Kirche Kargow-Unterdorf

 


Außenansicht

Erste Kirche erbaut  um 1300
Rechteckige Feldsteinkirche 
mit separaten Glockenstuhl 19.Jh.
Über Tür Inschrift "RENOV 1909".
Betreten wir die Kirche finden wir über dem Portal
diese Inschrift "RENOV 1909".
Die Antwort finden wir an der Loge links. Der Mittelteil
zeigt das Wappen der Familie Neumann und nennt die Namen
Richard Neumann und Elisabeth Neumann
und die Jahreszahl Anno 1909. Links finden wir die Namen
und Zeiträume der Patronate von 1741 Schuckmann
bis 1909 Neumann. Dabei wird der Doppelbuchstabe überstrichen.
In dieser Loge finden wir 12 Felder mit Rosetten.
Dort wo die Namen stehen wurden die Wappen eingefügt.
Das gesamte Gestühl aus dem Jahre 1909 ist identisch des
Gestühls in Groß Dratow mit den Rosetten.
Die erste Reihe ist dem Hofpersonal vorbehalten. (Beschriftung).

Markant für diese Kirche ist die dreiteilige Fensterfront
und die Buntglasdarstellungen aus dem Alten Testament.
Sie zeigen je eine Person, links Moses mit den 10 Geboten (I-X),
Mitte Johannes der Täufer (der Große) mit Kreuz am Hirtenstab
und weißem Spruchband.
Unter der Figur steht JOHANNES und die Buchstaben DG.
Das DG für der Große könnte auch ein stark verschnörkeltes DT sein.
Rechts der Prophet Isaias (Jesaja) mit Papierrolle und erhobener
rechten Hand.
Die Namen stehen unter den Personen.


Davor finden wir den Altar mit Altarschranke.
Der Altar ist ähnlich einem Schrein in drei Portale gestaltet.
Dazwischen finden wir oben drei kleine Köpfe.
Darüber zwei Kerzenständer und zwei Türmchen.
Links steht die Holzfigur Petrus mit Buch,
Mitte Jesus, Rechts Paulus mit Schwert.

Rechts finden wir zwei kleine Bankreihen.
Daneben steht verbunden
mit den Bankreihen auf vier gedrehten Füßen die Kanzel.
Darüber der Schalldeckel,
verziert mit vier aus geschnittenen Glocken.


Links neben dem Altar sehen wir eine alte Marienfigur
in hellblauer Fassung.
Die Orgelempore passt sich dem Gestühl an. Auf ihr
steht eine bespielbare Grünenberg - Orgel (Stettin).
Es handelt sich um die Orgel Nr. 711 aus dem Jahre 1914.
Diese Orgel wurde am 24.09. 2006 wieder geweiht.
Zuvor wurde die Orgel durch die Firma Nußbücker (Arnold)
aus Plau restauriert.
Interessant sind links und rechts folgender Text "Jahrhundertfeier"
und "Lapitz 1914-1918".

Die Kirche hat an den Fenster je eine Rosette.
Die Fenster haben eine Umrahmung. Markant ist der sehr
breite Steg zwischen den schmalen Fenstern.

Die Wände haben bis in etwa 1,20 m eine Bemalung, die
wie gefliest aussieht.

Über der schweren Tür haben wir das
Neumannsche Wappen.

Die kleine Sakristei geht nach hinten zum Friedhof.
Der Glockenstuhl steht mir einer Glocke separat:

Inschrift der Glocke :
Gott lob ich, dem Leben ruf ich,
den Tod entsag ich.

Andere Seite: Leopold Nicolai Kirchenpatron
gegossen Waren 1841
August Neumann und dessen
Sohn Richard Neumann Kirchenpatron 1906
umgegossen, weil gesprungen von M & O Ohlsson Lübeck

Halterung der Glocke als Kopf auf
beiden Seiten ausgebildet.

Auf dem Friedhof liegen drei polnische Zwangsarbeiter,
ermordet am 30.04.1945 (Holzkreuze).

Vier Metallkreuze und eine Metallplatte aus dem 19.Jh.
auf der Rückseite der Kirche abgelegt.


 


Eingangsbereich


Seitenansicht mit Glockenstuhl


Kirche und Glockenstuhl


Glocke

Glocke

Innenansicht

Altarraum

Dreifaltigkeitsfenster

Innenansicht

Altar

Altar


Rechte Figur im Schrein 
Paulus mit Schwert


Figur Maria
links gusseiserne Ofen


Rechtes Buntglasfenster
Isaias (Jesaja) mit Papierrolle
(Altes Testament)


Moses mit den 10 Geboten
linkes Fenster


Johannes mit Stab, daran Kreuz,
 am Stab schmales Band,
mittleres Fenster


Loge links mit 5 Patronatsstühle


Kanzel


Taufständer


Gestühl


Orgelempore
mit Grüneberg - Orgel

Gräber polnischer Zwangsarbeiter