Die Büdnerei Lehsten
     

Die Büdnerei Lehsten  steht unter Leitung von Frau Brunhilde Schmalisch. Die Büdnerei hat einen kleinen Laden für kleine Geschenke, ein kleines Kaffee,  es besteht die Möglichkeit Räumlichkeiten für Veranstaltungen und Feierlichkeiten zu mieten. Weiterhin ist es möglich ein Zimmer für den Urlaub in einem Nebengebäude zu mieten. Die zweistöckigen Gebäude wurden mit Backsteinen errichtet. Die Dächer haben ein Pappdach. Die Häuser gehörten zu einem Kleinbauerngehöft, das durch Hilfe des Fördervereins ab 1995 liebevoll restauriert wurde.

Basis der Büdnereien in Mecklenburg
war ein Erlass des mecklenburgischen Herzogs Christian Ludwig II..
Der Büdner erhielt Material zum Bau eines kleinen Anwesens und einwenig Land. Herzog Christian Ludwig wollte mit diesem Erlass der Landflucht in die Stadt bzw. dem Auswandern begegnen. In Mecklenburg war nur der Erstgeborene berechtigt zu erben. Dies führte dazu das die weiteren Kinder , weil sie keine Wohnung besaßen , nicht heiraten durften. Im Jahre 1809 erfolgten weitere Reglungen zur Förderung des Landbevölkerung und des Büdnereiwesens. Im Jahre 1846 wurde das Häuslerwesen wieder eingeführt. Häusler durften neben der Landwirtschaft auch Handwerk ausüben. Büdner waren an die Landwirtschaft gebunden. Lehsten hatte zwar ein Gut , war aber auch durch kleine landwirtschaftliche Betriebe aktiv. Auch das Handwerk und Handel war in Lehsten früher stark vertreten.
Mecklenburg hatte um 1920 9000 Büdnereien und über 13ooo Häusler.