Kirche Altkalen (Lkr. Rostock)

 


Außenansicht Vorderansicht

Die Geschichte des Dorfes Altkalen ist eine besondere, denn Kalen wurde als dritter Ort  1244 zur Stadt erhoben. 
Fürst Borowin II gab der Stadt das lübische Recht. Kalen lag zu dieser Zeit an der Handelsstraße "Via Regia". 
Der Bau des heutigen zweijochigen Langhauses begann um 1250
Es handelt sich um ein Kreuzrippengewölbe. Beide Joche wurde mit sehr schönen spätromanische Deckenmalereien versehen. Was heute das Langhaus ist, war als Chor geplant. Die Wandmalereien sind aus dem 15.Jh. . 
Die Sakristei wurde angebaut und hat ein Kreuzgratgewölbe.
Schauen wir uns die Sakristeitür genau an. Dort finden wir ein  hölzernes großes Türschloss.
Im 15.Jh. wurde über die Peene eine Brücke gebaut. Durch den Bau dieser Brücke verlagerte sich die Handelsstraße in den Raum des heutigen Neukalen.
Die Leute gründeten Neukalen und nahmen das Stadtrecht mit in die neues Stadt. Altkalen wurde ein Dorf. Dadurch veränderten sich die Aufgabe der Kirche und der sich im Bau befindliche große Turm erhielt nur diesen kleinen markanten Holzturm.
Das Chor ist aus den Jahren 1854-55  und hatte auch die Aufgabe die Mauern des Langhauses nach Osten zu stützen. Markant ist für das Chor die neugotische Fenstergruppe.
1988-1992 wurde eine große Renovierung durchgeführt. Dabei wurde der neugotische Altar entfernt. 
Das Altarbild  "Die Kreuzigungsgruppe" von Gaston Lenthe aus dem Jahre 1854 bekam links an der Wald seinen Platz.
Das neue Kreuz wurde von Renate Stendar aus Zürich gestaltet und von Karsten Pingel von der altkalener Schmiede Freudenberg gebaut.
Links hängt die Plastik "Das Auge Gottes" von der Bildhauerin Stendar.
Nahe des Einganges finden wir eine weitere Plastik dieser Künstlerin. Sie heißt "Salvatore mundi". Jesus trägt den Erdenball.  Beides sind Geschenke der Züricher Künstlerin.
Der Taufstein ist neugotisch.
Neben der Plastik "Das Auge Gottes" finden wir das Bildnis des 
Pastor Storch (1758-1823), der 35 Jahre in Altkalen Pastor war,
Auf der Orgelempore steht eine Schwarz- Orgel aus Rostock. Diese Orgel ist leider defekt und soll renoviert werden.
Zur Zeit wird die kleine Orgel  der Firma Romanus Seifert und Sohn aus Kevelar genutzt. Diese Orgel ist ein Geschenk aus Bayern.
Das Gestühl ist aus der Kirche Kavelstorf nahe Rostock.
Die Kirche hat eine Glocke aus dem Jahre 1490 mit folgender Inschrift:
 "O Christus, König der Herrlichkeit, komme mit Frieden. Amen , Im Jahre des Herrn 1490."
Zwei weitere Glocken wurden Opfer der Kriege.

Bemerkenswert sind die vielen Malereien an den Wänden. Sie zeigen unter anderen den gnädigen und richtenden Christus, Maria die Himmelskönigin, drei Frauen mit Krone, einer Siegesfahne und Kelch. Die Kirche besiegt das Judentum, dargestellt durch eine Frau mit Judenhut, heruntergefallener Krone und zerbrochener Fahne.
Weiterhin wird der heilige Laurentius dargestellt. Sie zeigt eine Taufe, diese könnte die ältesete Taufdarstellung in Mecklenburg sein.
Weitere interessante Bilder legte der Restaurator Lothar Mannewitz aus Rostock  im Jahre 1988 frei, deren Bedeutung nicht geklärt ist. Schauen und erforsche Sie in aller Ruhe die Kunstwerke in dieser kleinen Kirche, gemalt von Menschen, die fest zu ihrem Glaube stehen.

Am 6.Dezember 2009 wurde die restaurierte die Julius-Schwarz-Orgel (gebaut 1900) feierlich geweiht. Die Restaurierung nahm der Orgelbaumeister Jörg Stegmüller vor.

Ev. -luth. Kirchgemeinde Altkalen/Boddin
Dorfstr. 58
17179 Boddin

Telefon:03994-299465
E-Mail: Pfarramt.Altkalen.boddin@web.de
            
Homepage:
www.altkalen-boddin.wordpress.com

 


Außenansicht Rückseite


Fenster Langhaus



Chorseite



Kirchturm


Innenansicht


Bemalung  eines Joches

Bemalung eines Joches


Seitenbemalung


Seitenbemalung

Seitenbemalung links


Bemalung


Bemalung


Altar mit Chorfenster


Altar


Kanzel daneben Bemalung


Altes Altarbild


Bildnis Pastor


Taufständer


Kunstwerk
"Das magische Auge"


Kunstwerk
Jesus mit Erdkugel


Schwarz - Orgel vor Restaurierung

 


kleine Orgel


Bankreihen


Holzschloss in Sakristei


Trogmühle