Der Dom in Güstrow (Lkr. Rostock)

 


Außenansicht 

Im Jahre 1128 sandte der Bischof Otto von Bamberg zwei Priester nach Güstrow.
Die Gründung des Ortes wird um 1100 vermutet. In den Jahren 1219-1226 erhielt Güstrow das Schweriner Stadtrecht unter Herzog Borwin II. Seine Söhne bestätigten 1228 das Schweriner Stadtrecht.  Borwin der II sorgte vor seinem Tod 1226 für die Gründung des Güstrower Domstiftes und den Beginn des Baues des Domes. Die  Stadtkirche war damals der Dom-Pfarre unterstellt. 

Der Dom wurde mit Backsteinen (Ziegel) errichtet und gehört zur Norddeutschen Backsteingotik. Baubeginn war wohl zu dieser Zeit. Der Dom wurde 1335 geweiht. Ob der Dom damals schon eine Kreuzkirche mit angefügten Kirchturm war ist nicht bekannt. Der Dom wird sich in  seiner Form und dem Inventar in vielen Jahren entwickelt haben. Anders als die Stadtkirche setzte kein Brand dem Dom zu. Im Mittelteil der Kreuzkirche sehen wir einen  schmalen offenen Turm mit langgezogener offener kegelartigen Spitze. Am Westflügel befindet sich der angefügte Kirchturm.  Dieser etwa 25 m hohe dreistufige Turm wird nach oben durch ein ziegelgedecktes abgesetztes Walmdach begrenzt.
im Kirchturm befinden sich  im Jahre 2014 vier Glocken . Früher waren
es bis zu 6 Glocken.. Der I. bzw. der  II.Weltkrieg  kostete dem Dom  fünf Glocken aus der Reformationszeit. Die einzige alte Glocke stammt aus dem Jahre 1617 und wurde  vom Glockengießer Westphal aus einer alten Glocke umgegossen.
Im Jahre 1964 kam eine Glocke aus Rostock nach Güstrow. Diese Glocke vom Glockengießer Strahlborn aus Lübeck (1726) lag bereits zum Einschmelzen in Hamburg.Iim September 1990  erhielt die Kirche zwei Glocken von der Firma Rincker aus Hessen.
Betreten wir nun die Kirche duch den spitzbogenartigen Eingang.
Der Eingang hat drei Spitzbögen und ist leicht vorgezogen.

Schauen wir nach recht , so sehen wir im Chorschiff den markanten vergoldeten Altar.  Im Mittelteil sehen wir die Kreuzigunsszene . Anm großen Kreuz befindet sich Jesus Christus. Links und rechts befinden sich zwei kleine Kreuze mit  weitere Personen..Unter dem Kreuz stehen einne Gruppe von Personen . Daunter Maria und Johannes.  Links und rechts vom Hauptbild der Kreuzigung sehen wir
Links Johannes der Täufer, Petrus u.a . Eine vollständige Beschreibung der  Heiligen am Altar ist vorhanden. Auf dem Linken und rechten Flügel sind je fünf Heilige dargestellt. Die Altarflügel können z.B. zu Ostern geschlossen werden.
dieser spätgotische Altar stammt wahrscheinlich von einem Schüler des Hamburger Schnitzers Hinrik Bornemann. Eine genaue Zuordnung des Altares aus der Zeit um  1500 konnte nicht erfolgen.

Mittig steht das Grabmal des Schweriner Herzoges Borwin II ( starb 1226), der für die Gründung des Domstiftes sorgte.
Von 1503 bis 1695 war Güstrow Sitz der Linie des Herzoges von Mecklenburg-Güstrow . Erster Herzog war Albrecht VII von 1503 bis 1547.
Im Dom zu Güstow  wurden die Herzöge von Mecklenburg-Güstrow beerdigt.


Links nahe des Altar sehen wir dem Borwin-II -Epitaph. Der recht frühe  Epitaph sieht aus wie eine Liste von Namen .  
Daneben befindet sich links der Dorotheen-Epitaph. In dem mittelen schwarzen Teil sehen wir einen dreiteiligen Text.  Außenherum sehen wir zwei Säulen , die den Oberteil tragen. Links oben steht eine Figur . Im unteren Teil haben wir zwei Felder mit Text.  Außen sehen wir je eine Figur. Der Borwin- und der Dortheen-Epitaph bestehen wohl aus Stein oder Sandstein und nicht wir spätere Epitaphe des 17. und 18. Jh. ( z.B. Kirch Grubenhagen) aus Holz. Auch dieser Epitaph stammt aus einer früheren Zeit.  Genaues ist nich bekannt.

Nahe der Sandsteinkanzel befindet sich das Heruog Ulrich-Monument. Herzog Ulrich III regierte von  1535 bis 1603 . Im Auftrag des Herzoges schuf Brandins
diese Monument für die herzogliche Familiengeschichte. Im Jahre 1599 wurde es erweitert.

