Petrus-Kirche Stuer

 


Außenansicht



Außenansicht 
Vorderseite, Eingang


Kirchturm mit 60 Jahre alten Efeu


Eingangsbereich-Vorhalle


Innenansicht



Innenansicht


Altar



Offener Altar


Erste Kirche wurde 1363 erwähnt.  Zerstörung des Ortes und der
Kirche im 30jährigen Krieg.

Rechteckiger Fachwerkbau 1717
im Stil einer Prignitzer Einständerkirche mit quadratischen Westturm mit achteckiger Turmspitze, Oberteil verbrettert,
Diese Kirche ist die größte Prignitzer Einständerkirche 
im mecklenburgen Raum. 
Holzdecke flach, Holzdecke einfarbig, Holzbalken rotgrundiert.
Getragen wird die Holzdecke durch eine fein gearbeitete
Mittelstütze aus Eiche dem sogenannten "Hausbaum" .
Auf dieser Stütze liegen die Balken, die die Decke tragen.
Der Ziegelfußboden wurde bei der Restaurierung 
aufgenommen und ergänzt. 
Im Fußboden wurde eine Heizung eingebaut.
Das heutige Aussehen erhielt die Kirche im 19.Jh.

Vorhalle /Südanbau um 1750

Wunderbarer spätgotischer Schnitzaltar zwischen 1460-1500
geschaffen. Der Schnitzaltar soll von
Güstower Schnitzmeister stammen.
Die Flügel wurden bemalt.

Mittelteil geschnitzt. 
Er zeigt die Kreuzigung Jesus Christi, umrahmt etwas kleiner 
die zwei weiteren Kreuzigungen. Davor die 
Besonderheit  im Müritzgebiet
20 Personen werden vor der Kreuzigung dargestellt.
links und rechts je 2 Heilige
links oben: Elisabeth mit Jesus und Johannes
links unten: Petrus mit Schlüssel
rechts oben: St. Antonius mit dem Schwein
rechts unten: St. Katharina mit dem Rad und dem Schwert
Über den Figuren eine sehr feine Ornamentarbeit.
Unten finden wir die Grablegung von Jesus.
Geschlossen werden kann die Grablegung von zwei kleinen Flügeln. Im normalen offenen Zustand stehen dort Gesangsbuchverse.

Flügel links geöffnet:: 
Geißelung und Gebetskampf  in Gethsemane
Flügel rechts geöffnet: 
Christi trägt das Kreuz
und Verurteilung durch Pilatus


Karfreitag wird der Altar geschlossen
und Ostersonntag geöffnet:

Die großen Flügel zeigen dann die vier Evangelisten.
Unten wo sonst die Grablebung und die Gesangsbuchverse 
zu sehen sind, sind auf den Flügel 
links das Flotow"sche Wappen,
darüber Augustien Ditrich von Flotow (Stifter)
rechts Katharina Eliesabet von Blücher (Stifterin)
Anno 1688 (Restaurierung des Altares)
Die Grablegung wird verschlossen. Es ist das Abendmahl zu sehen.

Die Altarschranke ist vollständig. Mit Sicherheit ist diese jünger als der Altar. Die Altarschranke passt sich dem Kastengestühl aus dem 18.Jh. an.

Hohe Loge nach 1700  wahrscheinlich nicht
für die Kirche vorgesehen, mit 16 Wappen und vielen Namen der Patronatsfamilie von Flotow. Schiebefenster aus grünen Waldglas, 
üblich im 18.Jh. für die Stuerer Familie von Flotow.

Daneben  die Taufe  aus Holz. Weiterhin sehen wir Patronatsgestühl einreihig aus dem Jahre 1658:
An der Wand des Gestühls finden wir eingeschnitzt folgenden Text: Hartwig von Flotow Anno 1658
Die Vorderseite dieser Bankreihe trägt drei Flotowsche Wappen 
und die Jahreszahl 1688

Rechts weitere Patronatsloge für die Familie von Flotow-Altenhof
mit Eichenholzbekrönung.
Daneben zweireihiges Gestühl.

Pfarrerstuhl Mitte 18.Jh.

Kanzel 1688 mit 4 Flächen, die 4 Evangelisten symbolisierend, 
Mitte Wappen und Buchstaben des Ehepaares von  Flotow/Blücher

Taufe 1688 ebenfalls mit den Wappen und Buchstaben der Patronatsfamilie:
Kanzel und Taufe sind im Stil der Spätrenaissance

Kastengestühl nach 1700, Bankreihen mit Tür
65 Sargwappen, teilweise farbig, teilweise mehrteilig, der Familie von Flotow (1680-1930)

Glocke 1832 Valentin Schulz Rostock


Orgelbaumeister Karl Lötzerich aus Kassel baute 1995 laut Jahreszahl über dem Orgelprospekt die neue Orgel ein. Orgel wurde durch einen anderen Orgelbaumeister auf Grund des zwischenzeitlichen 
Todes von Karl Lötzerich vollendet.


Zwei Leuchter aus der Synagoge in Sternberg. Die Synagoge wurde 1906 in Sternberg aufgelöst. Flotow kaufte dort zwei Kerzenleuchter.

Kirche wurde von 1989-1995 vollständig saniert.

Der Efeu am Glockenturm ist etwa 60 Jahre alt.
Bei der Sanierung des Turmes gab es Probleme mit den 
Dachschindeln aus Eichenholz. Die Schindel sollen erneuert werden.

Auf dem Friedhof finden wir ein zirka 4 m hohes Holzkreuz mit einer Inschrift.


Die Kirchgemeinde Stuer - Wendisch - Priborn wurde am 01.10.2009  aufgelöst. Die Kirchgemeinde Stuer wurde der Pfarrei Massow zugeordnet. Die Kirchgemeinde Wendisch  - Priborn wurde der Pfarrei Gnevsdorf im Landkreis Parchim zugeordnet.


Mittelteil Kreuzigung
links und rechts Heilige


linker innerer Flügel

rechter innerer Flügel


Elisabeth 
Mutter von Johannes dem Täufer
 mit Jesus und Johannes

 


Linker Flügel Außen, nur zwischen Karfreitag und Ostersonntag
zu sehen, dann werden die Flügel 
eingeklappt  ´


Rechter Flügel Außen, nur zwischen Karfreitag und Ostersonntag
zu sehen, dann werden die Flügel 
eingeklappt  


Unterteil Altar mit offener Grablegung


Grablegung

Unterteil Grablegung geschlossen


Rechte untere Seite des Altares 
Jahreszahl 1688
Stifterin Katharina Elisabeth
von Blücher
die Ehefrau


Taufständer 17.Jh.

Linke große Patronatsloge


Bankreihe mit Wappen - 
kleine Patronatsloge


Kanzel ohne Schalldeckel


Detail an der Kanzel

Orgel, links und rechts marmorierte Balken


Tastatur der Orgel


Jüdische Leuchter 1906


Bankreihen - davor Stütze


Bankreihen

Allianzwappen


Teil der Flotow"schen Sargwappen


Sargbeschläge über 57 Stück insgesamt


Einzelnes Sargwappen


Sargbeschläge


Ausgang, darüber Holzkreuz


Holzkreuz auf dem Friedhof