Kirche Fincken

 


Außenansicht

Rechteckiger Backsteinbau aus dem Jahre 1744.
Der Kirchenpatron  Helmuth von Peterstorff ließ diese Kirche auf den Resten der Vorgängerkirche erbauen.
Die Kirche hat zwei Keller. Die Luken befinden sich in der Kirche, Rechts neben dem Eingang haben wir ein kleines Fenster. 
Dort stehen seit etwa 1955 die Särge der Patronatsfamilien. Das Mausoleum wurde zur Winterkirche gestaltet.  Rechts neben der Kirche haben wir zwei Grabplatten der Familie von Schönemann. Die Tochter Elisabeth war Hofdame der Prinzessin und Königin Luise von Preußen, die in Hohenzieritz gestorben ist..
Turmumbau vor 1800, Turm aus Holz, Bedeckung könnten Kupferplatten sein, Turmspitze mit Kugel und Wetterfahne.
Das Dach wurde bisher nicht erneuert. Es sind Dellen im Dach vorhanden, die auf defekte Dachteile hinweisen.

Alle Fenster mit milchigen Buntglas versehen. 
Besonderheit links zusätzlich beide Fenster mit Kreuz
auf blauen Grund. Die anderen Fenster sind heute ohne Kreuze.

Über dem Eingang ein Wappen der Familie von Petersdorff.

Betreten wir nun die Kirche, die 25 Jahre an die Gemeinde Fincken verpachtet ist, so dominiert  der Kanzelaltar den Raum. Der Kanzelaltar stammt aus dem Jahre 1744 und wurde erstmals um 1844 restauriert.
Links stehen neben der Säule Mattheus und Markus mit ihren Figuren Engel und Löwe zu Füßen. Rechts neben der zweiten Säule stehen Lukas und der jünger erscheinende Johannes,
zu  Füßen der Stier und der Adler.
Mittig befindet sich die Kanzel. Die Kanzel trägt von links nach rechts folgende Wappen: von Blücher, von Peterstorff, von Blücher-Fincken, von der Lühe und von Lücken aus Massow.
Die Wappen sind wohl mit weißen  Blumen unterlegt.
Das Wappen der Familie Blücher-Fincken gibt es erst seit dem 13.11.1814 und wurde vom preußischen König
Friedrich Wilhelm II auf dem Wiener Kongress genehmigt.
Über den fünf Wappen befindet sich ein Engelskopf mit Flügel.
Der Schalldeckel ist mit Bommeln versehen. 
Über dem Schalldeckel sehen wir auf einem Strahlenkranz, darin sechs Wolken im Kreis, ein Dreieck mit drei Wellenlinien,
den Heiligen Geist symbolisierend. Davor befindet steht schräg ein Stab. Der Oberteil des Schalldeckels wird durch Ranken verziert. Links und rechts klatschen zwei komplette Engel mit Flügel Beifall. Die Treppe zur Kanzel befindet sich rechts.

Links neben dem Altar  finden wir eine kleine Grabplatte aus dem Jahre 1599. Darauf steht:
ANNO 1599
24. Di January
OBIIT
ILSECKE  WEGEN
IWOMEL 

Die Buchstabenfolge IWOMEL bedeutet: Ich weiß oh mein Erlöser lebt. 

Gegenüber dem Altar steht Jesus mit offenen Händen. Leider ist diese Figur sehr sehr stark beschädigt. Am Fuß dieser Figur finden wir folgende Inschrift: Haken Kaselin - Knüppeldamm.
Kaselin und Knüppeldamm sind zwei Ortsteile bei Fincken.
Das Alter der Figur ist nicht bekannt.
Die Bankreihen sind eine Spende der Nazarethgemeinde in Berlin.

Glocke 1581,  umgegossen 1866 von Carl Illis Waren

Die Kirche wurde 1935 renoviert. Dabei fand man auf dem Dach fünf Holzfiguren. Diese fünf Figuren befinden sich heute in der Kirche Massow.
Die Kirchendecke war immer aus Holz und wurde in den letzten Jahren durch die Gemeinde erneuert.

Etwas 30 m enternt steht das frühre Mausoleum, das für den normalen Gottesdienst genutzt wird.

Kirche wird für öffentliche Zwecke durch die Gemeinde genutzt, steht der Kirche für Gottesdienste zur Verfügung.
Informationen und Führungen bitte in der Fachwerkscheune, der einzigen intakten Rundscheune in Deutschland.
Die Rundscheune wurde um 1850 als Pferdestall 
von Blücher- Fincken, der auch Patron der Kirche war erbaut.
In der Rundscheune befinden sich Sargbeschläge der Särge im Kirchenkeller.

Ehemaliges Mausoleum wurde zur Kirche umgebaut und wird für Gottesdienste  genutzt


Turmspitze,
 davor über Eingangsportal ein Wappen


Fenster im Chorbereich


Normale Fenster ohne Kreuz


Altar

 


Oberteil des Altars


Evangelisten Lukas und Johannes


Evangelisten Mattheus und Markus


Kanzel


Statur Jesus


Gestühl


Rechtes Fenster neben Altar


Kleine Kirche
früher Mausoleum


Kirche
Innenansicht


Rundscheune


Sargbeschläge der Särge im Keller der Kirche befinden sich in der Rundscheune