen nach unten die Spitzbögen ab.
Unter dieser Flächen der Seitenteile folgt ein Quadrat . In diesen Flächen sehen wir je eine Raute, in der raute befindet sich ein Vierpass.
Nach oben sind diese Teile auf dem Dreieck in ein Türmchen mit vier Säulen abgeschlossen. Außen sehen wir links und rechts einen Wimpeg wir auf der höchsten Spitze, nur etwas kleiner.
Die neugotische Altarschranke ist mit dem Hinterteil auf jeder Seite durch  je einen Holzbogen mit Höckern verbunden. Die Altarschranke ist schlicht und trägt nur eine Reihe von Vierpassen unter dem Handlauf..
Der Chorraum hat drei neugotische Fenster. Das Oberlicht ist als Dreipass ausgeführt.

Rechts vor dem Chorbogen steht die neugotische Kanzel mit dem Schalldeckel. 
Wir sehen acht Türmchen am Rand auf dem achteckigen Schalldeckel. Dazwischen sehen wir dreiblättrige und einblättrige Teile im Wechsel zwischen den Türmchen, die an den Ecken stehen. Der Schalldeckel ist nach unten abgeschlossen mit einer hölzernen Gardine, die wie eine Reihe von fünfblättrigen Weinblätter aussieht. Die dadurch entstehenden Hohlflächen sehen dagegen wie Kleeblätter aus. Von unten sieht der Schalldeckel wie eine Windrose aus. Im runden Mittelstück sehen wir einen Vierpass. Mittig auf dem Schalldeckel steht ein Holzkreuz.
Jede Fläche des Kanzelkörpers trägt als einzige Zier drei Spitzbögen. Die Spitzbögen sehen wir auch an der Treppe. Die Kanzel hat einen dunkelbraunen Farbton.

Vor der Kanzel steht im Chorraum ein Taufständer aus der Erbauungszeit. Der Taufständer besteht aus weißen Formstein und hat eine Reihe von Dreipässen.


Das Kirchenschiff hat eine offene Holzdecke direkt unter dem Dach. Eine Zwischendecke gibt es nicht. Aber links und rechts sehen wir eine Galerie, die mit Spitzbogenfenster geschlossen wird. Diese Galerien stehen auf  Holzträgern.
Diese Holzträger tragen sowohl die beiden Galerien unter der Decke als auch die beiden Seitenemporen, die fast bis an das Chor gehen.
Die Seiten Emporen sind von den Seitenräumen am Chor erreichbar.

Die Fenster des Langhauses sind neugotisch schlicht. Im Oberlicht haben 
eine Rundscheibe und zwei Fischblasen. Im Oberlicht sehen wir in einem blauen Ring, darin ein blauen Vierpass und ein farbiges Buntglaskreuz. Die vier enden in einem Dreipass. Die beiden Steinen übereinander am Kreuz sind rot, der dritte Randstein gelb, somit entsteht das Aussehen wie bei einem Dreipass. Dies gilt für die vier Seiten. Das Kreuz selbst ist hellblau,. Innen haben wir ein kleines gelbes Quadrat mit schwarzem Rand.
Das Unterlicht besteht aus zwei Spitzbogenartigen Fenstern. Die blauen Buntglaslinien enden in einen Spitzbogen mit einen zusätzlichen Kleeblatt.
Die Scheiben sind rautenartige Butzescheiben die durch Stege verbunden sind.

Zwei feingearbeitete gusseiserne Kronleuchter für Kerzen hängen im Kirchenschiff.

Die Mittelempore hat helle Spitzbögen auf dunkelbraunem Holzgrund.
Auf der Empore steht eine Lütkemüllerorgel. Sie ist derzeit nicht bespielbar und abgedeckt. Die Orgel stammt aus der Zeit um 1866 und soll restauriert werden.
Rechts hängt ein Bild mit schwarzen Rahmen. Das Bild zeigt auf silbernen Grund das Abendmahl.

Die Seitenwände wurden wie die gesamte Kirche neu gestrichen. Der Unterteil wurde mit Ziegel bemalt . Eine Schmuckleiste umläuft den Kirchenraum. Die Fenster sind mit fünfblättrige Ranken umrahmt Linien führen zur Teilung der Flächen.

Die Kirche hat heute noch eine Glocke, die zweite Glocke wurde nach 1940 für Kriegszwecke eingeschmolzen.

Brudersdorf  wurde als pommersche Landeskirche errichtet. Es sind keine Patronatslogen vorhanden. Das Gestühl ist neugotisch schlicht.

  • Ev.-Luth. Kirchengemeinde Dargun
  • Pfarrsprengel mit KG Brudersdorf, KG Groß Methling und KG Levin
    Pastor Alexander Uhlig
  • Burgstr. 9
  • 17159 Dargun
  • Tel.: 039959/20416
  • Fax: 039959/20416
  • E-Mail: dargun@elkm.de


Kirche

 


Kirchturm

 


Kirchturm


Apsis


Seitenturm

 


Neugotisches Fenster in der Apsis

Neugotische Fenster Langhaus

Oberteil, Verzierung neugotische Fenster

Turmeingang

Eingang zum Kirchenraum im
Kirchturm

Kreuzgratgewölbe im Chor

Rippe des Kreuzrippengewölbes
im Tor 

Innenansicht


Altar mit Schranke


Altartisch


Altar


Chorfenster


Neugotische Kanzel

Schalldeckel Unterseite


Taufständer
Eingang Nebenraum


Innenansicht Empore

Empore und Lütkemüllerorgel

Abendmahlbild

Kronleuchter

Ständer der Seitenempore

Galerie über der Empore

Blick unter der Seitenempore

Gestühl


Wandbemalung


Blick von der Empore

Neugotisches Fenster
Spitzbogenfenster

Bemalung um das Fenster