Kirche Grüssow / Gemeinde Fünfseen

 


Außenansicht von Süden

Rechteckige Kapelle 1255
Kirche am 6.03.1255 durch Bischof Rudolf von Schwerin
der heiligen Katharina geweiht.
Vier Um- bzw. Bauphasen veränderten die Kirche
Der jetzige Turm im Westen wurde wahrscheinlich um
1500 mit den Steinen des früheren, noch wesentlich größeren Turmes aus
der Entstehungszeit der Kirche von 1255 gebaut.

 

Diesen Übergang zwischen Romanisch und der Gotik sehen wir auch an dem zweiteiligen Fenster auf der Südseite. Noch herrscht der Rundbogen und die starke Mauer vor, aber die Fenster haben alle schon den Spitzbogen.

Die Pforte auf der Nordseite zeigt  außen Bemalungen im Bogen.
Innen ist dieses Portal ebenfalls farbig bemalt. Einzelne Buchstaben zieren diese Portal außerdem.

Um 1500 ist auch der Anbau der Grabkapelle der Familie von Grüssow auf der Südseite der Kirche abgetragen und das Südportal verschlossen worden. 
Die ältesten noch erhaltenen Teile des Bauwerkes bilden zweifellos Nordwand und Ostgiebel. Ostseite solide geschlagene Felssteine, sauber verfugt.

Giebel 1856 erneuert

Das heutige Altarbild der Kirche
 hat der Maler August Podesta 1841 gemalt. 
Er wurde 1813 in Malchow geboren und starb 1858 in München.

Unter der Kreuzigungsgruppe finden wir einen Spruch aus der Offenbarung.

Altarbild "Verdammung und Rettung der Sünder" hängt jetzt im Turm. 
Diese Altarbild ist einmalig im Müritzkreis. Es stammt aus dem Vorgängeraltar, der im 19.Jh. ersetzt wurde.

Kanzel aus dem Jahre 1655 wurde 1856 renoviert.
Der Eingang wird durch fünf Spitzen geschmückt. Die Flächen der Kanzel sind mit Texten ausgestattet.
Texte: Psalm 29.2 Betet an den Herrn im heiligen Schmuck.
            Ephel 2.0 Aus Gnaden seid Ihr selig geworden.
            Luc 11.28 Selig sind die Gottes Wort hören und bewahren.
Die Kanzel hat keinen Schalldeckel.

Sternenkronleuchter aus dem Jahre 1856 ist weiterhin ein interessantes Stück. Der Innenteil ist wohl aus Metall. Die Sterne jedoch aus Holz.
Auf jedem Zweig des Sternes stehen zwei Kerzen.

Gestühl 1856

Die Deckeltaufe wurde 1685 von H. Christoph
Wendt, ein zu dieser Zeit in Kogel lebender pensionierter Pastor, und
seiner Ehefrau Maria Jordans gestiftet
Deckeltaufe wird nicht mehr genutzt. Dazu steht eine neuere Taufe zur Verfügung. An ihr finden wir relativ groben Schnitzarbeiten, viel Text zur Taufe. Der Deckel ist mit Blumen bemalt.

Mondsichelmadonna aus dem 15.Jh. ist eine Holzarbeit die im 19.Jh. diese Fassung erhalten hat. Vielleicht stammt diese Madonna von einem Altar vor 1500.

Eigenwillig ist die Patronatsloge der Familie von Flotow mir ihren runden Sitzen. Die Pforte der Loge ziert das Wappen der Familie von Flotow. Die Familie kaufte das Gut vom Kloster Malchow und übernahm dabei das Patronat über die Kirche.

Schauen wir zurück zum Eingang , so sehen wir einen bemalten doppelten Bogen. Ursache des doppelten Turmbogen, die Bezeichnung Chorbogen ist wohl nicht richtig, ist in der Annahme das der Turm zweimal aufgebaut wurde.
Der Bogen trägt die Beschriftung Hebr. 18.2  Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.

Dacherneuerung 1988-1992

Bitte besuchen Sie auch das ehemalige
Pfarrhaus aus dem Jahre 1838 an der Straße, dort finden
Sie 2011 eine kleine Ausstellung zum Thema Taufe.
In der oberen Etage können Sie die Geschichte des Pfarrhauses
im 20. Jahrhundert erleben.
Die Sanierung des Pfarrhauses erfolgte n den 90iger Jahren,
Heute wird das Pfarrhaus auch als Begegnungsstätte für Jugendgruppen genutzt. im Winter hier Gottesdienste.

Glocke 1689 umgegossen 1842


Nordportal mit Bemalung


Westseite mit den drei Fenstern


Fenster Südseite mit dem Übergang Romanik zur Gotik


Nordseite


Ostseite


Innenansicht


Altar


Altarbild


Kanzel


Mondsichelmadonna
Fassung 1856


Altarbild
 "Verdammung und Rettung der Sünder" 


Kerzenleuchter


Deckeltaufe


Detail des Taufständer-Deckel


Detail des Taufständer
Wappen 


Detail des Taufständer
Wappen der Familie von Flotow


Loge der Familie von Flotow


Eingang zur Sakristei


Blick zum Turmbogen


Turmbogen Detail