Marienkirche Penzlin

 


Außenansicht

Erste Kirche 13. Jh.

1273 erstmalig erwähnt, Bau etwa um 1230
unter Patronat Kloster Broda bei Neubrandenburg geweiht.
Patronat von Maltzan 1501 bis 1929,
 Hauptbauzeit der 3-schiffigen Basilika 14.Jh.
Chor einschiffig ebenfalls Kreuzrippengewölbe
Neben der Kirche existierte eine Burgkapelle.
Eine Legende sagt, dass zwischen Burg und Kirche ein Geheimgang existieren soll.

Kirche 1631 von Tilly als Lazarett genutzt.
1702 wurde das Patronat der Familie von Maltzan erneuert

1725 Glockenturm stürzt nach Brand auf das Mittelschiff,
Einsturz, danach Einbau Zwischendecke, Orgelprospekt,
Julius von Maltzan organisierte den Wiederaufbau.
1735 als Tonnengewölbe aufgebaut.
Kirchturmspitze Pyramidendach, Turmuhr 1735 eingebaut,
1864 heutige Turmuhr vom Meister Klagemann,
bis 1985 musste  Uhr täglich aufgezogen werden,
Einbau elektrischen Aufzug,


Seit 1781 ist Kirche ohne Friedhof,
Eine Kapelle wurde  2006 auf dem Friedhof gebaut.

1777-1778 wurde Kirche unter Leitung von Johannes von Maltzan restauriert und umgebaut. Das Tonnengewölbe wurde durch ein Kreuzrippengewölbe ersetzt. Die drei Schiffe bekamen eine gleiche Höhe und Länge. Dadurch entstand eine Hallenkirche. Es erfolgten Umbauten an der Apsis, Empore.

1913 wurde Licht eingebaut, 1962 Einbau einer Bankheizung.

1963 wurde der hölzerne Taufstein angeschafft.
Der Taufstein aus dem 18.Jh. steht nun im Turm.



Altar 1878 restauriert und umgebaut.
Altarsockel gemauert,
interessant und zur Phantasie anregend  ist,
das der gemauerte Altarsockel auf der Rückseite eine Tür hat.
Heutiges Altarbild zeigt die Kreuzigung,
das Bild ist vom Maler Georg Kannegießer Neustrelitz.
Mittig Jesus am Kreuz , links Johannes und Maria, 
rechts Maria-Magdalena

Kanzel ( 18.Jh.) mit Schalldeckel, darauf viele Türmchen
an der Kanzel sind vier kleine Wappen angebracht
- von Maltzan als Patron,
- Landeswappen des Herzogtum Mecklenburg-Schwerin
- Stadtwappen Penzlin
- Wappen mit der Inschrift:
FR. FRANZISCUS II MARNUS DUX DONATOR 1878
Wir sehen an der Kanzel die vier Wappen Adler, Stier, Löwe, Mensch der Evangelisten Mattheus, Marcus, Lucas und Johannes. Die Figuren sind mit Engelsflügel.
Schalldeckel trägt unten eine Rosette.

Gestühl 1878.

Kreuzigungsgemälde 1735

Grabplatte im Mittelschiff 1736, verdeckt durch Teppich.

Kirchenpatronat der Familie von Maltzan von 1501 bis 1929,
6 Patronatsstühle



Kleine südliche Seitenkapelle ( vor Restaurierung 2009):
Begräbnisstätte der Patronatfamilie von Maltzan von 1501 bis 1932, Gruft besitzt  zwei Etagen.
In der oberen Gruft stehen acht Särge darunter ein Kindersarg.
Links und rechts finden wir eine Steinplatte.
In der unteren Gruft stehen 18 Särge. Die Sakristei ist leider in einem schlechten Zustand , teilweise regnet es durch.

Kleine Tür auf der Marktseite führte wohl zu einem Keller.

1994 erfolgte Überholung der Orgel und des Orgelprospektes, dabei wurde ein ovales Gemälde gefunden.
Oben an der Orgel Wappen von  Maltzan und von Gräfin Luckner
Erste Orgel 1781 von Simon Alt-Strelitz
1929 Orgelneubau von Jaiserus Stralsund, 1930 wurde der elektrische Betrieb eingebaut.


Turm ca. 32 m hoch, Turmtür außerhalb der Kirche mit eigener Treppe, begehbar.