Die Sandsteinkanzel hat einen Schallldecke und stammt von Johann Paar.
Der Kanzelkörper hat drei reliefs. Sie zeigen : Jesus als 12 jährigen im Tempel, Taufe von Jesus duch Johannes  und die erste Predigt von Petrus.
Johann Paars Bruder  Franz Paar baute unter Ulrich III  das Schloss Güstrow.
Die Kanzel könnte  um 1580 schon im Dom gestanden haben.

Mittig steht die Taufe mit einem Deckel. Die Taufe wurde vom Herzog  Ulrich III und seiner Frau Anna  gestiftet.  Wappen weisen auf die Herzogsfamilie hin .

Die Taufe schuf ein Schüler  von Brandins  1592, der  das nahe linke Monument schuf.

Auf der linken Seite befindet sich ein Levitenstuhl, dem Sitzplatz für den pastor. Interessante Schnitzereien von Ostern und Weihnachten befinden sich im Holz.
Über dem Eingang zum Chor hängt ein hölzernes Kreuz mit dem Corpus von Jesus Christus. Diese Kreuz kam im 14.jh. in den Dom und schließt nen Chorraum an den Stufen zum Chor in der Höhe ab.

Rechts vor der Winterkirche steht eine Tauffünfte.. Es handelt sich um eine Fünfte,  die als Taufe bald nach dem Baubeginn in den Dom kam.

An der Westseite des Hauptschiffes befindet sich die Orgelempore mit der Lütkemüller-Orgel aus dem Jahre 1868 und hat wie

Im Seitenschiff nahe des Einganges befindet sich das Denkmal für Geheimrat Gunther von Passow. der unter der herzogsfamilie diente.
Herzog Gustav Adolf  regierte  von 1635 bis 1695. Er veranlasste im Jahr 1659 das Grabmal für Gunther von Plassow  durch den Künstler Charles Philipps Dieussart..


Viele Leute fragen nach dem schwebenden Engel von Ernst Barlach. Der Engel befindet sich am Eingang  der Winterkirche im nördlichen Seitenschiff  neben der Tauffünte . Ernst Barlach schuf die Schwebende, so nannte Barlach seine Figur,  für den Dom.  Die Figur hängt über einem runden Eisengitter.  Zu der Winterkirche gehört ein Holzkreuz mit dem Korpus von Jesus  Christus.. Diese Standfigur entstand von Barlach aus Entwurf für einen Soldatenfriedhof nach
dem I. Weltkrieg im Jahre 1918.

Die kleine  Orgel von  von Christian Wegscheider aus Dresden kam 1996 in die Kirche.
Barlach stiftete eine kleine Figur , im Jahre 1925 dem Dom. Der Apostel hängt neben der kleinen Orgel.
Zwischen den Kirchschiffen stehen nahe der Säulen 12 Figuren.
Es handelt sich um 12 Apoastel des Lübecker Meisters Claus Berg, der um 1530 im Dom von Güstrow arbeitete.


Für Hörgeräteträger gibt es leider noch keine Hörschleife. Bei Gottesdiensten setzen sich bitte Schwerhörige nahe der Lautsprecheranlage.



Die evangelisch-lutherische Domkirche gehört zur neu organisierten Propstei Rostock.

Evangelsche Domgemeinde Güstrow
Pastorin S.Höser
Philipp Brandin Straße 5
18273 Güstrow.

Weiteres interessantes zum Dom wie die Gottesdienste, deie Öffnungszeiten und eine sehr schönen und interessanten Beschreibung des Domes finden sie auf der Hompage: http://www.dom-guestrow.de


Kirchturm


Chorfenster

 
Kirchturm

 
Kirchturm


Turmeingang


Kleiner Turm über Mittelschiff


Seitenschiff Südseite

Neugotischer Eingang

Innenansicht Mittelschiff


Blick in den Chorraum


Blick zur Lütkemüller-Orgel


Altarraum


Altarraum

Altar

Altar Mittelteil


Chorfenster


Grabmal Borwin II


Dorotheen-Epitaph


Herzog Ulrich II - Monument


Taufständer


Kanzelkörper


Triumphkreuz
in der Vierung


Links Gunther von Passow Denkmal
Rechts ein Figur von Meister Berg


Von Plessow-Denkmal

Blick durch das Hauptschiff
Gestühl der Kirche

Apostel - Figur von Meister Berg

Apostel - Figur von Meister Berg

Apostel - Figur von Meister Berg


Blick zum Gestühl

Dreiteiliges Spitzbogenfenster

An den Mittelschiffsäulen

Winterkirche

Barlachs Schwebende

Barlachs Schwebende

Barlachs Schwebende

Barlachs Schwebende

Barlachs Schwebende

Winterkirche Altar und Kreuz

Kreuz der Winterkirche