Kirche  Verchen  bei Demmin

 


Außenansicht
Turmseite

Das Benediktinerinnenkloster  auf Marienwerden nahe Verchen entstand nach einem  Umzug des Klosters Marienberg bei Altentreptow im Jahre 1245.
Im Jahre 1248 erhielt das Kloster das Patronatsrecht durch Schenkung von 10 Dörfern unter anderem des Dorfes Kummerow. Im Jahre 1255 schenkte Herzog Wartislaw III von Pommern weitete Ortschaften darunter Verchen.
Im Jahre 1265 begann der Bau der Kirche und des Klosters.
Der Umzug erfolgt im Sommer 1269  das Kloster in Verchen. Seit dieser Zeit heißt es Kloster Verchen. Neben Anlagen des Klosters wurde die Klosterkirche St. Marien, ein frühgotischer Saalbau errichtet. 
Im Mittelalter wurde der Turm und der Chorraum der Kirche errichtet bzw. angebaut.
Der Chorraum hat drei Fenster mit Glasmalereien. Das mittlere Fenster hinter dem Altar zeigt die Kreuzigung Jesus Christus . Am Kreuz stehen Maria und Johannes.
Links sehen wir Johannes dem Täufer mit der Laterne, Maria mit dem Lamm Gottes uns Christopherus mit dem Kind auf der Schulter.
Rechts sehen wir Petrus mit dem Schlüssel, Maria mit dem Kind und Paulus mit dem Schwert.
Der Altar wurde um 1420 erbaut. Im Mittelteil des Altares sehen wir links einen knienden Engel mit goldenen Flügel und goldenen Gewand . Der männliche Engel schaut nach rechts zu einer jungen Frau , die wohl Maria ist. Sie trägt ein rotes Untergewand, darüber goldenes Tuch, mit blauen Elementen.
Sie trägt ein weißes Tuch lose über das Haar, das teilweise zu sehen ist . Ihre Hände sind leicht auf der Brust verschränkt. Die rechte Hand hat etwas in der Hand, die linke Hand ist leicht offen zum Engel gewandt. In der Mitte sehen wir auf einem halb hohen Podest  wohl Gott Vater mit dem Jesuskind , das eine goldene Krone trägt.  Gott  Vater sitzt auf einem Thron. Maria erfährt vom Engel das sie Gottes Sohn gebären wird. Der Tran wir von einem knienden schwarzen Engel mit goldenen Schwingen getragen. Links und rechts an jeder Seitenwand wurden je ein Engel gemalt.  Über drei Gruppe haben wir drei vergoldete Spitzbögen, der mittlere  beginnt am höchsten. Weitere Teile des baldachinartigen Oberteils sind vergoldet. 
Unten sehen wir eine neunteilige vergoldete Ringlinie. Im Ring sehen wir eine Rosette mit einem Kreuz im Mittelpunkt.
Am Fuß sehen wir auf hellblauen Grund links und rechts je eine Person, die rechte  erhebt ein Schwert. Ein lateinischer Text ist befindet sich bei beiden Personen. In der Mitte sehen wir zwei Engel, die ein weißes gespannt Tuch hochhalten. Das Tuch zeigt den blutverschmierten Kopf von Jesus Christus mit der Dornenkrone.
Der Altaraufsatz stammt aus der Zeit um 1500.

Unter dem rechten Buntglasfenster befindet sich eine mittelalterliche Grabplatte.

Rechts nahe des Chorbogens steht eine schöne Holztaufe in den Farben blau und Gold. Sie besitzt einen Holzdeckel.

Am linken Rand des bemalten Chorbogens stehen die Figuren von Maria und Johannes. Das mittelalterliche Kreuz wurde auf einem Balken hoch am Chorbogen befestigt.

Direkt neben dem Eingang steht die Kanzel mit dem Schalldeckel . Ihren Grundfarben sind Gold und Schwarz . Der Schalldeckel trägt in der Mitte eine weiße Taube.

In der Mitte stehen die schlichte grünen Bänke.
Auf der Empore steht eine wohl bespielbare Orgel.

Rechts unter der Empore stet ein Kreuz , wohl mit orthodoxer Ausrichtung.
Es sieht wir das Kreuz neben der mittelalterlichen Kanzel von 1571  mit Jesus am Kreuz, Maria und Johannes in der Johanniskirche Malchin aus. Weiterhin steht dort eine heilige weibliche Figur auf einem Podest . Außerdem sehen wir einen alten hölzernen Korpus , also eine Figur ohne Kopf und zwei weiße betende Hände.
Im  Anbau sehen wir drei mittelalterliche Figuren. Links sehen wir wohl einen Bischof mit einer Mitra, die rechte Hand fehlt bis zum Arm. Rechts sehen wir eine Königin, als eine Frau mit Krone, die linke Hand streicht durch das Haar. 
Die Mittelgruppe besteht aus vier Personen, wohl eine Anna-Selb-Gruppe. Hinten eine ältere Frau, die sich mit rechts auf einen Stock stützt. Davor sehen wir rechts von der Figur aus
eine kniende Frau die das Kind von der gegenüber knienden Frau annehmen soll: Diese Frau  streckt die Arme mit dem Knaben (Baby) aus. Rechte Frau trägt eine Krone und ist somit Maria die Jesuskind Katharina reicht. Diese Figuren stammen aus dem Mittelalter.

