Kirche Ankershagen

 


Außenansicht
Westseite

 Kirche aus dem 13.Jh. (am 01.05.1266 vom Bischof von Havelberg geweiht), das Alter und der Baubeginn der Kirche liegen jedoch im Dunkeln der Geschichte.
Rechteckiger Feldsteinbau mit quadratischen Chor,
Langhaus zweischiffig, Kreuzrippengewölbe, mehrjochig.
Umbauten am Langhaus sollen im 15.Jh. erfolgt sein.

Betreten Sie die Kirche über das Portal des Turmes, so finden Sie im Eingangsbereich zum Langhaus ein ursprüngliches Außenportal. Grund ist der Turm soll ca. 100 Jahre jünger als Langhaus und  Chor sein.
Der Turm  war bereits Bestandteil der Kirchenweihe von 1266.

Beeindruckend sind die bereits freigelegten Fresken in der Kirche und insbesondere im Kirchenschiff und Chorraum.
Links neben dem Altar / Kanzel des Langhauses kämpft der heilige Georg gegen einen Drachen, also gegen den Unglaube.
Darüber die Kreuzigungsszene.

Der älteste Teil der Kirche ist der Chorraum und
beeindruckend durch seine Fresken.
Interessant ist das Fresko einer wendischen Gottheit,
die für das Abbild des Teufels des Teufels gehalten wird,
am Eingang zum Chor. Erinnert sei daran , dass der Teufel sein Abbild nicht sehen kann. Aber wie kommt eine wendische Gottheit in eine Kirche? Früher lebten vom
 5. Jh. bis zum 11-12. Jh. wendische Volksgruppen z. B. die Tollenser in diesem Gebiet. Tollenser waren ein slawischer Volksstamm, die in der zweiten deutsche Besiedlung friedlich integriert  wurden. Viele Ortsnamen z.B. Müritz- kleines Meer erinnern aber noch heute an diese slawische Zeit.

Neben dem Altar des Chores finden wir das Fresko der Burg Ankershagen (Brandenkierl ? -Familie von Holstein).

Reste der Burg finden Sie nahe des Gutshauses Ankershagen.
Sehr interessant sind die Deckenfresken des Chores. Manches ist leider unvollständig, in der Mitte sieht man die vier Symbole der Evangelisten. Auch ein Jäger mit Pfeil und Bogen, ein Hahn, eine Kirche sind erkennbar. Nehmen Sie sich Zeit die Fresken des Kreuzgratgewölbes zu sehen und zu erkennen.

Der Chorraum hat sechs sogenannte Schutzkreuze, die teilweise verdeckt sind. Zwei Paare gotische schmale Buntglasfenster befinden sich auf der Süd und Ostseite.
Auf der Nordseite geht eine Pforte in die Sakristei.

Ein Holztaufe aus dem Jahre 1618 mit hohem Deckel ist vorhanden, im Winter steht diese im Chorraum, im Sommer nahe des alten Altarbildes, die Erweckung des Lazarus, im Langhaus.
Beeindruckend sind die feinen Schnitzarbeiten. Eine Inschrift ziert die Taufe .
Sie lautet: MARCI AM LEHSTEN WOL DA GELOVET UNDE GEDOOFT WERDT, DE WIRD SALICH; WOL ÖVEEST NICH GELOVET; DE WERDT VERDOMET WERDEN.

Es geht also um die Bedeutung der Taufe. Der Text ist  in der Sprache um 1618 geschrieben.

Das Altarbild zeigt "Die Erweckung des Lazarus"
Ursprünglich stand der Altar im Chor.
Chorraum und Langhaus sind durch eine Glasfront getrennt. Grund dieser Trennung, war die notwendige Schaffung einer Winterkirche. Zur gleichen Zeit wurde das Pfarrhaus verkauft. Seit etwa 1975 ist das Pfarrhaus ein Museum.

Über der Holztaufe hängt ein Kreuz, der Korpus ist aus dem 15.Jh.


Hauptportal
Turmseite


Kirche Chorseite


Altar
Chorraum


Altar im Chorraum
Wandfresko
Kreuz und Burg Ankershagen

 


Deckenfresken im Chorraum
Mitte


Deckenfresko Detail
im Chorraum


Deckenfresko Detail
im Chorraum

Die Kanzel steht hinter dem Altar des Langhauses. Sehr schöne Schnitzarbeiten zieren die Kanzel. Der Kanzelhimmel besitzt viele feine Spitzen.

1996 wurde Lütkemüllerorgel  von 1874 rekonstruiert.

Reste einer farbigen Bemalung finden wir an  den Kämpfern und an den Rippen des Kreuzrippengewölbes. Löcher in der Decke dienten früher zur Belüftung der Kirche. Ein kleines Loch am Kämpfer diente früher als Abzug eines Ofens.

Empore führt zu einem Geheimgang, der der Aufgang zum Dachboden bis zum Bau des Turmes war.

Tür aus der Barockzeit  mit Anker und Textspruch.

Die Glocken sind aus den Jahren 1730 und 1746.

Die Besteigung des Turmes ist leider auf eigener Gefahr. Bitte verzichten Sie im Frühjahr auf die Besteigung um die Tieren nicht zu stören. Manchmal brütet hier ein Turmfalke.

