Kirche Gnevsdorf Landkreis Parchim-Ludwigslust

 


Außenansicht 

Im Jahre 2009 feierten die Gnevsdorfer den 112. Geburtstag ihrer neugotischen aus roten Ziegel im Jahre 1897 fertiggestellten Kirche. 
Die Kirche hat einen Kirchturm mit einer Bischofsmütze.
Der Turm ist schiefergedeckt und trägt ein Kreuz .
Interessant ist das diese Kirche wie auch die Ganzliner Kirche nicht Spitzbogenfenster sondern Rundbogenfenster hat , die in romanischen Kirchen zu finden sind.
Über dem Eingangsportal befindet sich eine Turmuhr im Bereich des Kirchturmes. Zwei langgezogene Rundbogenfenster sehen wir auf jeder Seite des Kirchturmes. Der Kirchturm ist auf jeder Seite etwa 1,50 m schmaler als das Langhaus und das sich anschließende Chor. Über dem Eingangsportal befindet sich ein Rundfenster mit einem Buntglasmotiv.
Vier Wasserspeier leiten  das Wasser wie auch in der Kirche Ganzlin ab.
Der Kirchturm ist schiefergedeckt und trägt ein Kreuz , darunter eine goldene Kugel. Das Kirchenschiff und die Apsis ist ziegelgedeckt. Die Kirche wurde neu eingedeckt.


Über dem Eingang des Einganges steht im Spitzbogenteil der weiß angestrichen ist: Jesus Christus gestern und heute 
und derselbe auch in Ewigkeit. Hebr. 13,8.  Der Eingang hat vier Reihen herausgehobene Spitzbögen, die auf die vier Evangelien verweisen. Die Ziegel sind halbrunde Formziegel.
Betreten wir nun den Turmraum . Rechts stehen zwei kaum lesbare Grabplatten. Gut zu erkennen sind die vier vierblättrigen Blumen in den Ecken. Ein altes Kreuz mit dem Korpus von Jesus Christus hängt ebenfalls dort.  Über dem Eingang sehen wir ein Rundfenster mit einem runden Bundglasornament.
Im Moment stehen wir dabei unter der Orgelempore , die von einem Seiteneingang rechts betreten werden kann.

Mittendrin steht die Mittelsäule des Gewölbes , das links und rechts von dieser Säule ausgehend je zwei Joche hat. Leider
hat die Bemalung durch das undichte Dach, bis zur Erneuerung des Daches, Schaden genommen. Stockflecke sind zu sehen, 
also eine Aufgabe für die Gemeinde Gnevsdorf, die hohe Kosten verursachen wird. Die Rippen gehen wie ein Fächer aus dieser glatten sechseckigen Säule hervor. Die Joche sind filigran bemalt.

Der nächste Blick geht nach der Säule, die den Raum des Langhauses teilt, in den Chorraum. Dieser Raum ist zweijochig.
Mittig steht vor drei neugotischen Fenster . Der Altar hat eine silbergestrichene Altarschranke. Es ist eine interessante filigrane Schmiedearbeit mit Bögen. An den Bogenenden sehen wir Margaritten aussehenden Blumen, die uns später auch an den Sitzbänken begegnen. Ein hölzerner Handlauf in dunkelbraun schließt nach oben die Altarschranke ab.

Hinter dem gemauerten Altartisch steht ein etwa ein Meter großes Kreuz mit dem Korpus von Jesus Christus, der die Dornenkrone auf hat. Am Fuß des Kreuzes haben wir vier Felder. In der Mitte die griechische Buchstaben Alpha und Omega für den Anfang und das Ende. In den äußeren Felder sehen wir eine je eine Weinrebe. Vier silberne Margaritten verzieren den Unterteil des Kreuzes. Die Felder sind fein mit Weinblätter verziert. Über den beiden Mittelfelder steht in einem gemeinsamen dreieckigen Giebel der Korpus von Jesus Christus. Das Kreuz beginnt in der Spitze des Dreieckes. Die Dreiecke über den Weinrebenfelder links und rechts sind etwas kleiner und haben kleine Kreuze. Alles ist filigran verziert in diesem Bereich. Die drei freien Enden des dunkelbraunen Kreuzes sind rund. Ein runder Strahlenring markiert links und rechts den Punkt wo die Nägel in die Hände von Jesus Christus eingeschlagen wurden. Dieser runde Strahlenkranz ist natürlich auch on oberen Kreis des Kreuzes zu sehen. Hinter dem nach links hängenden Kopf von Jesus Christus haben hinter dem Kreuz vom Mittelpunkt des Kreuzes aus einen silbernen Strahlenkranz, eine feine Metallarbeit wie die Altarschranke. 
Diese Arbeit hat einen kleinen Mittelring an dem diese Arbeit am Kreuz befestigt ist. Zwei nahe Außenringe stellen den Heiligenschein dar , sie verbinden die  drei Außenpunkte des Kreuzes. Sie sind im Winkel von 45 Grad von der Mitte aus verbunden. Diese Strahlen enden wie Weihnachtsband das mit einer Schere gedreht wird in einer  Spitze im Wechsel in zwei sich teilende halbrunden offenen Linien.
Weitere Blätter und Strahlen ergänze diese feine Metallarbeit.
Jesus mit Dornenkrone wurde aus einem hellen Holz fein gearbeitet.

