Kirche Kummerow am Kummerower See bei Malchin

 


Außenansicht

Der Ort Kummerow wurde erstmals 1222 urkundlich erwähnt. Kummerow erhielt sogar 1255 das Stadtrecht. ein großer Stadtbrand zerstörte den Ort mit drei Kirchen im Jahre 1476 vollständig. Der Ort wurde nach Wiederaufbau im Dreißigjährigen Krieg vollständig zerstört. Die Ursprünge der heutigen Kirche liegen wohl im 13.Jh. 
Das heutige Aussehen und ihre Ausstattung erhielt diese Kirche etwa um 1760. An der Westseite wurde in das ziegelgedeckte dach ein rechteckiger Fachwerkturm  aufgesetzt. Der  Die Gefache sind mit Ziegel gefüllt. Das schiefergedeckte Dach ist einmal abgesetzt , im oberen kleinen Teil leicht nach oben gewölbt. Auf der Turm sehen wir einen Wetterhahn, darunter eine Kugel.

betreten wir nun von Westen die Kirche. Auffallend und wunderschön ist das gesamte Ensambles aus Kanzelaltar, Hochloge, Empore  sowie dem Kastengestühl aus dem 18.Jahrhundert in einer Saalkirche.

im Osten steht der barocke Kanzelaltar mit der Altarschranke. Hochogben steht jesus Christus mit einer kleinen Standarte mit Kreuz in der rechten Hand.
Die linke Hand scheint zum Schwur erhoben.
Unterhalb des Kanzelkörpers sehen wir links und rechts in einem weißen Rautenfeld einen schlanken achtspitzigen vergoldeten Stern.
Links , rechts und über der Kanzel haben wir weiße   teilweise vergoldete Roccaien sowie einzelne rötliche Blumenelemente.

Ansonsten sind die Felder durch goldenen Linien getrennt , die schlieren artige recht dunkle Ornamente zeigen.
Rechts steht die  starke  mit Fenstern geschlossene Hochloge.
Unterhalb der imposanten Loge steht ein einzelner Stuhl .
Dahinter sehen wir davon links nach rechts das Wappen derer von Maltzahn, eine Königskrone, wohl eine Erinnerung an die preussische Herschaft sowie ein weitere Wappen (2 Ähren, ein Federflügel).
An der dunkel gehaltenen Hochloge sehen wir 11 Allegorien mit Unterschriften, darunter der Phönix aus der Asche.
Über dem Aufgang zur Hochloge sehen wir ein Rundbogenfenster mit 6 kleinen Buntglasbilder. Laut Wikipedia sollen diese Bilder illegal zur Restaurierung im Jahr 1987  nach Lübeck/BRD gebracht worden sein. Diese Bilder wurden dort ergänzt.
Neben der Treppe der Hochloge hängt eine Steinplatte (etwa 80x60 cm)  , die die Kreuzigungsszene  Jesus am Kreuz , Maria und Johannes zeigt.
Daneben stehen drei Grabplatten der Familie von Maltzahn.
An der Empore sehen wir weitere 11 Allegorien, zu den 11 Allegorien an der Hochloge passen.  Auf der Empore steht eine restaurierte Grüneberg-Orgel aus dem Jahre 1854. Um den Mittelprospekt steht oben in goldenen Lettern:
" ALLES WAS ODEM HAT LOBE DEN HERRN HALLELUJA PS 150.6".
Unter dem linken Prospekt steht in einem goldenen Rechteck:
"DURCH RUDOLPI FREIHERR VON MALTZAHN".
Unter dem rechten Prospekt steht in einem goldenen Rechteck:
"
UND CAROLINE v.  MALTZAHN  GEB. V. KRÄCKER".
Alle drei Prospektteile haben  als Bogen eine schmale kettenartige vergoldete Linie.
Die Kirche hat ein schlichtes Kastengestühl mit Türen im Mittelgang.
 Links befindet sich eine Tür zur Sakristei der Familie von Maltzahn.
Darüber sehen wir eine Inschrift zu Anton von Maltzan.
Die Kirche hat zwei Glocken , eine Bronzeglocke von Schüenemann Demmin 1837 und eine Stahlgussglocke aus Apolda.


Evangelisches Pfarramt Verchen-Kummerow
Pastorweg 7
17111 Verchen
Tel. und Fax: (03 99 94) 1 04 43


Kirchturm


Turmaufsatz Fachwerk


Altar und Hochloge



Kanzelaltar mit Schranke

Kanzelaltar mit Schranke

Altar seitlich

Kreuz mit
silbernen Corpus

Jesus Christus
mit Standarte oben

Taube im Strahlenkranz
Darstellung Heiliger Gerist

Rechte Roccaien Altar

Geschlossene Hochloge

Geschlossene
Hochloge

Hochloge mit Allianzwappen
von Maltzahn/von Plessen

Hochloge mit Allianzwappen
von Maltzahn/von Plessen

Teil der oberen Verzierung
rechts

Allegorie
 

Allegorien an der Hochloge
Phönix aus der Asche

Allegorien
an der Hochloge

Treppe zur Hochloge

Untere Loge
mit Wappen und Krone

Fenster
mit sechs Glasmotiven

Glasmotiv

Steinplatte
Kreuzigung Jesus Christus

Drei Grabplatten
der Familie von Maltzahn

Platz für
Wasser zum Bekreuzigen

Orgelempore

Orgelempore
über dem Eingang
 
Grüneberg-Orgel

Grüneberg-Orgel 1854

Orgelprospekt

Mittelprospekt

Inschrift von Maltzahn

Inschrift von Maltzahn

Allegorien an der Empore

Allegorien an der Empore

Allegorien an der Empore

Blick von der Empore

Blick zum Eingang der Hochloge

Blick von der Empore

Kastengestühl

Eingang zur Sakristei

Gedenktafel Anton von Maltzahn