Kirche Retzow Landkreis Parchim-Ludwigslust

 


Außenansicht 

Eine der schönsten Fachwerkkirchen im Landkreis Parchim steht in Retzow.
Der Ort Retzow war erstmalig im Jahr 1448 im Plauer Schlossregister zu lesen.
Die Vorgängerkirche wurde in einem Visitationsprotokoll im Jahr 1548 erwähnt. Diese Kirche wurde um 1700 erbaut. Auffällig ist die linke Seite, in der sich die beiden Glocken aus den Jahren 1641 und 1864 Glocken befinden. Dieser Glockenturm ist am Giebel total verbrettert und hat die gleiche Höhe wie die Kirche. Die Ostseite hat einen schönen Fachwerkgiebel. Die Gefache sind mit Ziegel vermauert. Drei Reihen Kreuzfache im Fachwerk zieren diesen Ostgiebel.
Unter dem Dach haben wir kleine interessante Teile, die Verbindung zwischen Dach und Wand, eine Art von Winkel. Die beiden Räume, die in Richtung Eingang zeigen, haben auf der Eingangsseite eine Reihe von je vier Fenster, in der vierten Fachreihe von unten. Dieses Licht in der Höhe von etwa drei Meter macht die Räume bei einem interessanten Oberlicht sehr hell. Die Kirche wurde in den Jahren 1983 bis 1985 grundlegend restauriert. Die Einteilung der Räume erfolgte neu. Entscheidend waren die Fenster bei der Einteilung. 

Betreten wir den ersten Raum. Dieser Raum wird für kulturelle Veranstaltungen, im Jahre 2009 hängen dort Malereien der Kirchen des Landkreises Parchim. Weiterhin hängen an der Wand 11 Glasbildnisse der Kirche. Diese Glasbildnisse waren ursprünglich in den Scheiben der Kirche. Diese Bildnisse aus der Zeit um 1700 haben somit einen geschützten Rahmen und gleichzeitig einen Ehrenplatz erhalten. Diese Glasbildnisse , geschaffen um 1700, wohl Wappenbildnisse, gibt es aus dieser Zeit auch in anderen Kirchen wie Wulkenzin und Babke im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte bei Neustrelitz.
Geradeaus geht es in die kleine Winterkirche.

Rechts führt die Tür in den großen Kirchenraum. Auffallend schön ist der Altar aus der Renaissance etwa um 1590-1600. Es ist eine wunderschöne Arbeit mit zwei Flachreliefs übereinander. Die Farben sind weiß als Untergrund für den Altar, Gold für die Gesichter , Haare und Gewande und grün für Hintergründe.
Schauen wir uns das untere Abendmahlbild an. Jesus in der Mitte am Tisch. Um ihm herum die Apostel vor und hinter dem Tisch. Auf dem Tisch der Becher mit Wein, auf einen Teller mit einem Brot, das wie ein Lamm aussieht.  Jesus schaut nach rechts. Er trägt bereits einen goldenen Schein mit sechs Zacken. Sein Haar sein Bart, die Augenbrauen, die Iris und die Gewandkanten sind vergoldet. Diese Vergoldung gilt auch für seine anderen Jünger. Im Hintergrund hängt ein grünes Tuch, grün die Farbe der Hoffnung.

Vorne links und rechts etwas außerhalb des Abendmahlbildes stehen je ein Mann mit einem spitzen Hut. Der Spitzhut ist das Zeichen der Juden. Beide haben eine Tafel in der Hand. Dort steht links in goldener Schrift "IESAIA LIII" und rechts in goldener Schrift ".I. CORINTER .XI. Auch diese Figuren haben die gleichen goldenen Merkmale wie die Apostel. Der Hut von Jesaja hat zwei goldenen Linien, der gegenüber hat eine Linie und eine vergoldete Bommel. beide Figuren erinnern an das alte Testament, dem jüdischen Testament und damit an den Anfang des Christentums das aus dem Judentum hervorgegangen ist.

Links und rechts schaut je ein Engelskopf, der ebenfalls vergoldet ist nach außen.
Über den beiden Figuren wohl aus dem alten Testament haben wir ein Gebinde links mit Granatäpfel und und rechts mit Brombeere und Granatäpfeln.

Nun schauen wir uns das obere Bild die Kreuzigungsszene an. 
Und Jesus am Kreuz fehlt am Kreuz. Links und rechts stehen Maria und Johannes. Nur noch ein Totenschädel liegt am Fuß des Kreuzes, das mit den Zettel "INRI" beschriftet ist. Der Totenschädel sagt das Jesus den Tod besiegt hat und auferstanden ist, er ist in den Himmel gefahren. Dieses Motiv des Totenschädel haben wir in dieser Kirche Satow bei Malchow/Mecklenburg.

Links steht eine kleine neue bespielbare Orgel mit Holzpfeifen
von Nußbücker aus dem Jahre 1990.

Rechts steht der Kanzelkörper einer etwa 4000 Jahren alten Kanzel. Die Kanzel hat vier rote Säulen, Fuß und Kapitell sind vergoldet. Ein goldener Ring befindet sich in halber Höhe der Säule. In den oberen schwarzen Feldern haben wir Texte in goldener Schrift. darunter folgen in eine Art Haus drei weibliche Engel.
Unter den Engeln steht jeweils Hoffnung, Treue und Liebe. 
Der weiße Taufständer steht links neben der Orgel.

Der kleine hintere Raum dient als Winterkirche. 


Die Kirche Retzow gehört zur 
Kirchgemeinde Gnevsdorf-Karbow
Pastorin Verena Häggberg

Steinstraße 18

19395 Gnevsdorf

038737/20263

 

Homepage: www:kirche-gnevsdorf.de

 


Seitenansicht - Osten


Seitenansicht - Westen



Detail am Fachwerk


Detail an einer Ecke


Einflugluke


Eingang


Eingerahmte Glasbilder


Ausstellungsraum


Wappenbild


Oberlicht des Vorraumes


Innenansicht


Unteres Bild Abendmahl


Detail des Abendmahlbildes


Linke Figur


Rechte Figur


Engelsbild rechts am Altar


Blumengebinde links


Orgel


Kanzel

   


   


Bankreihen


Taufständer