Gehen wir wieder zum Chorbogen. Dort steht ein Globus , der brennende Kerzen aufnimmt. Über dem Chorbogen sehen wir eine Freskofreilegung unter der Holzdecke. Eine weitere Freilegung sehen wir über der Kanzel. Diese Fresken stammen aus dem 15.Jahrhundert.
Im Chor sehen wir vier wohl Götzenköpfe an den Rippen des ersten Kreuzgratjoches.  

Mit der Singularisierung  im Jahre 1549 , in dem Mecklenburg evangelisch wurde wurde das Kloster Verchen geschlossen. Die Benediktinerinnen  durften wie in allen mecklenburgischen Klöstern bleiben. 
In den Jahren 1560 und 1575 vernichtete ein Großbrand die meisten Gebäude des Klosters.
Das Klosterleben in Verchen wurde im Jahre 2004 wieder mit vier Schwestern der Christusbruderschaft Selbitz aufgenommen.

Vor der Kirche liegen 11 Trogmühlen und ein kleiner Mühlstein.



Evangelisches Pfarramt Verchen-Kummerow
Pastorweg 7
17111 Verchen
Tel. und Fax: (03 99 94) 1 04 43
 
Kloster St. Marien Verchen
Communität Christusbruderschaft
Budenstr. 1
17111 Verchen
Tel. 039994/79291 oder 79292




Kirchturm


Turm und Chor


Außenansicht Chor


Außenansicht Chorfenster


Elf Trogmühlen,
ein kleiner Mühlstein


Seitenansicht


Eingang

Altar

Kreuz mit Korpus im Chorbogen

Jesus am Kreuz im Chorbogen

Altar

Linkes Fenster


Mittelfenster


Mittelfenster Kreuzigung

Rechte Buntglasfenster


Taufe
mit Deckel


Mittelalterliche Figuren
Maria und Johannes


Grabplatte
rechts


Chorgewölbe

Bemalung im Chor

Bemalter Chorbogen


Kanzel mit Schalldeckel


Innenansicht zur Empore

Malerei an der Seitenwand


Empore mit Orgel


Korpus


Heilige Figur


Kreuz


Figuren im Seitenhaus


Globusartiger Kerzenhalter
Besuch der Kirche im Jahr 2017
Im Jahre 2017 steht auf der Empore eine bespielbare Grüneberg-Orgel aus dem Jahre 1861.
in einer neuen Glasvitrine finden wir eine sehr seltene Anna-Selbviert-Darstellung , sowie rechts Katharina von Alexandrieen sowie links den Bischoff Martin.  Über der Vitrine  und gegenüber strahlen die  neuen Buntglasfenster von Thomas Kuzia.
An den Wänden sehen wir  Reste einer Bemalung.


Chorfenster

Kirchturm

Eingang

Kreuz im Eingang

Innenansicht

Blick zum Chorraum

Kreuz mit Korpus im Chorbogen

Renaissance-Kanzel
mit Schalldeckel

Taube  unter
dem Schalldeckel

Teil der Chorbogenbemalung

Bemaung links oben

Chorraum

Altar

Altar
   

Altar von links
mit rechter Engelsbemalung

Altar von rechts
mit linker Engelsbemalung

Grabplatte

Hölzerne Taufe mit Deckel

Holzfiguren
Maria und Johannes

Schutzkreuz und
Reste der Bemalung

Vier Mannsköpfe

Mannsköpfe

Linkes Fenster

Rechtes Fenster

Mittlere Fenster hinter Altar

Buntglasfenster
mit Schenkungsinschrift
Wilhelm I von Preussen

Gewölbe
Chorbereich
   

Bemalung
nördlicher Eingang

Glasvitrine mit
Anna-Selbviert-Gruppe
neue Buntglasfenster

 
Anna-Selbviert-Gruppe
Katharina von Alexandieen
und Bischoff Martin

Blick  
zur Orgelempore

Empore
mit Grünebergorgel

Grüneberg-Orgel
 

Gedenkplakette

Teil der Wandbemalung-Langhaus

Gedenktafel I.Weltkrieg