Das zweijochige Gewölbe des Chores ist bemalt, bedürfen aber wegen Stockflecken der Erneuerung.

Die drei Fenster des Chores sind mit Buntglas gefüllt. Verschiedene Mustermotive ohne ein Bild verzieren die drei Chorfenster. 

Am rechten Rand steht eine neugotischer Taufständer aus weißen Formstein.

An der Seite befindet sich die schlichte neugotische Kanzel mit Schalldeckel. Einzige Verzierung sind Spitzbogenflächen.


Die Bankreihen sind neugotisch schlicht. Die Bankreihen schließen innen und außen mit einem Weinblatt ab. Die silberne Margarete wie in der Altarschranke und am Altar zieren auch die Bänke. Das schlichte rotbraune Gestühl ist mit den Namen der Orte Gevezin und Wangelin versehen. Der Begriff Erbp. folgt den Angaben zum Ort. Erbpächter verweist auf freie Bauern der Orte.

Die Kirche ist bis in Höhe von 1,20 m gardinenartig bemalt. Diese interessante Bemalung gibt es auch in der Kirche Krukow bei Penzlin . 


Die Sakristei beherbergt einen mittelalterlichen Schnitzaltar , der leider nicht besichtigt werden kann. Zwei Figuren konnten bereits restauriert werden. Vor etwa 150 Jahren hat ein "Künstler" diesen mittelalterlichen Altar eine falsche Fassung gegeben, die langsam entfernt wird.

Ein gusseiserne Kronleuchter mit Kerzen beleuchtet die Kirche.


Die Empore wird von links hinter den Bankreihen betreten. In der Ecke neben der Treppe steht eine alte Taufe. Auf der Empore haben eine bespielbare große Orgel von Nußbücker aus dem Jahre 1986. 
Diese Orgel ersetzte die Orgel von Runge aus dem Jahre 1897.
Die Empore erstreckt sich über die linke Seite und rechte Seite und geht fast bis zur Chorwand.

Hinter dem Eingang können die beiden Glocken per Strick geläutet werden.



Die Kirche Gnevsdorf gehört zur 
Kirchgemeinde Gnevsdorf- Karbow
Pastorin Verena Häggberg

Steinstraße 18

19395 Gnevsdorf

038737/20263

 

Homepage: www:kirche-gnevsdorf.de



Der Kirchturm


Apsis


Fenster am Turm


Eingang


Beschriftung über dem Eingang


Altes Kreuz mit Korpus Jesus
im Turm


Grabplatte im Turm


Rundfenster im Turm 
über dem Eingang


Innenansicht


Chorbereich


Der Altar


Unterteil des Altares
mit dem Alpha und Omega


Altar Kreuz
mit Korpus Jesus Christus


Neugotisches Fenster 
im Chor


Zweijochige Kreuzgratgewölbe
im Chor


Neugotische Kanzel


Kanzelkörper


Taufständer


Blick zur Empore


Oberteil der Mittelsäule


Sterngewölbe beginnend an der Mittelsäule

Halbes Sterngewölbe 
beginnend an der Mittelsäule


Decke mit Kronleuchter


Bankreihen links
mit Empore

Erste Bankreihe
Mit Opferstock


Wandbemalung


Kronleuchter


Rechte Empore


Alte Taufe im Aufgang zur Empore


Blick von der Empore zum Chor


Nußbücker Orgel
 


Blick von der Empore
zum Chorbogen