4 Glocken +
Klingelglocke auf der Marktseite, nicht funktionsfähig da ein Teil des Zugseiles fehlt.
1 alte kleine Glocke 1735 mit vielen Inschriften. Drei Bronzeglocken wurden
im II. Weltkrieg  als Kanonenfutter entnommen. Im Jahre 1961 wurden drei Stahlglocken,  wahrscheinlich der Firma Schilling Apolda, eingefügt. Diese drei Glocken aus dem Jahre 1961 wurden  entfernt und durch drei neue Bronzeglocken ersetzt.  Die Ankunft der Glocken und ihre Segnung  war anläßlich des Erntedankfestes  am 5.10.2014 Danach wurden die Bronzeglocken in die Glockenstube gebracht. Erstmalig läuteten die neuen Glocken anläßlich der Glockenweihe und der Reformationsfeier am Reformationstag am 31.10.2014. Die drei Glocken erinnern an die Partnergemeinden in den Niederlande, in Rumänien und an die Partnergemeinde in Bayern.

Von Januar 2009 bis Oktober 2009 erfolgten umfangreiche Arbeiten an der Marienkirche Penzlin. Dazu gehörten u.a. Arbeiten an der Außenbeleuchtung, Ausmalung, Neugestaltung der Sakristei. Am 25.10.2009 erfolgte die feierliche Wiederweihe der Marienkirche mit vielen Gästen u.a. Gästen aus der Partnerstadt Otterndorf und anderen Partnergemeinden. 
Die Sakristei wurde vollständig neu gestaltet. Über der Gruft gibt es jetzt zwei Räume. Im hinteren Raum stehen zwei Grabplatten, die sich in der Gruft befanden. Dieser Raum erhielt neue neugotische Fenster mit kleinen rautenartigen Butzescheiben.
Dieser Raum hat ein Kreuzgratgewölbe.
Der vordere Raum hat eine offene Decke. Die tragenden hölzernen Deckenelemente (Balken) sind sichtbar.
Beide Räume wurden neu ausgemalt.
Eine zweite Tür links daneben führt die steinerne Treppe herab zur Gruft. Ein gusseisernes Gitter verschließt die Gruft.
Der Boden der Gruft wurde erneuert, Die Gruft wurde ausgemalt. Die Särge wurden neu aufgestellt.
Diese Särge sind Särge der Patronatsfamilie von Maltza(h)n.
Mehrere Familien des Geschlecht von Maltzan waren bei der feierlichen Wiederweihe der Kirche dabei.

Vor der Kirche steht eine Büste von Johann Heinrich Voss
dem Penzliner Heimatdichter.
 

Pfarramt Penzlin und Groß Lukow
Pastor Reinke

 


Außenansicht
Turmansicht


Innenansicht


Linke Sakristeiraum neben dem Altar


Altar


Altarbild


Orgelempore


Orgeltastatur


Blick von der Empore


Kanzel


Schalldeckel


Detail Kanzel
Engel für Evangelist Mattheus


Detail Kanzel
Löwe für Evangelist Marcus


Detail Kanzel
Stier für Evangelist Lucas


Detail Kanzel
Adler für Evangelist Johannes


Plakette der Stadt Penzlin
an der Kanzel


Taufständer
Im Chorraum


Taufständer nahe Haupteingang


Altes Altarbildnis


Decke Mittelteil der Kirche
nach Restaurierung


Rechte Empore 
nach Restaurierung


Blick zur Seitenempore
nach Restaurierung


Eine Säule von der Empore aus
nach der Restaurierung


Deckendetail
 nach der Restaurierung


Grabplatte


Ansicht der Grabplatte
in der Maltzan "schen Gruft
vor der Restaurierung


Bauarbeiten Januar-Oktober 2009


Gedenkraum der Familie von Maltzan 
nach Restaurierung


Grabplatte von Maltzan

Grabplatte von Maltzan

Kreuzgratdecke im hinteren Sakristeiraum
nach Restaurierung


Vorderer Sakristeiraum
nach Restaurierung


Blick in den vordere Sakristeiraum


Fenster in der Sakristei
nach der Restaurierung


Decke des ersten Raumes über der Gruft
nach der Restaurierung

Gedenktafel von Maltzan


Treppe zur Gruft
nach der Restaurierung


Tor zur Gruft
nach der Restaurierung


Neue Gruft


Büste Johann Heinrich Voss
vor der Kirche