Pastorin Frau Finkenstein bittet um Spenden für die Erhaltung
und für die Freilegung weiterer Fresken. Bitte wenden Sie sich an das:

Pfarramt Möllenhagen
Pastorin Frau Angelika Finkenstein
Parkweg 7
17219 Möllenhagen
Telefon: 039928-5270


Gottesdienst Sonntag 10.15 Uhr

Am 01.05.2012 hat sich ein Verein zur Erhaltung der Kirche Ankershagen gebildet.


Im Mai 2014 wurde die Kirche vollständig eingerüstet. Die Bauarbeiten am Kircheschiff und an der Sakristei begannen. Anläßlich des Trödelmarketes zugunsten der Kirche  am 07.06.2014 war das Dach der Sakristei bereits abgedeckt und Reparaturen  am Dach begannen. An der Kirche sollen in diesem Jahr über 300.000 €uro für die Kirche verbaut werden. Im Jahr 2014 wurden Arbeiten  an der Fassade und am Innenraum der Kirche durchgeführt. Am 14.12.2014  fand die Wiederweihe unter Leitung von Frau Pastorin Finkenstein mit Orgel und Posaunenchor der jetzt hell strahlenden Kirche statt.
Während der Restaurierung wurde auf der Nordseite eine mit Feldsteinen zugemauerte Tür teilweise geöffnet. Dabei wurde über der Tür ein alter Fresko, wahrscheinlich ein Jesuskopf  aus dem 13.Jh. ,  freigelegt. Während der Renovierung wurde zum Schutz des Fresko eine zweitürige Schutztür vorgebaut. Die Mauer der Tür wurde gesichert. Diese Tür kann geöffnet werden und der Jesuskopf gezeigt werden.
 

Im Jahr 2016 wurde die Teilung zwischen Sommer- und Winterkirche erneuert. Der Zugang zur Kanzel erfolgt nun vom Chorraum durch eine separate Glastür.
Die Treppe wurde nach Osten neu ausgerichtet. Der Altartisch wurde erneuert.
Am 01.05.2016 wurde der 750 Jahrestag der Kirchweihe durch den
Bischof von Havelberg mit dem Sprengelbischof Andreas von Maltzahn gefeiert.

Die Kirche kann von Ostern bis zum Reformationstag täglich
von 8 Uhr bis 18 Uhr besichtigt werden. Bitte beachten Sie das während des Gottesdienstes am Sonntag von 10.15-11.30 Uhr die Kirche nicht besichtigt werden. Natürlich können Sie den Gottesdienst gerne besuchen.
Bei vielen Gottesdiensten erfolgt die Begleitung  mit der Lütkemüllerorgel.

Der Vater von Heinrich Schliemann war bis zum Tode der Mutter in Ankershagen Pastor. Schliemanns Mutter ist gleich neben dem Seiteneingang neben dem Turm beerdigt worden ( Kreuz aus Metall).

Jährlich findet einmal im Jahr im Monat Mai nahe der Havelquelle
ein Waldgottesdienst statt. 


Wendische Gottheit
und Schutzkreuz


Innenansicht rechtes
Kreuzrippengewölbe


Innenansicht linkes
Kreuzrippengewölbe


Altes Altarbild
Erweckung des Lazarus


Tür mit Text aus dem 15.Jh.
Barock

Fresko Heiliger Georg
siegt gegen den Unglaube


Triumphkreuz


Altar 


Kanze

l
Holztaufe 1618   

  
Kapitell mit Zeichnung


Lütkemüllerorgel


Tabernakelnische
im Langhaus


Pfarrhaus heute Museum

Kirche Ankershagen nach der Renovierung

Eingang vom Kirchturm aus

Innenansicht linke Seite

Innenansicht rechte Seite

Blick zur Orgel

Blick Säulen rechte Seite

Blick zur Empore

Blick zur Empore linke Seite

Blick zur Kanzel

Säule hinter der Kanzel

Der neue Altartisch

Blick zum Triumpfkreuz

Fensterrandbemalung

Fenster mit blauen Kreuz

Fresko

Fresko

Säule an der Empore

Mittelbogen an der Empore

Wand-und Bogengestaltung rechts

Harmonium bespielbar ?

Spieltisch der Orgel

Orgel von Lütkemüller

Blick von der Empore

Gewölbe

Gewölbe

Gewölbe

Gewölbe

Gewölbe

Schatulle


Deckenfresken
im Chorraum
Mitte

Im Chorraum
Wandfresko
Burg Ankershagen

Wendische Gottheit
und Schutzkreuz

Freigelegte Seitentür
während der Restaurierung

Freigelegter Jesuskopf

Seiteneingang mit Schutztür

Tür schützt Fresko Jesuskopf

Begiin der Reinigung
des Fresko 2015

Beginn der Reinigung
des Fresko 2015

Freilegung Fresko
2015

Freilegung Fresko
2015

Freilegung Fresko
2015
Umbau der Teilung der Winterkirche
anläßlich 750 Jahre Kirche Ankershagen am 01.05.2016

Altarbereich Mai 2016

Altartisch Mai 2016

Kanzel Mai 2016

Neuer Zugang zur Kanzel
Mai 2016